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Nachricht vom 22.11.2020    

Deichstadtvolleys im Saarland erfolgreich

Mit 3 Punkten im Gepäck kehrten die Damen des VC Neuwied am späten Samstagabend von der Saar an den Rhein zurück. In der „Grünen Hölle“ in Holz war man mit 3:0 Sätzen (17, 23, 22) erfolgreich geblieben. Es war eines jener Spiele, die man als etwas holprig bezeichnet, aber trotzdem beim Beobachter nie das Gefühl aufkommen lassen, dass etwas schiefgehen könnte.

Rachel Anderson (links), Spielerin des Tages für den VC Neuwied. Sceenshots Wolfgang Tischler

Neuwied. Aber der Reihe nach: Trainer Dirk Groß eröffnete die Partie mit der erfolgreichen Aufstellung der letzten Wochen, diesmal wieder mit Hannah Dücking auf der Außen- /Annahmeposition. Rasch erarbeiteten sich die Neuwiederinnen einen 5-Punkte-Vorsprung, den man in dieser Größenordnung weiter verwaltete. Mit 8:3 lag man zur ersten technischen Auszeit in Front, mit 16:10 bei der zweiten. Neuwied zeigte sich variabel im Angriff , alle Spielerinnen, besonders auch Sarah Kamarah, die immer besser mit der Diagonalposition zurecht kommt, konnten sich im Angriff auszeichnen und zu Punkterfolgen kommen. Schließlich sicherte Hannah Dücking den ersten Satz mit 25:17 Punkten.

Ähnlich schien es zunächst im 2. Durchgang weiterzugehen. Neuwied stets in Führung, variable Ballverteilung durch Isabelle Marciniak, wenig Spektakuläres, weniger schnelle Bälle über die Mittelpositionen als in den letzten Spielen gesehen. „Holz versuchte, oft mit Erfolg, durch riskante Aufschläge unser schnelles Spiel zu verhindern“, erläuterte Dirk Groß nach der Partie. „Das ist häufig gelungen, allerdings auch auf Kosten vieler Servicefehler, die uns unspektakulär halfen“. So leistete Groß es sich, nach der zweiten technischen Auszeit Nachwuchsstellerin Anne Hauck und Diagonalspielerin Lisa Guillermard nach der Verletzungspause Spielpraxis zu geben.

Der Doppelwechsel verwirrte nicht nur das Schiedsgericht, Protokollanten und Bediener der Anzeigetafel und führte so zu einer kurzzeitigen Spielunterbrechung, sondern nach der Abklärung des Geschehens auch die Neuwiederinnen. Diese verloren zunächst den Faden, leisteten sich eine Anzahl an Eigenfehlern, büßten ihren komfortablen Vorsprung ein und gerieten sogar mit 19:20 ins Hintertreffen: Groß musste zur Auszeit bitten und zurück zur Startformation wechseln, wodurch sich das Neuwieder Spiel rasch stabilisierte. Der Satz ging dann doch verdient mit 25:23 an Neuwied.

Damit waren aber die Einsätze für Rekonvaleszente und Talente noch nicht beendet. Kaya Schulz, die gegen Ende des 2. Satzes für Hannah Dücking ins Spiel gekommen war, blieb auf dem Feld, bis Hannah Bösling in der Schlussphase ihr Saisondebüt geben durfte. Lena Hoffmann kam zur Satzmitte für Amanda Brown, alle Spielerinnen waren schließlich zum Einsatz gekommen und hatten das in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt.

Rachel Anderson aber war es, die diesem Satz ihren Stempel aufdrückte und zur erfolgreichsten Punktesammlerin wurde, sei es im Block, mit Schnellangriffen oder platzierten Lobs. Lediglich gegen Satzende gelang es Holz noch einmal dank einer Reihe Neuwieder Eigenfehler und mit Lobs hinter den Block bis auf zwei Punkte an Neuwied heranzurücken. Noch einmal mussten in einer Auszeit aufmunternde Worte gefunden werden, bevor Spielführerin Sarah Kamarah den Schlusspunkt zum 25:22 setzte.

Spielerin des Tages wurde dieses Mal Rachel Anderson. „Es war nicht unser bestes und schönstes Spiel“, fasste Groß zusammen. Schließlich aber hatten seine Deichstadtvolleys einmal mehr gewonnen und sind damit bei einem Spiel weniger bis auf einen Punkt an den führenden VC Wiesbaden II herangerückt, der beim 3:2 in Planegg-Krailling einen Zähler liegen ließen.

Am nächsten Sonntag, 29. November um 16 Uhr, treffen die Deichstadtvolleys in eigener Halle auf den TSV Planegg-Krailling. Unter www.sporttotal.tv/ma86b2f865 ist wieder ein kommentierter Livestream vorgesehen. Zuschauer sind keine zugelassen. Der NR-Kurier wird wiederzwei Karten für den Zoo Neuwied während des Spiels verlosen.

Die Deichstadtvolleys: Church, Marciniak, Henning, Brown, Bösling, Anderson, Hauck, Dücking, Hoffmann, Kamarah, Guillermard, Schulz; Trainer Dirk Groß.
(hw)


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