Werbung

Nachricht vom 10.02.2021    

Glitzerndes Eis birgt oft tödliche Einbruchgefahren

Von Helmi Tischler-Venter

Die Freiwillige Feuerwehren der Region hatten in diesem Winter bereits mehrere Einsätze wegen Tieren und Menschen, die in Eisflächen eingebrochen waren. Glitzerndes Eis birgt oft tödliche Gefahr!

Es war ein realer Einsatz im Januar. Foto: RS-Media

Region. Christian Lehmhaus, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Stahlhofen am Wiesensee berichtet von zwei größeren Einsätzen am Wiesensee im Januar 2021: Am 16. Januar 21 mussten die Wehrleute einen eingebrochenen Hund rausholen und seinen Besitzer, der sich ebenfalls aufs Eis begeben hatte und nicht mehr zurückkam, zurückholen. Am 20. Januar 21 erfolgte der nächste Einsatz, Stichwort: „Person im Wasser“. Wieder war jemand unvernünftig und begab sich aufs Eis. Diese Person kam selbstständig wieder an Land und hatte die Einsatzstelle verlassen bevor die Feuerwehr eintraf.

Die Feuerwehrkräfte befürchten, dass am bevorstehenden Wochenende wieder viele Besucher an den See kommen und das Eis betreten werden. Dort besteht große Lebensgefahr!

Lehmhaus erklärt die mangelnde Tragkraft des Eises: „Durch die letzten Wochen haben wir verschiedene Wetterphänomene gehabt, mal friert es, dann taut es und dann friert es wieder. Somit entstehen mehrere Eisschichten mit Luftkammern auf dem See. Diese einzelnen Schichten mögen dick aussehen, was aber durch die Luftkammern nicht ist. Diese Luftkammern sind nicht tragfähig.“

Nicht ohne Grund stehen rund um den See Hinweis-Schilder „Betreten der Eisfläche verboten.“ „Ich übe mein Ehrenamt sehr gerne aus, aber meine Zeit für „grobe Fahrlässigkeit“ zu opfern, möchte ich nicht“, schließt Lehmhaus.

Die geschilderte Gefahr besteht natürlich auf allen Seen und Flüssen der Region. Daher der eindringliche Appell an alle Spaziergänger, die das frostig-sonnige Wetter in der Natur nutzen möchten:
Nehmen Sie Warnungen der örtlichen Behörden vor dem Betreten von Eisflächen sehr ernst! Eis kann seine Tragfähigkeit äußerst schnell und für Laien nicht erkennbar verändern. Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein, hier droht Einbruchgefahr. Besonders wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt, nicht betreten!



Wenn Sie bereits auf dem Eis sind, flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen, zum Ufer robben mit möglichst langsamen, wenig ruckartigen Bewegungen.

Vorsicht ist nicht nur bei verschneiter Oberfläche und bewachsenem Ufer geboten, auch an Ein- und Ausflüssen kann die Eisdicke plötzlich abnehmen. Wer einbricht, sollte versuchen, sich am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.

Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen, Eigensicherung beachten! Wer zum Helfen die Eisfläche betritt, sollte dafür eine großflächige Unterlage, zum Beispiel eine Leiter oder Brett verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage macht es leichter, die eingebrochene Person zu retten. Gerettete Menschen in warme Decken hüllen, vorsichtig erwärmen, keinen Alkohol geben, stattdessen warmen Tee reichen.

Innerhalb von drei bis vier Minuten in kaltem Wasser bei drei bis vier Grad erschlaffen die Muskeln, der Körper erlahmt, die eingebrochene Person geht unter. Daher ist die sofortige Alarmierung der Hilfskräfte über die europaweit einheitliche Rufnummer 112 lebenswichtig, denn sie gewährleistet schnelle Hilfe.
htv


Mehr zum Thema:    Blaulicht   
Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Wissen auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Merkwürdig: Sechsjährige verschwindet nach einem Unfall samt Fahrrad und Zeugen

Die Polizeiinspektion Montabaur sucht in einem merkwürdigen Fall in Wirges nach sachdienlichen Hinweisen oder Zeugen. Ein Kind auf einem Fahrrad beschädigte ein Fahrzeug, wurde von einem Zeugen auf einen Parkplatz begleitet, um mit dem geschädigten Autofahrer die Daten auszutauschen ... und war auf einmal weg. Der Zeuge offensichtlich gleichfalls.


