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Nachricht vom 24.11.2020    

Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen

Corona-bedingt entfallen in diesem November die Infostände anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November in Neuwied, Asbach und Linz. Gleichsam betonen die Mitglieder des Bündnisses gegen Gewalt die Wichtigkeit des Themas, da die Fallzahlen unter anderem in der Interventionsstelle steigen.

Symbolfoto

Neuwied. Der seit 1981 von den Vereinten Nationen erklärte 25. November zum „Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen“ ist seit vielen Jahren Anlass für das Neuwieder Bündnis gegen Gewalt, mit Infoständen auf das Thema und die bestehenden Hilfeeinrichtungen im Landkreis aufmerksam zu machen. Der Tag geht zurück auf die Ermordung der Schwestern Minerva, Patria und Maria Teresa Mirabal in der Dominikanischen Republik, die dem Geheimdienst des Diktator Trujillo zum Opfer fielen.

Dem Neuwieder Bündnis gehören der Caritasverband Neuwied – Interventionsstelle, das Diakonische Werk – Beratungsstellen des Evangelischen Kirchenkreises Wied, die Evangelische Frauenhilfe Kreisverband Wied e.V., der Verein Trotzdem / Lichtblick e.V. Verein gegen sexuellen Missbrauch / Frauennotruf, die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Neuwied, die Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V., die Jugendämter der Stadt und des Landkreises Neuwied, die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands Neuwied, der Kinderschutzdienst Neuwied, die Lebensberatung Neuwied Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Bistums Trier, die Polizei und der Weiße Ring e.V. – gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten, Außenstelle Neuwied an.

Das gemeinsame Ziel ist es die Hilfestruktur für Opfer zu verbessern und über das Thema und die Hilfeeinrichtungen zu informieren. Gerade auch die Interventionsstelle der Caritas, welche die Opfer von sogenannten häuslicher Gewalt berät, vermeldet steigende Fallzahlen. So ist der Jahresdurchschnitt von 130 Fällen nun schon Ende Oktober erreicht und in über 70 Prozent der Fälle leben minderjährige Kinder im Haushalt. „Ob der Anstieg der Fallzahlen auf Corona zurückzuführen ist oder aber auf die wachsende Berichterstattung zu diesem Thema ist nicht ganz auszumachen“, so die Mitarbeiterin der Interventionsstelle vom Caritasverband, „Fakt ist jedoch, dass es zwischen Gewalt und empfundenem Stress einen Zusammenhang gibt. Und die Pandemie ist für viele Menschen ein zusätzlicher Stressfaktor, mit steigender Tendenz“.



Für die Mitglieder des Neuwieder Bündnisses gegen Gewalt steht fest: Häusliche Gewalt ist kein Schicksal, Gewalt kommt in allen sozialen Schichten vor, jede vierte Frau in Deutschland berichtet, wenigsten einmal von Gewalt in der Ehe, Partnerschaft oder Familie betroffen gewesen zu sein. Gewalt ist nie privat, Gewalt wiederholt und steigert sich! Deshalb ermutigt das Bündnis alle Betroffenen sich Hilfe und Beratung zu suchen und hofft, dass immer mehr Menschen nicht wegschauen, wenn in ihrem Umfeld Gewalt geschieht.

Die Interventionsstelle ist zu erreichen unter: 0 26 31 – 98 75 52. Weitere Hilfeeinrichtungen finden Sie hier.




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