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Nachricht vom 27.11.2020    

Frauenhaus Westerwald: Lichter gegen Gewalt

Auch im Jahr 2020 findet die Spendenaktion Lichter gegen Gewalt des Frauenhauses Westerwald statt. Durch diese Aktion soll das Projekt „Gegen die Angst – Nachsorge für Kinder bei häuslicher Gewalt“ unterstützt und somit weitergeführt werden.

Symbolfoto

Hachenburg. Kinder und Jugendliche die in gewaltgeprägten Familien groß werden, sind immer von Gewalt betroffen, sei es, dass sie selbst Opfer von Gewalt waren oder die physischen und psychischen Gewalttaten gegenüber der Mutter miterlebt haben. Die Auswirkungen von Gewalt an Kinder und Jugendliche sind vielfältig, sie reichen von Schlafstörungen, Schulschwierigkeiten, Entwicklungsverzögerungen, einem verringerten Selbstwertgefühl, Aggressivität und Ängstlichkeit bis hin zu psychologischen Traumata. Zudem laufen Mädchen Gefahr in ihrem späteren Leben selbst zum Opfer oder aber Jungen zu Tätern zu werden. Aus diesen Gründen ist eine Unterstützung der Kinder, die hilft, die Gewalterfahrung zu verarbeiten und die Gewaltkreisläufe zu unterbrechen, zwingend notwendig, damit die Kinder in ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben starten können.

Das Frauenhaus Westerwald bietet seit über 26 Jahren, Frauen und ihren Kindern, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind Schutz, Hilfe und Unterstützung. Ein zentraler Schwerpunkt dieser Unterstützung liegt auf den Kindern als Zielgruppe der pädagogischen Frauenhausarbeit.

Die Kinder die mit ihren Müttern im Frauenhaus leben, benötigen gesonderten Schutz und Betreuung sowie pädagogische Angebote und Unterstützung, damit spezifische Belastungen erkannt und Lösungswege gefunden werden können. Es gibt für die Kinder die Möglichkeit, Gewalterfahrungen aufzuarbeiten, die Bindung zu ihren Müttern und anderen Bezugspersonen zu festigen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Ziel ist es dabei die Mädchen und Jungen zu stabilisieren, die Durchbrechung von Gewaltkreisläufen, der Abbau von geschlechtsspezifischen Rollenverhalten und eine altersgerechte Sicherheitsplanung. Umgesetzt wird dies nicht nur in der Einzel- oder Gruppenarbeit, sondern durch gezielte Angebote, bei denen es um die Förderung der Resilienz, der Kommunikationsfähigkeit und das Lösen von Konflikten geht. Diese Arbeit stellt die Kinder und Jugendlichen mit ihren individuellen Bedürfnissen und erlebten Gewalterfahrungen in den Mittelpunkt und orientiert sich an diesen.

Diese gesonderte Betreuung und Unterstützung werden auch über den Aufenthalt im Frauenhaus hinaus angeboten. Ein Auszug aus dem Frauenhaus bedeutet nicht, dass die Kinder all ihre Probleme und Erlebnisse verarbeitet haben. Der Auszug stellt die Kinder häufig vor neue Probleme und Herausforderungen. An diesem Punkt knüpft die Nachbetreuung des Frauenhauses an. Durch gemeinsame Treffen, Aktionen und Angebote wird die schon geleistete pädagogische Unterstützung weitergeführt und ausgebaut. Leider zählt die nachgehende Betreuung von Kindern und Jugendlichen nicht zu den originären Aufgaben eines Frauenhauses und muss über Spenden finanziert werden.

Durch die Unterstützung der Spendenaktion Lichter gegen Gewalt, kann das Weiterbestehen des Projekts „Gegen die Angst – Nachsorge für Kinder bei häuslicher Gewalt“ sichergestellt werden. Nur so erhalten die Kinder und Jugendlichen die Chance auf eine gewaltfreie Zukunft.

Als Dank für jede Spende wird eine Kerze an einem Weihnachtsbaum in der Fußgängerzone in Hachenburg leuchten. Die Kerzen wurden dieses Jahr vom Institut für Bildung & Beruf (IBB) Hachenburg hergestellt. Jede Kerze wird, falls erwünscht, mit Namen der Spenderin/des Spenders versehen. (PM)

Frauen für Frauen e.V.
Spendenkonto DE03 5739 1800 0050 7828 08
BIC GENODE51WW1


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