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Nachricht vom 07.08.2019    

Wespen-Zeit: So schützen Sie sich vor Stichen

Sobald im Sommer die Flugzeit der gelben Stechinsekten beginnt, wird der Aufenthalt auf dem Balkon oder im Garten schnell unangenehm. Tipps für den richtigen Umgang und zu effektiven Schutzmaßnahmen.

Foto und Quelle: skeeze | pixabay.com

Nach Angaben vom NABU e.V. gibt es in Deutschland einige hundert Wespenarten. Während der größte Teil davon mit dem Menschen kaum in Kontakt kommt, fallen insbesondere die Deutsche Wespe sowie die Gemeine Wespe durch ihr aufdringliches Verhalten auf. Gerade im Spätsommer kommen sie im Außenbereich sofort herbeigeflogen, sobald das Essen auf dem Tisch steht. Und auch in Wohnungen schauen sie sich gerne nach Nahrung um. Nicht selten endet die ungewollte Begegnung mit einem oder mehreren schmerzhaften Stichen, die bei einer Insektengiftallergie sogar lebensbedrohlich sein können.

Wichtigste Regel: Ruhe bewahren

Hektische Bewegungen oder Anpusten machen die Tiere noch aggressiver. Es gilt daher, sich zunächst möglichst ruhig zu verhalten. Meist fliegen sie von allein wieder weg. Erweist sich das Stechinsekt bei seinen Anflugmanövern als äußerst hartnäckig, kann es mit ein paar Spritzern Wasser aus einer Sprühflasche vertrieben werden. Der Wasserzerstäuber sollte allerdings frei von chemischen Rückständen wie beispielsweise Haushaltsreiniger sein.

Das Zuhause mit einem Fliegengitter schützen

Aus dem Wohnumfeld lassen sich Wespen am besten mit einem Fliegengitter für Fenster fernhalten. Vor allem für Menschen, die auf Stiche allergisch reagieren, ist ein derartiger Schutz fast schon überlebensnotwendig.

Der Insektenschutz wird mit kleinen Metallhaken einfach fest im Fenster eingesetzt und verbleibt dort ganzjährig. Mit einem Fliegengitter können die Fenster auch in Nächten bei großer Hitze geöffnet bleiben, da auch kleinere, nachtaktive Stechinsekten wie Mücken nicht durch die engmaschige Gaze gelangen.

Verhaltensregeln, wenn draußen gegessen und getrunken wird

Die beste Vorbeugung ist, wenn die Tiere gar nicht erst mit Lebensmitteln angelockt werden. Wer aber will schon in der Sommerzeit auf Grillabende verzichten? Alle Nahrungsmittel, die nicht zeitnah verzehrt werden, sollten gut abgedeckt oder gleich in den Innenbereich gebracht werden. Ratsam ist es auch, verschließbare Trinkgläser im Außenbereich zu verwenden. So lässt sich das lebensgefährliche Risiko vermeiden, im Mund gestochen zu werden.

Trinkbehältnisse wie Flaschen aus dunklem Glas oder Aluminiumdosen stellen eine besondere Gefahr dar, da sich von außen schlecht oder gar nicht erkennen lässt, ob eine Wespe reingefallen ist. Die Getränke sollten entsprechend in abdeckbare Gläser umgefüllt werden. Zudem sollten Mund und Hände nach dem Essen gereinigt werden – das gilt insbesondere für Kinder.

Ein Wespennest selbst zu entfernen ist strafbar!

Wespen und Hornissen stehen unter Naturschutz. Nester dürfen deshalb nicht eigenmächtig entfernt werden. Andernfalls drohen hohe Strafen. So sind in Rheinland-Pfalz bei Zuwiderhandlung laut Bußgeldkatalog 5.000 Euro zu entrichten, in anderen Bundesländern können bis zu 50.000 Euro fällig werden, vor allem, wenn es sich um eine geschützte Wespenart handelt.

Vorsicht vor unseriösen Schädlingsbekämpfungs-Unternehmen!

Ein Wespennest darf nur von speziell zertifizierten Schädlingsbekämpfern bei nachweislicher Gefährdungslage zerstört oder bei besonderem Schutzstatus umgesiedelt werden, wenn beispielsweise die Gesundheit von Erwachsenen oder Kindern auf dem Spiel steht.

Bei der Auswahl eines Kammerjägers im Internet ist jedoch Obacht angebracht. Mancher Anbieter ist oft nicht nur sachunkundig, was schützenswerte Arten anbelangt. Vielmehr erhalten viele Kunden nach der Entfernung des Nests Rechnungen mit völlig überzogenen Preisen und Sonder-Dienstleistungen.

Es ist daher empfehlenswert, die Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung unter Tel: 02602-124213 zu kontaktieren. Sie gibt seriöse Auskunft über zertifizierte Schädlingsbekämpfer.



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