Werbung

Nachricht vom 07.02.2021    

Rekordbeteiligung bei der „Stunde der Wintervögel“

Über 236.000 Menschen haben am Wochenende vom 8. bis 10. Januar an der 11. „Stunde der Wintervögel“ teilgenommen - ein sattes Plus von 65 Prozent zum Vorjahr. Fazit: Weniger Wintergäste am Futterhäuschen. Spatzen bleiben vorne.

Zählung der Wintervögel. Foto: NABU

Berlin/Holler. Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV) freuen sich über eine Rekord-Teilnahme. Beim NABU Rheinland-Pfalz verzeichnet man ebenfalls einen deutlichen Zuwachs der Teilnehmer/innen: 12.619 Menschen haben dem NABU 299.190 Vögel aus 8.566 Gärten und Parks gemeldet (im Vorjahr nahmen insgesamt 8.018 Vogelfreund/innen teil). „Wir sagen danke an alle, die Anfang Januar so eifrig gezählt haben und freuen uns über die anhaltend hohe Beteiligung und das große Interesse an der heimischen Vogelwelt“, so Olaf Strub, Geschäftsführer des NABU Rheinland-Pfalz. „So werden die Ergebnisse von Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion noch aussagekräftiger. Sicherlich hat auch der Corona-Lockdown dazu beigetragen, dass mehr Menschen ihr Interesse für die Natur vor der eigenen Haustür entdecken. Aber den Vögeln hilft es in jedem Fall, wenn sich immer mehr Menschen für die Natur vor ihrer Haustür engagieren.“

Nicht zugenommen haben dagegen die Vogelzahlen, die dem NABU aus 164.000 Gärten gemeldet wurden - im Gegenteil. „Die Gesamtzahl von 34,5 Vögeln pro Garten stellt den zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Aktion im Jahr 2011 dar, zwölf Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „Nur im Januar 2017 waren die Zahlen noch etwas niedriger. Auch damals fehlten besonders die typischen Futterplatzbesucher, nämlich sämtliche Meisenarten, Kleiber, Gimpel und Kernbeißer – alles Arten deren Winterbestände auf den Zuzug von Artgenossen aus dem Norden angewiesen sind. Dieser ist im bis kurz vor der Zählung europaweit sehr milden Winter wohl teilweise ausgeblieben.“

Rekordwerte erreichten dagegen Standvogelarten wie Haussperling und Stadttaube sowie Arten, die grundsätzlich mildere Winter bevorzugen, wie Rotkehlchen und Ringeltaube. „Seit 2011 nehmen die Winterbestände von Vogelarten, die auf Zuzug aus dem Norden und Osten angewiesen sind, ab. Im Winter standorttreue Arten und solche, die teilweise von uns nach Süden ziehen, zeigen dagegen stabile oder gar wachsende Winterbestände“, so Lachmann. Dies sei Ausdruck einer Entwicklung, die mit einigen harten Wintern begann und zuletzt eine lange Reihe milder Winter aufwies. Je milder der Winter, desto geringer die Neigung der Vögel in wärmere Regionen im Süden und Westen auszuweichen.

Die fünf am häufigsten gemeldeten Arten waren Haussperling (mit 6,87 Vögeln pro Garten), Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel. Im Vergleich zum Vorjahr haben nur Feldsperling und Blaumeise die Plätze getauscht. In Rheinland-Pfalz war die Reihenfolge der fünf häufigsten Wintervögel Haussperling, Kohlmeise, Amsel, Blaumeise und Feldsperling. Ein besorgniserregend schwaches Ergebnis, das nicht mit dem Wetter erklärt werden kann, liefert der Grünfink. Sein Abwärtstrend setzt sich leider unverändert fort. Diesmal wurden nur noch 0,9 Grünfinken pro Garten gemeldet. Damit gibt es heute nur noch ein Viertel der Grünlinge, die 2011 noch die Gärten bevölkerten. Als Ursache gelten vor allem Infektionen mit Trichomonaden an sommerlichen Futterstellen.

Die nächste Vogelzählung findet mit der „Stunde der Gartenvögel“ vom 13. bis 16. Mai findet statt. Noch bis zum 19. März läuft die Wahl des Vogels des Jahres. Aus zehn Kandidaten, die vorab in einer öffentlichen Online-Wahl bestimmt worden waren, kann jeder seinen Favoriten wählen. (PM)

Infos zur Aktion unter www.stundederwintervoegel.de

Mehr Details zum Endergebnis unter https://www.nabu.de/news/2021/02/29347.html

Wahl des Vogels des Jahres: www.vogeldesjahres.de


Mehr dazu:   Naturschutz  
Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Vereine


WSN Neitersen vor Rheinlandmeisterschaft und Spiel gegen Bayern München

Die Walking Footballer der Wiedbachtaler Sportfreunde Neitersen (WSN) stehen vor zwei Wochen, die zu ...

Kinder- und Jugendfußball im WW/Sieg-Kreis startet in Saison 2026/27

Im Kinder- und Jugendfußball des WW/Sieg-Kreises ist die neue Saison 2026/27 gestartet. Am vergangenen ...

Wäller Helfen e.V.: Ein Fest für die Engagierten im Westerwald

Der Verein Wäller Helfen e.V. würdigte seine haupt- und ehrenamtlichen Unterstützer mit einem besonderen ...

Wenn aus dem Kirmesbaum eine Klarinette wird: Ein kreatives Projekt in Malberg

In Malberg hat die Bindweider Bergkapelle 1876 Malberg e.V. aus einem ausgedienten Kirmesbaum ein Kunstwerk ...

Rekordbeteiligung beim 36. Dresselndorfer Freiluftturnier erwartet

Am 15. August 2026 lädt der TV "Frisch Auf" 1912 Dresselndorf zum traditionellen Volleyball-Freiluftturnier ...

Neuer Vorstand bringt frischen Wind zu den Allendorfer Traktorfreunden

Die Allendorfer Traktorfreunde planen ein besonderes Oldtimertreffen in Haiger-Flammersbach. Erstmalig ...

Weitere Artikel


Diebstahl aus PKW in Höhr-Grenzhausen

Polizei in Höhr-Grenzhausen bittet um Zeugenhinweise zu zwei Fahrzeugaufbrüchen in Höhr-Grenzhausen. ...

Karnevalistische Sakramenten-Kunde mit Pfarrer Fuchs

Pfarrer Andreas Fuchs aus Hadamar ist von Herzen Karnevalist. Unter normalen Umständen würde er zu dieser ...

Eisregen lässt Bäume fallen und verursacht Unfälle

Mehrere Verkehrsunfälle und eine Vielzahl an umgestürzten Bäumen auf Grund des Eisregens beschäftigen ...

Wetterkapriolen können sich auch auf das Trinkwasser auswirken

Der von starken Temperaturschwankungen begleitete und häufig auftretende Wechsel von Regen und Schnee ...

Buchtipp: „Zeuge der Wende – Das war mein RIAS-TV“ von Gerhard Specht

Gerhard Specht ist in Montabaur geboren, in Höhr-Grenzhausen aufgewachsen. Er war später Chefreporter ...

Können die Vereine die Pandemie überleben?

Die CDU-Kreistagsfraktion des Westerwaldkreises führt ihre Dialogreihe „Impulse Digital“ mit dem Thema ...

Werbung