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Nachricht vom 22.11.2020    

Dreiste Betrüger nutzen die Corona-Krise für ihre Zwecke

Das Polizeipräsidium Koblenz warnt vor einer neuen Betrugsmasche, die in der letzten Woche im Präsidialbereich angewandt wurde: Angebliche Krankenhausärzte teilen den meist lebensälteren Angerufenen mit, dass ein naher Verwandter von ihnen schwer an Covid 19 erkrankt sei und dringend Medikamente benötige. Diese Medikamente seien sehr teuer und würden nicht von der Krankenkasse bezahlt oder die dringend benötigten Medikamente müssten mittels Hubschrauber eingeflogen werden.

Symbolfoto

Koblenz. Die Angerufenen werden dann in der Regel gefragt, ob sie diese hohen Kosten übernehmen oder das Geld vorstrecken könnten. In einem Fall wurde sogar angeboten, dass man den Überbringer des Geldes mit einem Krankenwagen abholt.

In solchen Fällen beachten Sie bitte folgende Tipps der Polizei:
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
- Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
- Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
- Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehende Personen.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
- Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
- Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
- Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
- Bewahren Sie Ihre Wertsachen, zum Beispiel höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.




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Weiteres unter:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/
(PM Polizeipräsidium Koblenz)


Mehr dazu:   Blaulicht  
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