Werbung

Nachricht vom 24.11.2020    

Gabriele Greis legt Kreistagsmandat und Fraktionsvorsitz nieder

Mit ihrer Kandidatur für das Amt der Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Hachenburg hat sich die amtierende Fraktionsvorsitzende der SPD im Westerwälder Kreistag, Gabriele Greis, entschieden, sich auf die anstehende Bürgermeisterwahl zu konzentrieren und Kreistagsmandat sowie Fraktionsvorsitz niederzulegen.

Gabriele Greis. Foto: privat

Hachenburg. „Es ist eine gut überlegte Entscheidung, die ich nicht ohne Bedauern so getroffen habe. Aber ich habe ein großes kommunalpolitisches Ziel vor mir, für das ich meine Kräfte bündeln will“, so Greis. „Wenn ich mich entscheide, eine Herausforderung anzunehmen, dann tue ich das ganz – oder gar nicht.“

Auf die zurückliegenden Jahre im Westerwälder Kreistag blickt sie mit Zufriedenheit zurück. Die seit vielen Jahren vorgetragene Forderung der Sozialdemokraten an den Kreistag, den Kreisstraßenbau nicht nur auf den Streckenabschnitten, die vom Land kofinanziert werden, voranzutreiben, sondern auch da, wo Straßen besonders marode sind, auch ohne Landeszuschuss kreiseigenes Geld in die Hand zu nehmen, findet in den nächsten Jahren Berücksichtigung. Wäre man dem Vorschlag der SPD schon früher gefolgt, wäre das Kreisstraßennetz nicht so desolat wie es viele „Wäller“ heute kennen.

Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde die ärztliche Versorgung im Westerwaldkreis thematisiert. Eine Anhörung im Kreistag legte offen, wie viele „Baustellen“ hier abzuarbeiten sind, damit den Westerwälderinnen und Westerwäldern auch in Zukunft eine qualifizierte medizinische Betreuung und Pflege ermöglicht wird.

Ebenso notwendig, wenngleich auch bisher vom Ergebnis ernüchternd war die von der SPD geforderte Anhörung zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs im Westerwald. Mit einem neuen Gesetz des Landes kommt nun endlich Bewegung in das Thema. Ein guter öffentlicher Personennahverkehr ist auch ein guter Beitrag zu mehr Klimaschutz.
Besonders die beschlossene Einführung eines Klimaschutzkonzeptes und die Einstellung eines Klimaschutzmanagers für den Westerwaldkreis tragen eindeutig die Handschrift der Vorsitzenden der Kreistagsfraktion Gabriele Greis. „Das war eines unserer Ziele im letzten Kommunalwahlkampf und ich bin sehr froh, dass wir es erreicht haben. Das wird den Westerwaldkreis ein gutes Stück nachhaltiger und zukunftsfester machen.“

Die weitere Arbeit der Fraktion sieht Greis in guten Händen. Zunächst wird der Fraktionsvorsitz von den beiden Stellvertretern Tanja Machalet und Thomas Mockenhaupt übernommen, bevor dann – nachdem der Nachfolger innerhalb der Fraktion feststeht – die oder der Vorsitzende neu gewählt wird.



„Ich bin überzeugt davon, dass wir unsere gute Arbeit für den Westerwaldkreis als SPD weiter mit Elan und Engagement fortsetzen werden. Es kommt entscheidend darauf an, dass man als Partei in der Bevölkerung das Vertrauen genießt, mit Beharrlichkeit, Charakterstärke und Rückgrat politische Ziele erfolgreich zu verfolgen.“

So soll es nun mit Gabriele Greis als zukünftiger Bürgermeisterin in der Verbandsgemeinde Hachenburg weitergehen.

Als hauptamtliche Erste Beigeordnete steht sie seit Jahren erfolgreich für die verschiedensten Themenfelder der Verbandsgemeinde Hachenburg in Verantwortung. Die Aufgaben umfassen von der Feuerwehr, der Bildungsarbeit als Schulträger bis hin zur Kultur und der professionellen Tourismusarbeit die verschiedensten Bereiche. Auch die Verbandsgemeindewerke mit den Betriebszweigen Wasser, Abwasser, Energieversorgung und Löwenbad zählen zum Geschäftsbereich der Ersten Beigeordneten.

Klimaschutz ist für Greis alles andere als ein dem Zeitgeist geschuldetes Lippenbekenntnis. Bereits unmittelbar nach ihrem Studium hat sie sich Anfang der 2000er Jahre des Themas am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie im Rahmen der Mitarbeit an verschiedenen Studien und Forschungsprojekten gewidmet. Es erfüllt sie mit Zufriedenheit und Stolz, dass der im Westerwaldkreis einmalige Betriebszweig „Energieversorgung“ in Hachenburg während ihrer Amtszeit gegründet wurde.

