Werbung

Nachricht vom 13.11.2020    

Bürgermeister von ökologischer Wiederbewaldung beeindruckt

Am 28. Oktober 2020 lud das Forstamt Hachenburg die Ortsbürgermeister der Verbandsgemeinde Hachenburg zu einer Exkursion zur Zukunft des Waldes ein. Die anhaltenden Dürresommer sowie eine nie da gewesene Borkenkäferkalamität lassen viele Waldfläche derzeit absterben. Auf dem Demonstrationsparcours „Naturnahe Wiederbewaldung“ in der Nähe der Abtei Marienstatt zeigten die Leiterin des Forstamtes Hachenburg Monika Runkel sowie ihr Stellvertreter Johannes Wagner in Corona-angepassten Gruppen aktuelle sowie circa 30-jährige Schadflächen.

Eichenverjüngung. Foto: Alfred Zimmer /Landesforsten RLP

Hachenburg. Gabriele Greis als 1. Beigeordnete der Verbandgemeinde sowie die Revierleiter der anwesenden Waldbesitzer rundeten den Teilnehmerkreis ab.

Der Parcours sowie die Vortragenden zeigten an sechs Waldbildern welche Perspektive für die aktuellen Kalamitätsflächen möglich sind. Die Ortsgemeinden wie auch die Verbandsgemeinde haben ein hohes Interesse daran, den Wald von morgen möglichst artenreich aufzubauen und für die Kinder und Enkel in vielfältigster Form nutzbar zu machen. Auf den aktuellen Schadflächen des Jahres 2020 konnten die Selbstheilungskräfte des Waldes anhand von aufkommender natürlicher Verjüngung beobachtet werden. Selbst durch die stark anwachsende Brombeere sind bereits junge Bäume zu erkennen gewesen. Die Experten empfehlen daher nur dort aktive Pflanzungen vorzunehmen, wo die Forstrevierleiter erkennen, dass die Selbstheilungskräfte des Waldes nicht ausreichen.

Dass die Natur sich Kalamitätsflächen artenreich zurückerobern kann wurde auf den Kalamitätsflächen des Jahres 1990 mehr als deutlich. Auf einer begrenzten Fläche wurde damals bereits der Natur durch den Revierleiter Andreas Schäfer eine Fläche bewusst der natürlichen Entwicklung überlassen. Aus acht vorhandenen Baumarten konnte der Revierleiter in den vergangenen drei Dekaden einen multifunktionalen Mischwald mit sehenswerten angehenden Wertbäumen formen. Diese Bild stimmte die Anwesenden trotz der großen anstehenden Aufgabe der Wiederbewaldung optimistisch.

Ebenso verdeutlichten die Referenten, dass die abgestorbenen Fichten ein wertvolles Mosaik im Ökosystem Wald darstellen. Über 300 Gegenspieler der Borkenkäfer sind auf das liegende und stehende Totholz angewiesen. Es wurde klar, dass wir zum Schutz der Wälder auch Totholz auf den Flächen belassen müssen. Auf den Beispielsflächen sind die schädlichen Borkenkäfer aus dem Holz bereits ausgeflogen. Eine weitere Infektionsgefahr für gesunde Bäume besteht daher nicht mehr.



Der natürliche Zerfall des stehenden und liegenden Totholzes bedeutet allerdings Lebensraum für die Lebensgemeinschaft Wald. Mehr als 1000 Käferarten leben an totem Holz. Viele weitere Insekten, Pilze, Milben und Pilze brauchen es als Lebensraum. In Zeiten eines nie dagewesenen Insekten-und Artensterbens sind alle Maßnahmen zu unterstützen.

Das modernde Holz hält Feuchtigkeit auf den Flächen und sorgt für Kühlung und Windruhe in Bodennähe - davon profitieren gepflanzte und natürlich angesamte Jungbäume. Viele Bürgerinnen und Bürger äußern den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern gegenüber ihre Besorgnis über unaufgeräumte Wälder. Unser Empfinden eines ‚schönen Waldes‘ wird sich mit diesem Verständnis der Waldlebensgemeinschaft weiterentwickeln. ‚Man muss es den Menschen erklären‘, waren sich alle einig.

Deshalb ist dieser waldschutzirrelevante Verbleib von stehendem oder gefälltem Totholz auf den Flächen nun äußerst wichtig, zumal eine Vermarktung des Holzes aufgrund schwindender Qualität immer schwieriger erscheint.

