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Nachricht vom 03.12.2020    

Baumeister des Klassizismus in Nassau: Eduard Philipp Wolff

Landbaumeister Eberhard Philipp Wolff (1773–1843) hat im gesamten Gebiet des früheren Herzogtums Nassau – vom Taunus bis zu Westerwald und Siegerland – zahlreiche Spuren hinterlassen. Während das Werk anderer Baumeister des Klassizismus in Nassau bereits weitgehend erforscht ist, blieb Wolff bisher weniger beachtet. Diesem Mangel will das vorliegende Buch abhelfen.

Buchtitel. Foto: Verlag

Wiesbaden/Region. Mit seinem Wirken in Nassau hat Wolff das bauliche Erscheinungsbild vieler Städte und Dörfer geprägt. Seine Kirchen sind keine monumentalen Prachtbauten, waren aber dank ihrer eher schlichten Formen im klassizistischen Baustil für kleinere Landgemeinden bezahlbar. Wolff errichtete Amts- und Rathäuser, Schulen und Pfarrhäuser. Als Uferbaumeister trug Wolff Verantwortung für den Wasser- und Uferbau an den schiffbaren Flüssen Rhein, Lahn und Main. Für Orte, die nach Großbränden wieder aufzubauen waren – in der damaligen Zeit leider keine Seltenheit – oder in denen neue Baulinien erschlossen werden sollten, legte er Planungen vor, die bis heute im Ortsbild erkennbar sind. In der Haupt- und Residenzstadt Wiesbaden zählen das 1827 errichtete Hoftheater vor dem Sonnenberger Tor und die klassizistische Bebauung an der Ostseite des Luisenplatzes zu seinen Hauptwerken.

Die großzügig bebilderte Darstellung – darunter zahlreiche bisher nie gezeigte Pläne – dokumentiert die Lebensleistung eines Baumeisters im Landesdienst zwischen 1800 und 1840. Für die regional- und lokalhistorische Forschung im Nassauer Land enthält das Buch neue Erkenntnisse und viele Detailinformationen, die durch ein Personen- und Ortsregister erschlossen sind.

Das Buch ist über den Buchhandel zu beziehen. Hans-Joachim Häbel: Eberhard Philipp Wolff (1773–1843) – Baumeister des Klassizismus in Nassau. Wiesbaden 2020. ISBN 978-3-930221-40-0. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau 93). Einführungspreis bis zum 31. Januar 2021: 35 Euro, danach 42 Euro. (PM)


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