Auf jeden Fall behalten will die engagierte Kommunalpolitikerin auch nach der Wahl ihr Amt als Ortsbürgermeisterin. „Ich schätze die direkte Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern und denke, dass es als Verbandsbürgermeisterin sehr zuträglich ist, den Blickwinkel der Ortsgemeinden „von innen“ zu kennen.“ (PM)


Mehr zum Thema:    SPD   
Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Hachenburg auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Corona im Westerwaldkreis: Inzidenzwert auf 84,7 gesunken

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Sonntag, den 16. Mai 7.079 (+20) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell laut Gesundheitsamt 424 aktiv Infizierte, davon 313 Mutationen. Lockerungen rücken immer näher.


Die Sporkenburg: Eine spätmittelalterliche Burgruine im Westerwald

Eine besonders beeindruckende Burgruine ist die Sporkenburg. Rund ein Kilometer südlich von Eitelborn ragen die Überreste der spätmittelalterlichen Burg hoch aus dem Wald hinaus. Ein Besuch lohnt sich definitiv, denn es gibt auch heute noch sehr viel in den alten Gemäuern zu entdecken.


Autobahnpolizei Montabaur zog Fahrer auf A 3 aus dem Verkehr

Im Zuge von allgemeinen Verkehrskontrollen auf der Autobahn wurden an dem Wochenende 14. bis 16. Mai bei mehreren Verkehrsteilnehmern Alkohol- und Drogenbeeinflussung festgestellt. Die Weiterfahrt wurde jeweils untersagt. Zudem werden Zeugen für Diebstahl von Absicherungsmaterial gesucht.


Corona im Westerwaldkreis: Inzidenzwert bleibt unter 100

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Samstag, den 15. Mai 7.059 (+10) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell laut Gesundheitsamt 405 aktiv Infizierte, davon 309 Mutationen. Lockerungen rücken näher.


Nicole nörgelt… über Bräute, Gemeinschaften und nervige, kleine Dinge

GLOSSE | Steht eine Braut alleine vor dem Altar… So würde normalerweise ein echt fieser Witz anfangen. Normalerweise. Denn eigentlich müsste das dieser Tage überall die Realität sein. Gut, der Bräutigam und der Pfarrer oder Standesbeamte dürften wohl auch noch dabei sein, aber dann wird es schon eng. Zumindest, wenn man sich um dieses kleine, nervige Ding schert. Wie heißt das noch gleich?




Aktuelle Artikel aus der Politik


Jugendliche nach Corona zu den Vereinen zurückholen

Wirges. Schnell wurde klar, dass Befürchtungen bestehen, dass viele Jugendliche nach über einem Jahr Corona nicht wieder ...

Kindertagesstätte Staudt neu im Bundesprogramm „Sprach-Kitas"

Berlin/Montabaur. Dr. Andreas Nick MdB: „Die sprachliche Entwicklung eines Kindes ist von besonderer Bedeutung für den weiteren ...

Impulse digital „Jugendarbeit in Corona-Zeiten und danach?“

Montabaur. Gesprächspartner des als Videokonferenz durchgeführten Dialogs sind Vertreter/innen der Kommunalen Jugendzentren ...

Ortsgemeinderat Caan verabschiedete Haushalt 2021

Caan. „Gerade in Corona-Zeiten und deren Auflagen bewährt sich dieses Umlaufverfahren. Hierbei muss eine Vorlage erarbeitet ...

Mörlen erhält 45.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm

Mörlen. Für den Abriss und die Entsorgung der Brandruine in der Ortsmitte, bei dem förderfähige Kosten von rund 73.000 Euro ...

Sanitätsdienst der Bundeswehr als eigenständige Organisationseinheit erhalten

Berlin/Montabaur. In diesem Zusammenhang hat sich Andreas Nick in einem persönlichen Schreiben an die Verteidigungsministerin ...

Weitere Artikel


Landwirte und Handelsketten im Schlagabtausch über Preise

Region. Die vier Handelsketten hatten sich in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über Aussagen von Julia Klöckner ...

Gemeinsame Polizei-Kontrolle zur Bekämpfung von Einbruch und Diebstahl

Höhr-Grenzhausen. Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung der Eigentumskriminalität, insbesondere der Verhinderung von Wohnungseinbrüchen. ...

IHK mit Pilotprojekt „City Guide für Montabaur“

Montabaur. Der „City Guide“ wurde von der IHK in Zusammenarbeit mit City Manager Josef Schüller erarbeitet und soll als gelungenes ...

Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen

Neuwied. Der seit 1981 von den Vereinten Nationen erklärte 25. November zum „Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen“ ...

Instandsetzungsarbeiten an der Kalterbachtalbrücke bei Neuhäusel

Neuhäusel. Die 2005 errichtete Kalterbachtalbrücke überführt die Bundesstraße 49 über das Kalterbachtal in Neuhäusel im Landkreis ...

Erste Sanierungsarbeiten auf dem Friedhof im Steinweg fertig gestellt

Hachenburg. So wurden marode Bereiche des Daches aufwendig saniert. Dazu gehörte unter anderem die Nivellierung der südlichen ...

Werbung