Das Forstamt Hachenburg und alle Revierleiter stehen auch zukünftig den Waldbesitzenden stets beratend zur Seite und organisieren gerne Fachexkursionen für interessierte Waldbesitzer, Naturschutz, Jäger und Waldinteressierte. (PM)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Hachenburg auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Corona im Westerwaldkreis: Bisher 938 Mutationen festgestellt

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Freitag, den 16. April 5.964 (+39) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell 472 aktiv Infizierte, davon 327 Mutationen.


Corona im Westerwaldkreis: Viele weitere Schulen betroffen

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Donnerstag, den 15. April 5.925 (+58) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell 465 aktiv Infizierte, davon 298 Mutationen.


Region, Artikel vom 16.04.2021

Nackter beißt Polizei in Bendorf

Nackter beißt Polizei in Bendorf

Am Freitag, 16. April 2021 ab 8:30 Uhr meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer und Passanten einen nackten Mann, der durch die Brauereistraße in Bendorf in Richtung Aldi lief.


Region, Artikel vom 15.04.2021

Verkehrsunfall in Baustelle auf Bendorfer Brücke

Verkehrsunfall in Baustelle auf Bendorfer Brücke

Am Donnerstagnachmittag, den 15. April 2021 ereignete sich gegen 15:50 Uhr ein Verkehrsunfall auf der BAB 48, in Fahrtrichtung Trier auf der Bendorfer Brücke.


Sebastian Stahl Stiftung spendet an Lebensmittelretter

Pünktlich zu Ostern spendete die Sebastian Stahl Stiftung eine beachtliche Menge an Lebensmitteln an den Freundeskreis der Lebensmittelretter e.V..




Aktuelle Artikel aus der Politik


Wirges wird grüner und sauberer

Wirges. Im vergangenen Jahr bildeten Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Nachhaltigkeit eine Arbeitsgruppe. In regelmäßigen ...

Senioren- und Behindertenrat kann keine Einzelfallhilfe leisten

Montabaur. Dies soll in der Praxis besser genutzt werden, weshalb jetzt – wenn auch zunächst nur digital – der „Senioren- ...

Bürgerenergie im Dialog mit der LINKEN. Unterwesterwald

Montabaur. Die Maxwäller-Energie Genossenschaft eG ist ein Unternehmen in Bürgerhand in der Region Westerwald – ganz in der ...

Impulse digital: Mit der Wäller Kirmesjugend im Dialog

Montabaur. Muss auch im Jahr 2021 auf „Hui Wäller – Allemol“ beziehungsweise „Wem is die Kirmes??? Us!!“ verzichtet werden?

CDU-Fraktionsvorsitzender ...

Klimaschutzmanager Johannes Baumann nimmt Arbeit auf

Montabaur. Teil dieses Projekts ist auch die Einrichtung eines Klimaschutzmanagements in der Kreisverwaltung und damit die ...

NI: Der Wolf ist zurück, um zu bleiben

Quirnbach. „Die Rückkehr des Wolfes ist ein Gewinn für die biologische Vielfalt und das gesamte Ökosystem. Daher heißen wir ...

Weitere Artikel


Kleiner Markt für Fahrzeugverkehr gesperrt – Fußgänger frei

Montabaur. Während der Sperrung können Lieferfahrzeuge nur über die Kirchstraße oder über Elisabethstraße, Judengasse und ...

Weitere Corona-Fälle an Kita und Schulen im Westerwaldkreis

Montabaur. Wieder neue positive Fälle in Kita und Schulen. Nachstehend die Übersicht:

Theodor-Heuss-Grundschule Wirges
Zwei ...

Seekatz unterstützt Kriegsgräberfürsorge und Kreislaufwirtschaft

Westerburg/Brüssel. Seekatz bedauert, dass in diesem Jahr keine keine Haus- und Straßensammlung durchgeführt werden kann. ...

Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen

Höchstenbach. Aufgrund des hohen Ölverlustes beider PKW wurden großflächige Abstreumaßnahmen eingeleitet.

Durch den Verkehrsunfall ...

Stiftung der Westerwald Bank eG unterstützt Kinderhaus Pumuckl

Hattert. Was 1983 zunächst mit einer kleinen Familie begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre durch die Aufnahme mehrerer ...

Mountainbiker sausen am Skilift über Holzrampen

Bad Marienberg. „Wir haben hier ein tolles Gelände – mit vereinseigener Liftanlage, eigenem Lifthaus, der Schorrberg-Hütte ...

Werbung