Werbung

Nachricht vom 16.02.2021    

Caroline Albert-Woll sprach mit Christel Kaiser vom Kinderschutzbund

„Jedes Kind erreichen“ – Caroline Albert-Woll sprach im Format Caro fragt nach… mit Christel Kaiser vom Kinderschutzbund über Schulsozialarbeit im Zeichen der Corona-Krise.

Caroline Albert-Woll. Fotos: privat

Höhr-Grenzhausen. In ihrem Büro in der Heinrich-Roth-Realschule plus sind Computer und Telefon derzeit die wichtigsten Arbeitsgeräte der Schulsozialarbeiterin Christel Kaiser. Die Diplom-Sozialpädagogin (FH) ist Teil eines Teams von neun Kolleginnen des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. (Kreisverband Westerwald - Ortsverband Höhr-Grenzhausen), die derzeit mit den Schülerinnen und Schülern von zwei Realschulen plus und 15 Grundschulen in den Verbandsgemeinden Montabaur, Selters und Höhr-Grenzhausen arbeiten.

„Unser Angebot ist niedrigschwellig und das ist der große Vorteil unserer Arbeit direkt vor Ort“, so Christel Kaiser. „Die Kinder können im schulischen Alltag einfach ‚mal so‘ reinschauen oder kommen über unsere verschiedenen Projekte in den Klassen mit der Schulsozialarbeit in Kontakt. In den Grundschulen arbeiten die pädagogischen Fachkräfte des Kinderschutzbundes in den „Mobilen Sorgenbüros“. Momentan müsse man sich allerdings auch mit Videokonferenzen, besonderen Apps und Telefon behelfen. Dies habe sich aber eingespielt. In der ersten Phase der Schulschließungen sei dies schwieriger gewesen. „Die Situation war einfach neu“, so die Sozialpädagogin. „Und sie hat nicht nur uns, sondern auch die Schülerinnen und Schüler und die Eltern vor große Herausforderungen gestellt.“

Anders als im Frühjahr kann die Beratung jetzt auch persönlich in den Schulen stattfinden. Vorwiegend für die Kinder in der Notbetreuung. Die Nachfrage nach dem Angebot der Schulsozialarbeit ist gerade besonders hoch. Christel Kaiser berichtet von Kindern und Jugendlichen, deren häusliche Situation aktuell nicht nur durch fehlende Sozialkontakte, sondern durch Jobverluste und Kurzarbeit der Eltern zusätzlich belastet ist. „Nach dem ersten Lock-Down, als die Schulen noch einmal geöffnet waren, gab es einen regelrechten Ansturm der Schülerinnen und Schülern auf unser Beratungsangebot. Und auch die Lehrerinnen und Lehrer gingen verstärkt in den Austausch mit uns.“



Die Schulsozialarbeiterin wünscht sich sehr, dass die Schulen bald wieder geöffnet werden können. „Schule ist weit mehr als ein Lernort für Fachwissen. Hier werden Freundschaften gepflegt. Es wird zusammen gelacht und geweint. Die Schulsozialarbeit ist ein fester Anker im Leben der Heranwachsenden und sie unterstützt dort, wo das Elternhaus und Lehrerinnen und Lehrer allein nicht helfen können. Sie muss weiter fester Bestandteil der Arbeit in den Schulen bleiben. Bedarf nach mehr Stunden und mehr finanzieller Ausstattung besteht natürlich immer“, so Christel Kaiser.

Die Landtagskandidatin Caroline Albert-Woll, SPD, verwies im Gespräch auf die bisherigen Anstrengungen des Landes in diesem Bereich. Es unterstütze die Kommunen, in deren Aufgabenbereich die Schulsozialarbeit falle, neben den Mitteln für die allgemeinbildenden Schulen mit weiteren drei Millionen Euro für Schulsozialarbeit an berufsbildenden Schulen. Darüber hinaus gebe es den Unterstützungsfonds des Landes von zehn Millionen Euro, über den die Kommunen unter anderem Integrationshelferinnen und -helfer und Schulsozialarbeit finanzieren könnten, das seien insgesamt rund 20 Millionen Euro jedes Jahr, die Kommunen und Lehrkräfte vor Ort entlasten. Für diese langjährige, regelmäßige finanzielle Unterstützung bedankte sich der Deutsche Kinderschutzbund ausdrücklich.

