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Nachricht vom 03.06.2020    

Flugzeug aus Dachgeschoss in Langenhahn geborgen

Von Wolfgang Tischler

VIDEO | Am heutigen Mittwoch, 3. Juni, begannen ab 8 Uhr die Bergungsarbeiten des am Samstag abgestürzten Flugzeuges aus dem Dachgeschoss in Langenhahn-Hinterkirchen. Durchgeführt wurden die Arbeiten von Kräften des THW, der Feuerwehr Langenhahn und eines Dachdeckerunternehmens. Die Bergung war aufwändig und schwierig.

Fotos und Video: RS-Media

Langenhahn. Am Samstagabend, den 30. Mai war eine einmotorige Cessna beim Landeanflug auf den Flugplatz Ailertchen in eine Hochspannungsleitung gekommen, außer Kontrolle geraten und in der Folge in das Dachgeschoss eines Wohnhauses in Langenhahn gekracht. Der Pilot der Maschine überlebte den Absturz schwer verletzt und konnte sich noch selbst aus dem Cockpit befreien. Die beiden Hausbewohner blieben unverletzt und wohnen derzeit in einem Hotel. Wir berichteten. Es gab an dem Pfingstsamstagabend einen großflächigen Stromausfall im Westerwald, von dem rund 50.000 Menschen betroffen waren.

Die Bergung konnte erst am heutigen Mittwoch (3. Juni) erfolgen, da über die Feiertage kein Bergungsunternehmen für die Arbeiten bereitstand. Im Einsatz waren heute das THW der Ortsverbände Westerburg und Bendorf mit 25 Kräften und die Feuerwehr Langenhahn und Westerburg mit 15 Einsatzkräften. Unterstützung kam von einem Dachdeckerunternehmen, das ebenfalls mit einem Kran vor Ort war.



Nachdem das Haus eingerüstet war, konnten die Arbeiten beginnen. Die Schwierigkeit der Bergung bestand darin, dass die Statik des Gebäudes durch den Einschlag des Flugzeuges instabil geworden war und so jeder Schritt sorgsam geplant werden musste. Nachdem die Feuerwehr das Gebäude nochmals durchgemessen hatte begannen die Arbeiten im Dachgeschoss. Es war bekanntlich das Flugbenzin ausgelaufen und dieses kann ein explosives Gemisch bilden. Auch war nicht klar, ob und wieviel Benzin sich noch in den Tanks, die in den Flügeln liegen, befand. Somit war es auch Aufgabe der Feuerwehr den Brandschutz sicherzustellen.

Als erstes wurden die Flügel der Maschine geborgen. Hierbei gab es Bewegungen im schwer beschädigten Giebel, sodass dieser abgetragen werden musste. Nachdem dies erfolgt war, konnte das Flugzeug teils auseinandergeschnitten werden und in Teilen aus dem Dachgeschoss gehoben werden. Am Schluss kam der Rumpf des Flugzeuges an den Haken und wurde zur Erde gelassen. Kurz nach 16 Uhr war dies dann der Fall.

Die Wrackteile, wie zum Beispiel Steuereinheit und Motor werden nun von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) untersucht, um Hinweise auf die Absturzursache zu bekommen.
woti

Video von der Bergung








Mehr dazu:   Blaulicht  
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