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Nachricht vom 07.12.2020    

Das Geschenk zum zweiten Advent: Thrillerautor Horst Eckert

Statt in Enspel vor großem und vor wirklich anwesendem Publikum zu lesen, hat sich der bekannte Autor Horst Eckert (Düsseldorf) auf ein anderes Projekt eingelassen: Filmaufnahmen in der Alten Schmiede im Stöffel-Park. Das Video steht jetzt und hier allen interessierten Menschen zur Verfügung! Mit Heinz Fischer im Gespräch erzählt der renommierte Autor von seinem neuesten Buch „Im Namen der Lüge“ und liest auch aus seinem Politthriller vor.

Aufn Stöffel: Horst Eckert signiert. Fotos: Tatjana Steindorf

Enspel. Dreharbeiten in der Alten Schmiede
Zurückhaltend und aufmerksam, so wirkt der „Großmeister des deutschen Politthrillers (Zitat hr2 Kultur). Professionell fügt er sich den Erfordernissen der Videoaufnahmen und muss auf die unmittelbare Reaktion seiner Zuhörer dieses Mal verzichten. Selbst mit Atemschutzmasken waren Livelesungen für ihn noch ein Gewinn, sagt er. Nun aber, die Corona-Pandemie macht es nötig, wird als Alternative in Enspel ein kleiner Film produziert.

Der Dreh mit dem Filmer Jörg Sartorius (Puderbach) verläuft optimal. Und auch Heinz Fischer (bekannt durch die Westerburger Gespräche) zeigt bei den Aufnahmen Talent fürs Fernsehen.

Die Idee und Ausführung zum Videofilm war eine spontane Entscheidung. Er soll Künstler und Publikum nun per Smartphone oder PC zusammenbringen. Die Zuschauer sollten sich bewusst Zeit dafür nehmen. Nur so können sie das Geschenk richtig genießen.

Hier ist das Geschenk
Diese Lesung kommt zu jedem aufs Handy, auf den PC... So einfach kann man eine rund 30-minütige Pause genießen und dabei Kultur tanken.



Zum Buch
So viel darf verraten werden: „Im Namen der Lüge“ ist gute Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt. Das Buch liest sich flüssig, nimmt überraschende Wendungen und hält den Leser in Atem.

Die Helden bleiben menschlich. Es tauschen rechte und linke Extremisten auf, ebenso der Verfassungsschutz... Doch nicht alles ist, wie man denkt, nicht einmal die „Täter“. Der Autor umgeht gekonnt Schubkästchen und fühlt sich in seine Personen ein. Seine Erfahrungen als Journalist und gelernter Politologe finden sich unverkennbar in seinem literarischen Werk. Bei Themen, die er verarbeitet, informiert er sich gerne bei Experten, sagt er, und das merkt man. Eckert baut Geschehnisse aus unserer Zeit ein. Sein Roman hat trotz aller Fantasie mit unserer Gesellschaft, unserem Leben zu tun.



Übrigens gehört er nicht zu den Autoren, die mit gewaltvollen Bildern fesseln wollen. Eckert kommentiert das so: „Wichtig ist, was im Kopf des Lesers vorgeht, da kann es eklig werden, nicht auf dem Papier.“

Zum Autor
Horst Eckert ist 1959 in Weiden in der Oberpfalz geboren. Er studierte in Erlangen und Berlin, machte seinen Abschluss als Diplompolitologe. Es folgten Jobs als Bierschlepper und Fahrstuhlführer, aber auch als Hospitant im Berliner ZDF-Studio. 1987 zog er nach Düsseldorf um, der Liebe wegen.

15 Jahre war er Fernsehreporter – unter anderem WDR-Regionalfernsehen, Tagesschau, Vox, RTL-Nachtjournal – seitdem ist er freier Schriftsteller. Sein 17. Roman wird im März 2021 erscheinen: „Die Stunde der Wut“.

Eckert und der Fußball-Krimi
Vor 17 Jahren war Horst Eckert übrigens schon im Westerwald im Einsatz: als Fußballer! Damals trat Rudolf Scharping in der Gegenmannschaft an, erzählt er. Kaum zu glauben, aber wahr, denn es handelte sich dabei um ein Rahmenprogramm zur großartigen Criminale 2003, die in den Verbandsgemeinden Westerburg und Rennerod stattfand.

Zum guten Schluss
Die Aufnahmen verliefen unter Beachtung der Schutzmaßnahmen und in Absprache mit dem Gesundheitsamt. Jörg Sartorius bekam dieses Mal Unterstützung von Rainer Claaßen. Beide kooperieren auch bei Podcast-Aufnahmen.

Der Stöffel-Park mit Martin Rudolph und das Kulturbüro der VG Westerburg mit Johannes Schmidt wünschen allen eine schöne zweite Adventwoche! (Tatjana Steindorf)


Mehr zum Thema:    Coronavirus   
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