Im Falle einer Wahl in den Landtag möchte sich Caroline Albert-Woll dem Thema weiter widmen. „Der Bedarf wird nach der Corona-Pandemie weiter zunehmen,“ ist sich die Landtagskandidatin sicher. „Neben den Bemühungen beim Aufholen des Lernstoffs dürfen wir auch das psychische Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen nicht aus den Augen verlieren. Die Schulsozialarbeit ist dabei eine der wichtigsten Stützen.“ (PM)


Mehr zum Thema:    Landtagswahl 2021    Coronavirus    SPD   
Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Höhr-Grenzhausen auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
 


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Region, Artikel vom 13.04.2021

Westerwaldkreis wurde Modellregion für Luca-App

Westerwaldkreis wurde Modellregion für Luca-App

Ab sofort gilt der Westerwaldkreis als Modellregion für die neue Luca-App. Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Dienstag, den 13. April 5.822 (+11) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell 433 aktiv Infizierte, davon 302 Mutationen.


Corona im Westerwaldkreis: 103 neue Fälle und zwei Todesfälle gemeldet

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Montag, den 12. April 5.708 (+103 seit Freitag) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell 503 aktiv Infizierte, davon 270 Mutationen.


Eilantrag gegen Ausgangsbeschränkungen bleibt ohne Erfolg

Die durch den Rhein-Hunsrück-Kreis für das Kreisgebiet verfügten Ausgangsbeschränkungen von 21 bis 5 Uhr müssen vorläufig befolgt werden. Das entschied das Verwaltungsgericht Koblenz in einem Eilverfahren, das durch den Landrat des Kreises als Privatperson anhängig gemacht worden war. Bei Anträgen aus anderen Landkreisen dürfte ähnlich geurteilt werden.


Staatsanwaltschaft Koblenz: 62-Jähriger soll Mutter mit Hammer erschlagen haben

An Gerüchten ist mal was dran, mal auch nicht: Das seit geraumer Zeit kursierende Gerede, dass ein 62 Jahre alter Mann wegen des Verdachts des Totschlags festgenommen wurde, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz auf Anfrage des AK-Kuriers offiziell bestätigt.


Drohungen und Beleidigungen wegen Kinderlärm auf Spielplatz in Bendorf

Am 12. April postete eine Mutter in einer Gruppe des Sozialen Netzwerkes „Facebook“ ein Bild von einem Zettel, auf dem sich jemand beleidigend über den Lärm spielender Kinder auf einem Parkplatz beschwerte und Drohungen aussprach.




Aktuelle Artikel aus der Politik


CDU-Gemeindeverband Rennerod spricht sich für Markus Söder aus

Rennerod. Große Teile der Mitglieder sehen mit Markus Söder die größeren Chancen auf einen erfolgreichen Bundestagswahlkampf. ...

Unterstützung für Junglandwirte sowie kleinere und mittlere Betriebe

Mainz/Region. Im Kompromiss der Agrarminister der Länder zur zukünftigen Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ...

Straßenverkehrszählung zum Erfassen der Verkehrsentwicklung

Koblenz. Wie entwickelt sich der Verkehr in Deutschland? Um diese Frage beantworten zu können, lässt das Bundesverkehrsministerium ...

Besuch beim Drive-In Testzentrum Montabaur

Montabaur. Mit vorheriger digitaler Anmeldung unter www.testzentrum-montabaur.de kann ein Termin gebucht werden, mit dem ...

Zerstörter Wald – fehlendes Grundwasser

Höhr-Grenzhausen. Doch in weiten Teilen Deutschlands bereitet nicht nur das Waldsterben große Sorge, sondern auch das Sinken ...

Wäller Markt Genossenschaft für heimischen Einzelhandel nutzen

Hachenburg. Darin werden die Aktivitäten der Wäller Markt Genossenschaft zum Aufbau einer digitalen Plattform für den regionalen ...

Weitere Artikel


Dialog mit Vereinsvertretern – Christdemokraten sagen Unterstützung zu

Montabaur. CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel stellte zu Beginn fest, dass Karneval und Sport weitgehend lahm ...

Tablets zur Ausleihe in den Grundschulen der VG Hachenburg sind da

Hachenburg. Zunächst ging alles sehr schnell, um das zugewiesene Budget in Höhe von etwas mehr als 36.500 Euro aus dem Sofortausstattungsprogramm ...

Rademacher beerbt Schuth als Trainer bei der SG Nord

Molsberg. Klar ist dagegen aber bereits: Die Kombinierten aus Langendernbach, Dorchheim und Elbgrund werden zur Saison 2021/2022 ...

Justizminister Mertin: „Lockerungen bei Inzidenz unter 50 verfassungsrechtlich geboten“

Region. „Das Infektionsschutzgesetz des Bundes ist im vergangenen Jahr eigens angepasst worden und sieht inzwischen ausdrücklich ...

Zwei Wahlroder von Ministerpräsidentin Malu Dreyer geehrt

Wahlrod. März 2020 Corona: Vieles wurde geschlossen, die Tafeln führten keine Abgabe mehr durch. Andrea Fuchs war seit einigen ...

Webinare zur Überbrückungshilfe III

Koblenz. Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufliche aller Branchen mit einem ...

Werbung