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Nachricht vom 18.07.2021    

Tipps für einen perfekten Rasen

Löwenzahn, Gänseblümchen, Moos und hässliche Löcher: In vielen Gärten sieht der Rasen ganz und gar nicht so aus, wie es sich sein Besitzer wünscht. Der Blick über den Gartenzaun offenbart immer wieder, dass es besser geht, doch was macht der Nachbar besser als ich?

Photo by RitaA (Author), Pixabay Licence (Licence)

Der perfekte Rasen ist alles andere als ein Zufallsprodukt, er lässt sich sozusagen „herbeipflegen“; allerdings beginnt die Erfolgsgeschichte meistens bereits bei der Pflanzung. Denn hier greift die schlichte Weisheit: Rasen ist nicht gleich Rasen. Es lohnt sich, die einzelnen Arten genau unter die Lupe zu nehmen, ihre Eigenschaften zu erkunden und mit den Vor-Ort-Bedingungen zu vergleichen.

Das Deutsche Weidelgras findet besonders häufig in privaten und öffentlichen Gärten Verwendung, denn es wächst schnell und präsentiert sich in üppig-grüner Farbe: Ein echter Zierrasen, der sowohl das Betreten als auch das Mähen gut verträgt. Er weist aber eine leichte Frostempfindlichkeit auf und erfordert nach einem kalten Winter oft eine Nachsaat. Der Boden sollte eine mindestens durchschnittliche Nährstoffversorgung aufweisen, bei ständiger Nässe neigt er zum Schimmel. Wo die Voraussetzungen für Deutsches Weidelgras nicht stimmen, lohnt es sich in der Regel einen genauen Blick auf den Rotschwingel zu werfen, der absolut winterhart und insgesamt sehr anspruchslos ist. Diese Rasensorte braucht kaum bis keine Düngung, verträgt auch etwas Schatten und blüht später im Jahr als andere Arten. Wiesengras fühlt sich wiederum unter anderen Voraussetzungen wohl: Eine Fachberatung, zum Beispiel beim bekannten Experten rasenwelt.de, lohnt sich!

Eine intensive Beratung hilft auch beim Thema Rasenpflege weiter, einige wichtige Punkte vorweg: Viele Rasenbesitzer glauben, je tiefer sie den Rasen herunterschneiden, desto besser sei es. Das entpuppt sich bei genauer Betrachtung als Irrglaube, da die Schnitthöhe immer dem Rasentyp angepasst werden muss. Der normale Gartenrasen benötigt eine Schnitthöhe von drei bis vier Zentimetern, wohingegen ein Hybrid-Fußballrasen sehr tief gemäht werden kann. Laut Jochen Buettner, Sportjournalist bei Betway Sportwetten, blicken künstliche Rasenhalme auf Sportplätzen nur 1,5 bis 2 cm aus der Oberfläche heraus – und der Naturrasen wird auf 2,5 cm Länge geschnitten. Ob Fußball- oder der heimische Rasen, es gilt, rechtzeitig und regelmäßig zu mähen, damit sich die Gräser an eine einheitliche Schnitthöhe gewöhnen.

Im Sommer ist Rasenpflegezeit, denn während der warmen Jahreszeit wuchern die Halme ebenso wie sämtliche Wildpflanzen, die sich dazwischen angesiedelt haben. Außerdem bedroht die Sommerhitze das frische Grün, um eine künstliche Bewässerung führt normalerweise nichts herum. Langzeitrasendünger versorgen die Fläche für bis zu 14 Wochen mit den nötigen Nährstoffen, um prächtig zu gedeihen. Empfehlenswert ist eine erste Düngung im Frühjahr, eventuell mit etwas Kalk und Huminsäuren auf festem, saurem Boden. Eine Nachdüngung erfolgt spätestens nach den besagten 14 Wochen, das sind etwa 3,5 Monate. Viele Gartenbesitzer haben effektive natürliche Düngemittel wie zum Beispiel Compo Bio für sich entdeckt.

Etwa wöchentliches Mähen ist empfehlenswert, bei andauernder Hitze sollten die Abstände besser etwas länger werden. Denn lange Grashalme fassen mehr Wasser und überstehen den Sommer damit besser. Die Bewässerung ist so zu dosieren, dass die Gräser zwischendurch trocknen können, denn dauernde Feuchtigkeit macht sie anfälliger für Krankheiten. Die beste Zeit zum Gießen ist der frühe Morgen, denn auf dem dann noch kühlen Boden verdunstet das aufgebrachte Wasser nicht so schnell. Eine Spatenprobe gibt Aufschluss darüber, ob die Bewässerung genügt: Ist der Boden auch noch in 15 Zentimeter Tiefe feucht, hat das Gras genug zu trinken. (prm)


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