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Nachricht vom 18.01.2021    

Erdgasumstellung: Geräte werden bald angepasst

Das Projekt „Erdgasumstellung im Westerwald“ tritt in diesem Jahr in die entscheidende Phase. Nachdem im Jahr 2019 die gasbetriebenen Geräte von Monteuren erfasst worden sind, geht es in diesem Jahr um die Anpassung der einzelnen Geräte.

Mit solchen Aufklebern sind die Geräte gekennzeichnet, die bereits erfasst wurden. Sie werden bald auf das neue H-Gas angepasst. Foto: Peerenboom/evm

Koblenz/Region. Dies ist notwendig, damit zum Beispiel Erdgasheizungen auch nach den Schaltterminen reibungslos und sicher funktionieren.

Bei den Energienetzen Mittelrhein (enm) laufen die Vorbereitungen für die Umstellung L-Gas auf H-Gas auf Hochtouren. „2019 haben die Monteure mehr als 30.000 Kunden im Netzgebiet Westerwald aufgesucht, um alle gasbetriebenen Geräte zu erfassen“, berichtet enm-Projektleiter Andreas Weiland. Auf Basis dieser Daten wurden die jeweils notwendigen Ersatzteile beschafft, die nun im nächsten Schritt in den Anlagen der Kunden eingebaut werden müssen. „Dies geschieht in der Regel vor dem jeweiligen Schalttermin, teilweise aber auch erst nach der Schaltung. Dies hängt vom jeweiligen Gerät ab“, so Weiland. Der erste Schalttermin steht am 4. Mai an. In Teilen der Verbandsgemeinde Montabaur steht die Schaltung hingegen erst im Jahr 2023 an; hier startet in diesen Tagen die Geräteerfassung.

Die Umstellung kommt nicht von ungefähr: Derzeit beliefert die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein (evm) die Kunden in der Region mit sogenanntem L-Gas aus deutschen und niederländischen Vorkommen. Deren Vorräte gehen zur Neige, sodass künftig H-Gas durch die Leitungen strömen wird, das im Wesentlichen aus norwegischen und russischen Quellen stammt. Da dieses eine andere Zusammensetzung hat, sind bei den meisten Geräten bei Erdgaskunden Anpassungen notwendig.



Bisher kein Monteurbesuch? Bitte melden!
Wer im Netzgebiet der enm wohnt und bisher noch keinen Monteur zu Besuch hatte, sollte sich dringend im Erdgasbüro melden. „Einige Bürger haben unseren Monteuren bisher nicht die Möglichkeit gegeben, die Geräte in Augenschein zu nehmen. Diese sollen sich möglichst umgehend melden, damit dieser Besuch nachgeholt werden kann“, erklärt Andreas Weiland. Ebenso sollten die Kunden melden, die in der Zwischenzeit ein Gerät gegen ein neues oder anderes ausgetauscht haben. Auch aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, dass alle Geräte an die neue Gasqualität angepasst werden. Die Kosten werden über eine spezielle, bundesweite Umlage refinanziert.

Wer Fragen zur Erdgasumstellung hat, kann sich an das eigens eingerichtete Erdgasbüro unter Telefon 0261 2999-60100 wenden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.enm.de/Erdgasumstellung. Fragen können auch per E-Mail an erdgasumstellung@enm.de gerichtet werden. (PM)


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