Region, Artikel vom 15.09.2021

Kirburg: Volltrunken in ein Schaufenster gerast

Kirburg: Volltrunken in ein Schaufenster gerast

Eine 49-jährige Mercedes-Fahrerin fuhr ungebremst über eine Einmündung an der Köln-Leipziger-Straße in Norken und krachte in das Schaufenster eines Fachgeschäftes für Gartentechnik. Die Frau stand erheblich unter Alkoholeinfluss.


Höchstenbach: Pkw-Fahrer schiebt vorausfahrende Fahrzeuge aufeinander

Eigentlich darf er in Deutschland gar kein Fahrzeug führen, fuhr aber mit einem polnischen Führerschein. Auch wenn er legal medizinisches Cannabis nimmt, liegt der Verdacht auf Missbrauch vor. Und wem das noch nicht genug ist: Nun ist er auch noch schuld an drei beschädigten Fahrzeugen und einer Verletzten.


Beinahe: Unter Alkohol und ohne Führerschein kam es fast zum schweren Unfall

Das ist um Haaresbreite gut gegangen: Ein alkoholisierter Autofahrer ohne Fahrerlaubnis geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit der Leitplanke. Nur das scharfe Abbremsen eines entgegenkommenden Fahrzeuges verhinderte Schlimmeres. Erst in Andernach konnte die Polizei den Verkehrsgefährder stellen. Jetzt werden Zeugen des Vorfalles gesucht.


Region, Artikel vom 16.09.2021

Zeugen gesucht: Unfallflucht in Luckenbach

Zeugen gesucht: Unfallflucht in Luckenbach

Ein parkendes Fahrzeug in der Leystraße in Luckenbach wurde der gesamten Länge nach von einem bisher Unbekannten touchiert und stark beschädigt. Der Verursacher flüchtete. Jetzt sucht die Polizei Hinweise aus der Bevölkerung.




Aktuelle Artikel aus der Region


Der Druidensteig: Etappe 5 von Betzdorf zur Grube Bindweide

Betzdorf. Der Druidensteig, die längste Georoute Deutschlands, führt auf insgesamt 83 Kilometern in sechs Etappen von Freusburg ...

Kläranlage Görgeshausen mit neuer Technik ausgestattet

Görgeshausen. Hinter der Abwasserbeseitigung stecken ein weitverzweigtes Leitungsnetz und aufwendige Technik, besonders in ...

Gemeindepädagogin Angelika Schepp verlässt nach zwölf Jahren Neuhäusel

Neuhäusel. Ein bisschen Wehmut merkt man Angelika Schepp an, wenn sie über die vergangenen zwölf Jahre in Neuhäusel spricht. ...

Kinder bringen ihre Kunstwerke in den Wald

Höhr-Grenzhausen. Mit Zweigen und Zapfen prägten sie in Tontafeln ein Stück Natur ein – so richtig passend für das Projekt ...

Filmreif Kino: Kino für Menschen in den besten Jahren

Hachenburg. Am 20. September zeigt das Cinexx Hachenburg in Kooperation mit der Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle ...

DGB Westerwald hat neuen Vorstand gewählt

Westerwaldkreis. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen aus den unterschiedlichen Branchen und bin neugierig, ...

Weitere Artikel


Lockdown verlängert - Friseure öffnen ab 1. März

Region. Friseurbetriebe können unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung ...

Niederelbert: Bachverrohrung Weiherhellbach wird erneuert

Niederelbert. Im Kreuzungsbereich ist während der Bauzeit nur eingeschränkter Fahrzeugverkehr möglich. Die Maßnahme beginnt ...

Eisbachtal und Hundsangen vereinbaren sportliche Kooperation

Nentershausen/Hundsangen. Die Vorstände der beiden Westerwälder Traditionsvereine haben daher jüngst eine Vereinbarung für ...

Wirtschaftliche und umweltfreundliche Möglichkeiten im Leitungsbau nutzen

Hachenburg. 200 Kilometer Glasfaserleitungen im Spülbohrverfahren verlegt die Firma KHL Kerstholt aus Hachenburg pro Jahr ...

K 156 Ortsdurchfahrt Niedererbach wieder frei

Niedererbach. Der Kreis Westerwald hat für die Gesamterneuerung des fast 400 Meter langen Straßenabschnittes und des Brückenbauwerkes ...

Verursacher klaut nach schwerem Unfall PKW von Ersthelfer

Selters. Am Montag, 8. Februar ereignete sich gegen 22 Uhr auf der Autobahn A 4 im Bereich Merzenich (Kreis Düren) in Fahrtrichtung ...

Werbung