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Nachricht vom 25.01.2021    

Lebenserfahrung, Kreativität und Engagement sind gefragt

Ältere und Menschen mit einer Behinderung sind in eigener Sache die besten Ratgeber, die sich eine Region wünschen kann! Zudem sind diese „Betroffenen“ meist besonders aktiv und fachkundig, wenn es um die Verbesserung ihrer eigenen Situation geht.

Ältere und behinderte Menschen aus der Region zusammenbringen und sich mit ihnen für deren gemeinsamen Interessen einsetzen, will der künftige „Senioren- und Behindertenrat Südlicher Westerwald“ - wie hier bei einem Besuch des Forums Soziale Gerechtigkeit zum Thema Arbeitsplätze für Menschen mit einem Handicap in einer heimischen Bäckerei. Foto: privat

Montabaur. Deshalb will das Forum Soziale Gerechtigkeit einen „Senioren- und Behindertenrat Südlicher Westerwald“ (SBR-SÜW) auf den Weg bringen. In dem entstehenden Netzwerk sollen sich alle einbringen können, die die gemeinsame Sache unterstützen und mittragen wollen.

In einem vom Forum ausgearbeiteten Konzept heißt es: „Der Beirat hat die Aufgabe, die Interessen behinderter und älterer Menschen im Sinne der Förderung der Selbstbestimmung und Eigenständigkeit bei der Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu vertreten. Er soll bei Angelegenheiten, die die Belange der behinderten, älteren und mobilitätseingeschränkten Einwohnerinnen und Einwohner in der Region Südlicher Westerwaldkreis berühren, tätig werden.“ Ein wichtiges Handlungsfeld soll dabei die Integration und Teilhabe von Senioren und Behinderten in allen Lebensbereichen von Bildung, Arbeit, Freizeit und Kultur bis zum Wohnen sowie Mobilität sein. Eine Auseinandersetzung mit sozial-, gesundheits- und gesellschaftspolitisch relevanten Themen für die Zielgruppe mit regionalem Bezug steht auf der Agenda.

Die Zusammenarbeit mit Fachgremien sowie Behinderten- und/oder Seniorenbeauftragten in den Kommunen und insbesondere der Kreisverwaltung wird angestrebt. Tätig werden soll das Netzwerk zunächst in der Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, Montabaur, Ransbach-Baumbach, Selters, Wallmerod und Wirges. Gerne wollen die Aktiven des SBR-SÜW beispielsweise in Ortsgemeinderäten als Sachverständige mitwirken, wenn entsprechende Themen behandelt werden.

In dem SBR-SÜW sollen alle interessierten Bürger/innen aus den genannten Verbandsgemeinden und darüber hinaus mitarbeiten können. Die Weiterentwicklung des Netzwerkes wird in einer „Zukunftskommission“ erörtert. Dieser soll je ein/e Unterstützer/in aus allen beteiligten VGs angehören. Darüber sollen auch Vertreter/innen der Wohlfahrtsverbände, Förderschulen, Senioreneinrichtungen, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung sowie verschiedener Senioren- und Behinderteninitiativen einbezogen werden.



In regelmäßigen Aktionen und Veranstaltungen sollen die Ziele des Netzwerkes vorangebracht werden. Soweit möglich und sinnvoll, kann dabei mit geeigneten Kooperationspartnern wie einer Kommune, dem VdK oder anderen Organisationen und Vereinen zusammengearbeitet werden. „Wir müssen die oft geballte Lebenserfahrung, Kreativität und das Engagement der älteren und behinderten Menschen in jedem Einzelfall nutzen und in die Arbeit einbinden“, meint Uli Schmidt als Sprecher des Forums Soziale Gerechtigkeit. Er ist sicher, dass die Gestaltungsaufgaben Alter und Behinderung in Zeiten des demographischen Wandels sich auf lokaler Ebene wesentlich besser mit einem großen Netzwerk Betroffener gemeinsam lösen lassen. „Zudem sind die Potenziale und Schnittmengen der beiden Zielgruppen so groß, dass sie gemeinsam viel bewegen können“, so der Initiator hoffnungsvoll.

Bereits über interne Ansprachen haben sich vor einer ersten Veröffentlichung schon etwa 70 Wäller dazu bereiterklärt, den zu gründenden SBR im südlichen Westerwaldkreis zu unterstützen. Sobald sich die Pandemie verzieht, sollen erste Veranstaltungen und Treffen stattfinden. Wer in den Info-Mailverteiler aufgenommen werden will, kann sich gerne unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de melden. Alle erhalten dann eine Einladung zu den vorbereiteten Veranstaltungen. Natürlich dürfen sich auch diejenigen gerne melden, die das Vorhaben als Kooperationspartner oder Förderer unterstützen wollen. (PM)


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