Werbung

Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 22.06.2020    

Nicht krankenversichert - was tun?

Eigentlich gibt es in Deutschland seit über zehn Jahren eine allgemeine Krankenversicherungspflicht. Trotzdem gibt es auch oder gerade in Zeiten der Pandemie um die 100.000 Personen im Land, die über keine Krankenversicherung verfügen. Das Leben dieser Personen ist meist ohnehin schon sehr nervenaufreibend – aber besonders in Situationen wie der aktuellen Pandemie und insbesondere im Krankheitsfall. Und das nicht nur für den eigenen Körper, sondern auch hinsichtlich der finanziellen Lage. Wie aber kommt jemand überhaupt in so eine Situation?

Fotoquelle: pixabay.com

Wie kommt es dazu, dass jemand nicht krankenversichert ist?
Dass es so weit kommt, kann verschiedene Ursachen haben. Empfänger und Empfängerinnen der Grundversicherung sowie Angestellte betrifft dieses Problem im Normalfall nicht, denn hier wird die Versicherung entweder vom Amt bezahlt oder direkt vom Gehalt abgezogen. Wesentlich öfter davon betroffen sind freiberuflich arbeitende und selbstständige Personen. Die hohen Kosten, die für die Versicherung üblicherweise anfallen, stellen diese Menschen oft vor unüberwindbare finanzielle Herausforderungen. Das Ergebnis davon ist, dass sie sich einfach gar nicht versichern lassen. Die Gruppe der Freiberufler und Selbstständigen gehört neben Migranten und Migrantinnen zur häufigsten Personengruppe, die in eine solche Lage geraten, nicht krankenversichert zu sein.

Und das kann im Krankheitsfall zum Teil zu schwerwiegenden Folgen führen. Das Problem dabei ist nämlich, dass Personen ohne Krankenversicherung für jeden Arztbesuch selbst aufkommen müssen. Hier besteht natürlich die Tendenz, Arztbesuche zu vermeiden, um sich nicht finanziell zu ruinieren. Und das kann mitunter lebensgefährlich sein – für die kranke Person selbst oder bei ansteckenden Erkrankungen auch für andere.

Was können Menschen tun, wenn sie selbst betroffen sind?
Seit einiger Zeit gibt es die sogenannte „europäische Krankenversicherung“, die sich speziell an Menschen ohne Krankenversicherung richtet. Beispielsweise unter diegesundheitsexperten.de gibt es detaillierte Informationen darüber. Im Grunde bietet sie Betroffenen mit verschiedenen Tarifvarianten eine günstige Alternative zur klassischen Krankenversicherung.

Vor- und Nachteile der europäischen Krankenversicherung
Die Versicherung gilt im gesamten EWR-Raum und es gibt verschiedene Tarife, die je nach verfügbaren finanziellen Mitteln ausgewählt werden können. Auch die Selbstbeteiligung ist frei wählbar. Keine Rolle bei der Anmeldung spielen Faktoren wie Beruf, Alter oder Herkunft. Natürlich müssen aber auch hier die Beiträge rechtzeitig bezahlt werden, sonst gibt es keine Leistungen.

Wichtig zu wissen ist, dass sich die Versicherung vorbehält, nicht-chronische Vorerkrankungen für zwei Jahre vom Versicherungsschutz auszuschließen. Chronische Vorerkrankungen, dazu gehören auch Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Bandscheibenvorfälle, fallen generell gar nicht unter den Versicherungsschutz - daher vorher unbedingt die Details unter dem oben genannten Link prüfen. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass es mit chronischen Vorerkrankungen in Deutschland generell schwierig ist, eine Krankenversicherung abzuschließen.

Trotz der genannten Nachteile stellt die europäische Krankenversicherung eine Art Schutzschirm für Nicht-Versicherte dar und sie ist immer noch besser, als gar keine Krankenversicherung. Denn eine plötzliche Erkrankung oder ein Unfall kann sonst schnell für einen finanziellen Ruin sorgen, wenn alle Behandlungen selbst bezahlt werden müssen.

Fazit zur fehlenden Krankenversicherung und zur Möglichkeit der europäischen Krankenversicherung
Noch viel zu oft kommt es in Deutschland heute vor, dass jemand aus verschiedenen Gründen plötzlich ohne Krankenversicherung dasteht. Das kann gerade in Zeiten einer Pandemie sehr nervenaufreibend sein. Nicht-Versicherte meiden aufgrund der hohen Behandlungskosten, für die sie aufkommen müssten, oft den Arztbesuch, auch wenn dieser dringend notwendig wäre. Als Alternative für solche Fälle positioniert sich aktuell die europäische Krankenversicherung. Dabei handelt es sich nicht um eine substitutive Krankenversicherung. Aber zumindest stellt sie eine günstige Risikoabsicherung im Krankheitsfall dar. Und ein weiterer Vorteil ist, dass hier versicherte Personen bei einem akuten Notfall zumindest nicht befürchten müssen, wegen der Versorgung in eine finanzielle Schieflage zu geraten. Gegenüber einer Nicht-Versicherung ist die europäische Krankenversicherung auf alle Fälle die bessere Wahl, auch wenn sie die klassische gesetzliche Krankenversicherung nicht ersetzt. (prm)



Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Aktuell 203 Corona-Infizierte und zwei Todesfälle

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am heutigen Donnerstag (21. Januar) insgesamt 3.781 (+21) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell 203 aktiv Infizierte. Der aktuelle Inzidenzwert liegt laut Land bei 62,9.


