Werbung

Nachricht vom 21.12.2020    

Die Jugendarbeit im „Coronajahr“ in Hachenburg

Viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und der Wirtschaft sind in diesem Jahr durch die anhaltende Corona-Pandemie stark beeinträchtigt. Berichte, Gespräche und Diskussionen darüber sind allgegenwärtig. Aber was macht eigentlich die Offene Jugendarbeit in diesen Zeiten?

Jugend- und Kulturzentrum Hachenburg. Foto: VG Hachenburg

Hachenburg. Das Jugendzentrum Hachenburg hat sich von Beginn der Pandemie an den Herausforderungen, die für diesen Bereich entstanden sind, gestellt. Mit dem ersten Lockdown im März musste auch das Jugendzentrum schließen. Das Personal, einschließlich der beiden Freiwilligendienstler/innen bekam jedoch schnell die Aufgabe eines Bürgerdienstes, ein Hilfs- und Besorgungsdienst für Hachenburger Bürger/innen die beispielsweise Risikogruppen angehören.

Mit dem kurzfristig ins Leben gerufenen Online-Treff wurde ein virtueller Gesprächs- und Begegnungsraum geschaffen, welcher von den treuen Hachenburger Jugendlichen gerne wahrgenommen wurde um die Isolation zumindest zeitweise zu überbrücken.

Natürlich mussten auch im Juze viele Aktionen und Veranstaltungen abgesagt werden. Darunter war leider auch die Aufführung eines aufwendig vorbereiteten Tanz- und Theaterprojektes mit dem Namen „Rinaldo 5.0“, ein Bühnenstück. Die Proben der Jugendlichen dazu, begleitet durch ein professionelles Team bestehend aus zwei Tanz- und Theaterpädagoginnen, dem Schauspieler Christoph Bautz und Teilen des Juze-Teams, wurden kurz vor der Bühnenreife des Stückes jäh gestoppt. Fest entschlossen sich diesem Schicksal nicht einfach zu beugen, wurden die Proben kurzerhand ins Internet verlegt und das gesamte Projekt zu einem aus einzeln mitgeschnittenen Videokonferenz-Szenen professionell zusammengeschnittenen Filmprojekt umfunktioniert. Statt Bühnenaufführung wurde Mitte August eine Filmpremiere im Kinosaal des Cinexx Hachenburg einem begeisterten Publikum vorgeführt (Trailer: https://vimeo.com/455695424). Hier zahlte sich aus, dass das Juze-Team im Bereich Medien geschult und zertifiziert ist und mittlerweile mit Kamera- und Medientechnik gut ausgestattet ist. Eine Reihe von spannenden Videoprojekten konnten so bereits erfolgreich umgesetzt werden.

Als im Juni das Jugendzentrum wieder öffnen konnte, kam ein eigens dafür gedrehtes Infovideo mit den Einschränkungen und Regelungen zum Einsatz, welche das Team in einem ausgefeilten Hygienekonzept entwickelt hatte.

Angepasste Hygienekonzepte mussten auch für andere Aktionen des Jugendzentrums entwickelt werden. So gab es anstelle des Ferienspaßes eine Feriennotbetreuung, die in Kleingruppen dezentral an verschieden Orten durchgeführt wurde und auch das beliebte Spielmobil, mit dem Michael Weber die Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde nach Vereinbarung zu spaßigen Spielenachmittagen besucht, konnte unter Einhaltung besonderer Regeln stattfinden. Sogar eine Ferienfreizeit nach Freiburg und eine Kanutour auf der Lahn wurden so im Rahmen der Einschränkungen möglich.



Herausragend für viele der Jugendlichen war in diesem Jahr die große „Foto-Fun-Challenge“. Gefördert von der Kreisjugendpflege des Westerwaldkreises und „gemanagt“ durch die beiden Freiwilligendienstler/innen, bestritten ganze neun Corona-gerecht zusammengestellte Gruppen selbstorganisiert eine Reihe von Aufgaben mit Foto- oder Videoarrangements, wobei die ausgefallensten Ideen und kreativsten Umsetzungen anschließend die höchste Wertung erhielten.

