Werbung

Nachricht vom 08.11.2020    

Sieben- und Gartenschläfer halten jetzt Winterschlaf

Der Schutz von heimischen Tier- und Pflanzenarten ist wichtig, um das Ökosystem zu erhalten. Genau darum kümmert sich die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als Obere Naturschutzbehörde im nördlichen Rheinland-Pfalz. Sie sorgt beispielsweise für den Erhalt und den Schutz der Sieben- und Gartenschläfer.

Gartenschläfer. Foto: SGD Nord

Koblenz. Auch wenn sie als kleine Quälgeister bekannt sind, darf nicht vergessen werden, dass es sich um gesetzlich geschützte Arten handelt. Sie dürfen daher nicht ohne vorherige artenschutzrechtliche Befreiung, die bei der SGD Nord beantragt werden muss, umgesiedelt werden. Nur wenn ein besonderer Grund vorliegt, ist eine Umsiedlung der possierlichen kleinen Tierchen erlaubt. Ein besonderer Grund liegt dann vor, wenn sie es sich in einem Stromkasten oder gar in der Mehlkammer einer Bäckerei gemütlich gemacht haben.

Doch wie genau geht eine Umsiedlung vonstatten? Das Einfangen muss mit einer Lebendfalle erfolgen, die auch regelmäßig kontrolliert werden muss, da die Tiere in Gefangenschaft stressbedingt sterben könnten. Wichtig ist auch, dass sie artgerecht und zur richtigen Jahreszeit umgesiedelt werden. Befinden sie sich erst einmal im Winterschlaf, ist das Aussetzen untersagt, egal ob im Wald oder sonst wo. Dies wäre für Sieben- und Gartenschläfer im Winterhalbjahr tödlich.

Baumschläfer und Haselmaus stehen übrigens auch unter Schutz. Wer den kleinen Nagern helfen möchte, lässt in seinem Garten einfach einige Ecken verwildern. Auch Nistkästen sowie flache Wassertränken können aufgestellt werden. Sie sind nicht nur nützlich für Bilche, sondern für alle Arten.

Zum Hintergrund:
Der Siebenschläfer (Glis glis) gehört zu der Familie der Bilche (Gliridae), kann bis zu 19 Zentimeter groß werden, ist nachtaktiv und macht viele Geräusche. Er gehört zu der Ordnung der Nagetiere (Rodentia) und wird gerne als „Schlafmaus" bezeichnet, auch weil er rund sieben Monate Winterschlaf hält. Weil sich an seinen Pfoten Sohlenballen befinden, ist es ihm möglich, nahezu jedes Hindernis und jede Hauswand zu überwinden. Er erinnert in seiner Statur an das Eichhörnchen, hat schwarze Augen und einen langen Schwanz. Seine Fellfarbe ist graubraun, und er hat einen weißen Bauch. (PM)



Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Politik


1. Offener Wirgeser Energie-Stammtisch gestartet

Leuterod. Spätestens seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts machen sich immer mehr Menschen Gedanken und Sorgen um die zukünftige ...

Zukunftswerkstatt: Netzwerk soziale Gerechtigkeit soll Zukunft haben

Westerwaldkreis. Bei diesen Bedingungen sollte man annehmen, dass auch im Westerwald viele Menschen bereit sind, für Gerechtigkeit ...

CDU-Bad Marienberg im Gespräch

Bad Marienberg. Zu der Auftaktveranstaltung am 19. Juli kamen insgesamt acht Mitglieder und Gäste bei bestem Sommerwetter ...

Durch ehrenamtliches Engagement Zukunft des ländlichen Raumes mitgestalten

Hattert. Unter der Versammlungsleitung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Johannes Kempf wurde Karl-Heinz Boll als Vorsitzender ...

Bürgermeisterwahl in Simmern: Hans-Georg Schneider ins Amt eingeführt

Simmern. Die Augst-Gemeinde verabschiedete sich von Jörg Haseneier, der bereits sein Amt als Bürgermeister in Boppard angetreten ...

Interaktives Format der Jungen Union lud zum Mitmachen ein

Montabaur. Im Gegenteil: der Modernisierungsprozess beginnt von unten und muss auf kommunaler Ebene gestartet werden. Wie ...

Weitere Artikel


Westerwaldkreis: Inzidenzwert bei 98,1

Montabaur. An diesem Wochenende liefen umfangreiche Testungen der Kontaktpersonen aus Schulen und Kitas. Wir berichteten. ...

Buchtipp: „Das Corona-Buch“ von Matthias Scheben

Dierdorf/Neuwied. Der Neuwieder Mathias Scheben verfügt über Lebenserfahrung und fachliche Kompetenz, denn er ist studierter ...

Baumpflanzaktion im Mörlener Gemeindewald

Mörlen. Zur Spende gehört nicht nur das Pflanzen der Bäume, sondern auch die dazugehörige Pflege für die nächsten Jahre, ...

Nicole nörgelt… Menschen hören nicht auf sie

Region. Bisschen „trumpen“ wird ja wohl noch erlaubt sein! Das habe ich auch versucht, der Supermarktkassiererin klarzumachen. ...

Brand eines Holzverschlages in Nistertal

Nistertal. In den frühen Morgenstunden des 8. November 2020 kam es zum Brand eines Holzverschlages an einem Anwesen in der ...

"Princess for one day" - Vorher: Schön. Nachher: Noch schöner!

Region. Star-Fotograf Guido Karp rückt Sie ins Rampenlicht! Die Kuriere holen den erfolgreichen Fotografen mit seinem erfolgreichen ...

Werbung