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Nachricht vom 02.12.2020    

VG Hachenburg erarbeitet Radverkehrskonzept

Mit einem attraktiven und alltagstauglichen Radwegnetz, das die Gemeinden der VG Hachenburg mit kurzen, schnellen Fahrradrouten verbinden soll, ist die Verbandsgemeinde wieder einmal Vorreiter beziehungsweise „Vorfahrer“. In Zeiten, in denen immer mehr Menschen auf den - meist elektrobetriebenen - Drahtesel kommen und das Auto öfter mal zu Hause lassen, will die Verbandsgemeinde mit dem Radwegenetz ein weiteres Projekt aus ihrem 2016 beschlossenen Klimaschutzkonzept verwirklichen.

V.l.n.r.: Bürgermeister Peter Klöckner, Armin Teutsch (Bauverwaltung), Marcus Parac (Planungsbüro Stadt-Land-plus), Erste Beigeordnete Gabriele Greis, Klimaschutzmanager Henrik Lütkemeier

Hachenburg. Ziel ist es, die Orte der VG mit effektiven und ansprechenden Wegen zu vernetzen, so dass gerade Berufstätige, die innerhalb der VG leben und arbeiten, öfters mal aufs Rad steigen, um zur Arbeit zu pendeln.

Zunächst sollen die unmittelbar an die Stadt Hachenburg angrenzenden Gemeinden mit hoher Einwohnerzahl und Gewerbegebieten vernetzt werden, das Ziel sei jedoch, ein weitverwobenes Netz zu schaffen, das alle Orte der VG mit Radwegen verbindet, so Bürgermeister Peter Klöckner und Gabriele Greis, Erste Beigeordnete der VG Hachenburg, die das innovative Konzept jetzt vorstellten.

Damit wird der hohen Quote an fahrradbegeisterten Wällern Rechnung getragen, die sich eine solche Vernetzung für den täglichen Gebrauch wünschen.

Laut Umfrage besitzen bereits 43 Prozent der Bürger in der VG Hachenburg ein E-Bike oder planen sich demnächst eins anzuschaffen. Damit sind sie dem Bundesdurchschnitt weit voraus.

Und das will die VG natürlich gerne unterstützen. „Mit der klimafreundlichsten und nachhaltigsten Art der Fortbewegung tun Radfahrer nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch ihrer eigenen Gesundheit, sozusagen eine win-win-Situation“, betont Greis.

Die VG Hachenburg verfüge bereits über ein gut ausgebautes Radwegenetz, das sowohl touristische Highlights als auch die einzigartige Natur des Westerwaldes erschließe.

Dies soll nun erweitert werden, um auch den alltäglichen Weg von A nach B umweltfreundlicher zu gestalten.

Das Projekt wird sich in einem geschätzten Kostenrahmen von etwa 2 Millionen Euro bewegen, und hat Chancen auf eine 80-prozentige Förderung des Bundes.

Sobald ein positiver Bescheid für die nun vorliegende Konzeptstudie vorliegt und das Projekt grünes Licht bekommt, können sich die Bürger bei einer groß angelegten Bürgerbeteiligung mit ihren Ideen und Vorstellungen einbringen. Diese fließen dann in die abschließenden Beratungen und Entscheidungen in den kommunalen Gremien ein.

Danach können für Teilabschnitte mit noch festzulegenden Priorisierungen Einzelförderungen und Genehmigungen erteilt werden.

Bei der Erstellung des Konzeptes arbeiteten Armin Teutsch, zuständiger Planer für Radwege bei der Bauverwaltung der VG und Marcus Parac vom Planungsbüro Stadt-Land-plus, das langjährige Erfolge bei der Planung von Radwegen in ganz Rheinland-Pfalz vorweist, eng zusammen.

Mit der der Realisierung der ersten Baumaßnahmen wird im Sommer 2022 gerechnet.

Noch schneller soll es mit dem Radweg Hachenburg – Höchstenbach gehen.

Hier befinde man sich schon nach langen Jahren der Vorbereitung auf der „Zielgeraden“, so dass ein Baubeginn im nächsten Jahr realistisch erscheint.

Dass die Verbandsgemeinde Hachenburg sich nicht erst seit gestern Nachhaltigkeit, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben hat, belegen eindrucksvolle Projekte wie das Nahwärmenetz, Windkraft- und Photovoltaikanlagen, die seit Jahren mit gutem Beispiel vorangehen.

Das alltagstaugliche und klimaneutrale Beförderungskonzept ist die logische Fortführung des erfolgreichen Klimaschutzkonzeptes. Denn dass sich in Zeiten von Klimawandel und überfüllten Straßen die Verkehrspolitik mittel- und langfristig ändern muss, liegt auf der Hand, betont Henrik Lütkemeier, der Klimaschutzmanager der VG Hachenburg.

Die Zukunft liege in gut ausgebauten Radwegen, über die man beispielsweise von Höchstenbach sicher und in kurzer Zeit nach Hachenburg komme.

Der nächste Schritt sind dann sichere Radabstellmöglichkeiten an Verkehrsknotenpunkten wie Bushaltestellen oder Bahnhöfen, um auch den ÖPNV mit einzubeziehen. (PM)


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