Region, Artikel vom 21.01.2021

LKW umgekippt - längere Sperrung der L 267

LKW umgekippt - längere Sperrung der L 267

Aus bisher ungeklärten Gründen kippte heute (21. Januar 2021) ein voll-beladener 40-Tonner-LKW zwischen Helferskirchen und Ötzingen auf die Seite. Während der Bergung der Ladung ist die L 267 bis circa 18 Uhr voll gesperrt.


Wirtschaft, Artikel vom 21.01.2021

Neuwagen in Fehl-Ritzhausen an Gewinnerin übergeben

Neuwagen in Fehl-Ritzhausen an Gewinnerin übergeben

Reifenhersteller Hankook übergab im Rahmen seiner Montageprämie für die Winterreifenkampagne „Winterevo3lution“ den brandneuen Hyundai i30N Performance 2.0 T-GDI in Fehl-Ritzhausen an eine glückliche Gewinnerin aus dem Siegerland.


Kleine Wäller "Löwenpfade": Drei Spazierwanderwege rund um Hachenburg

Wanderer und Spaziergänger haben die Qual der Wahl zwischen drei Löwenpfaden, die passend zum Namen mit einer Löwentatze und je nach Wegführung in orange, rot oder blau markiert sind sowie eine Streckenlänge zwischen 6 und 8 Kilometern haben.


Region, Artikel vom 20.01.2021

Internistischer Notfall führte zu Unfall

Internistischer Notfall führte zu Unfall

Am Mittwochnachmittag, den 20, Januar kam es durch einen internistischen Notfall zu einem Unfall in Nentershausen. Dank der alarmierten Rettungskräfte konnte ein älterer Herr reanimiert werden.




Aktuelle Artikel aus der Wirtschaft


Neuwagen in Fehl-Ritzhausen an Gewinnerin übergeben

Fehl-Ritzhausen. Neben dem Kompaktsportwagen im Wert von 34.300 Euro, der mit Hankooks neuen Ultra-High-Performance Reifen ...

Tierheim-Wünsche werden wahr

Hachenburg/Ransbach-Baumbach. Die Fressnapf-Kunden hatten, während der „Tierheim-Wünsche werden wahr – Weihnachtsaktion 2020“ ...

IG BAU kritisiert fehlende Schutzmasken für Reinigungskräfte

Region. Immer wieder komme es vor, dass Reinigungsfirmen beim Arbeitsschutz knausern und Beschäftigte den dringend benötigten ...

Wünsche der Handwerkskammer an die kommende Landesregierung

Koblenz. Kurt Krautscheid meinte bei seiner Begrüßung in der Online-Pressekonferenz, dass das Handwerk bislang ganz gut durch ...

Neuer US-Präsident soll sich positiv auf Handelsbeziehung auswirken

Koblenz. „Für die international sehr aktive Wirtschaft in Rheinland-Pfalz gehören die USA zu den wichtigsten Handelspartnern, ...

ALDI SÜD schließt das Zentrallager in Montabaur

Montabaur. ALDI SÜD werde das logistische Netzwerk weiter optimieren. „Der Schritt zur Einstellung des Betriebs der Regionalgesellschaft ...

Weitere Artikel


Fahrradboom im Westerwald muss zu einer besseren Infrastruktur führen

Region/Montabaur. Eine Chance die jetzt genutzt werden muss mit mehr Beachtung für den umwelt- und gesundheitsfreundlichen ...

Corona: Drei neue Fälle im Westerwaldkreis

Montabaur. Die Kreisverwaltung Montabaur gibt aktuell folgende Zahlen bekannt:
Getestete Personen gesamt 4.968
Positiv ...

Stöffelpark "Tertiär.Industrie.Erlebnis" erhält Bundesförderung

Montabaur. "Es freut mich sehr, dass der Stöffelpark im Westerwald in diesem Förderprogramm finanziell bedacht worden ist", ...

CDU-Kreistagsfraktion sprach mit Abgeordneten aus Brüssel, Berlin und Mainz über Corona

Montabaur. MdEP Ralf Seekatz gab einen Überblick über die Aktivitäten auf europäischer Ebene und hob hier insbesondere die ...

Sportbund Rheinland beklagt „Flickenteppich“ bei Öffnung Sportstätten

Region. „Hier ist ein Flickenteppich entstanden, der Unmut in den betroffenen Sportvereinen ist groß“, sagt die Präsidentin ...

Christa Heider als 2020ste Nutzerin des Senioren- und Jugendtaxis begrüßt

Hachenburg. „Für den Notfall soll es sein!“, so teilte Frau Heider der Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Hachenburg, ...

Werbung