Zur großen Freude des Juze-Teams konnten auch einige Kooperationen trotz der Einschränkungen in diesem Jahr stattfinden. So konnte als Ersatz für die Teilnahme an einer ausgefallenen Großveranstaltung in Kooperation mit dem Suchtbeauftragten der Diakonie Westerwald, Reiner Kuhmann, ein „Fun Run“, also ein Hindernislauf mit vielen ausgefallenen Stationen in und um Hachenburg mit Ziel im Löwenbad mit aufwendigem Hygienekonzept entwickelt und umgesetzt werden. Die Rückmeldung einer Teilnehmerin: “Ihr gebt uns ein Stück Normalität zurück“ macht deutlich, wie wichtig die Aktionen für Kinder und Jugendliche in dieser schwierigen Zeit sind. Auch Kooperation wie etwa die mit dem Cinexx Hachenburg mit themenbezogenen Filmreihen für Jugendliche oder mit der Jugendkunstschule Altenkirchen fanden, so weit möglich, weiter statt.

Das wichtigste aber ist, dass das Jugendzentrum Hachenburg als Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche offen und erreichbar war und ist. Neben den regelmäßigen Angeboten, die auch in der Coronazeit stattfinden konnten, wie Kinder-, Mädchen- und Jungstage oder der beliebte „Open Friday“, sind es vor allem die intensive Einzelfallhilfe bei individuellen persönlichen Problemen oder die Hilfestellung bei Fragen zu Ausbildung und Beruf oder bei Bewerbungen, die für viele junge Menschen in der Verbandsgemeinde Hachenburg unverzichtbar sind. (PM)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Hachenburg auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Eichhörnchen verursacht Stromausfall in Willmenrod

Willmenrod. In Willmenrod kam es am Montag, dem 6. Dezember, um 9.33 Uhr zu einem Stromausfall. Grund war ein Eichhörnchen, ...

Zeugenaufruf: Schwerer Verkehrsunfall mit drei verletzten Personen bei Großholbach

Großholbach. Am Sonntag, dem 5. Dezember, gegen 18:10 Uhr ereignete sich auf der L318, Gemarkung Großholbach, ein schwerer ...

30.000 Euro zu Nikolaus ins Ahrtal gebracht

Region. “Wir unterstützen keine Einzelpersonen, da es nicht immer eindeutig ist, ob wirklich eine Bedürftigkeit da ist“, ...

Einkauf, aber keine "Weihnachtsstube" am Wiesensee

Stahlhofen am Wiesensee. Zum Einkaufen von Geschenken kann die Zeit vor Heiligabend aber dennoch genutzt werden! Gewürzsalze, ...

Nicole nörgelt - über unpraktische Adventskalender-Ideen

Ohja, jetzt wird es makaber: Schauen wir mal kurz über die Grenzen des schönen Westerwalds gen Osten, genauer gesagt nach ...

Große Baufortschritte am neuen Feuerwehrgerätehaus in Krümmel

Krümmel. Nach dem Erwerb einer ehemals gewerblich genutzten Halle in Krümmel – durch die Verbandsgemeinde Selters unter Beteiligung ...

Weitere Artikel


Neuer Rekord: 800. Geburt im Standesamt Hachenburg registriert

Hachenburg. Es ist die höchste Anzahl an Geburten, die jemals im Standesamt Hachenburg erfasst wurde. Die Rekordzahl setzt ...

Fahrzeugübergabe und Amtseinführung bei der Feuerwehr Mündersbach

Mündersbach. Besteht doch sonst großes Interesse aus den Reihen Feuerwehrmitglieder und der Bevölkerung, konnte dies nur ...

Steinigers Küchengruß: Raclette zum Fest – wie wäre es mit einer veganen Pfännchen-Pizza?

Marienthal/Seelbach. Ein Tisch voll von herrlichen Zutaten, in der Mitte ein Raclette-Grill, dazu bekommt jeder sein eigenes ...

Ein tierisches Dankeschön für Zoo-Spende

Neuwied. „Da aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr sowohl das Sommerfest als auch die Weihnachtsfeier für die Firma ...

VG-Rat Hachenburg stellt Weichen für das Jahr 2021

Hachenburg. Die Sitzung wurde dadurch möglichst kurz gestaltet, an dieser Stelle werden dennoch die wesentlichen Punkte des ...

NABU und Entwicklungsverband Seenplatte erarbeiten Konzept

Hachenburg. Hierzu waren auf Einladung des Verbandsvorstehers, Bürgermeister Peter Klöckner, die Vorsitzende des NABU Rheinland-Pfalz, ...

Werbung