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Nachricht vom 07.11.2020    

Vogelzug dokumentieren und auf naturgucker.de melden

Viele Menschen erfreuen sich an den gut sichtbaren Kranich-Trupps, die zur Zeit auf ihren angestammten Zugrouten über uns hinweg ziehen und durch ihre trompetenartigen Rufe auf sich aufmerksam machen. Wer seine Beobachtungen festhalten und mit anderen teilen möchte, hat die Möglichkeit, dies über die Website naturgucker.de zu tun. Es handelt sich dabei um ein soziales Netzwerk für Naturbeobachter und alle, die es werden wollen.

Kraniche in Estland. Foto: Andreas Schäfferling

Holler. Viele Vogelarten wie Weißstorch, Kranich oder Neuntöter verlassen im Herbst oder auch schon zu Ende des Sommers ihre Brutgebiete und ziehen in den Süden. Dabei sind etwa die Hälfte der 250 in Deutschland brütenden Vogelarten Zugvögel, welche alljährlich ihre Überwinterungsgebiete in Südeuropa, Afrika oder sogar in Indien aufsuchen.

Je nach zurückgelegter Entfernung unterscheidet man Langstrecken- und Kurzstreckenzieher. Erstere sind jedes Jahr zur gleichen Zeit unterwegs, was sich daran bemerkbar macht, dass sich ihre Abflug- und Ankunftszeiten von Jahr zu Jahr nur um wenige Tage unterscheiden. In diese Kategorie fallen zum Beispiel Weißstorch, Kuckuck und Rauchschwalbe. Im Gegensatz dazu fliegen die Kurzstreckenzieher nur bis ins winterwarme Westeuropa oder in den Mittelmeerraum. Sie passen ihre Zugzeiten der aktuellen Wetterlage an. Zu ihnen zählen unter anderem Kranich, Kiebitz und die beliebte Feldlerche. Alle nicht ziehenden Vögel werden durch den Begriff „Standvögel“ bezeichnet und bleiben das ganze Jahr über bei uns. Sie wandern allenfalls kleine Strecken, um lohnende Futterquellen aufzusuchen.

Viele Menschen erfreuen sich an den gut sichtbaren Kranich-Trupps, die zur Zeit auf ihren angestammten Zugrouten über uns hinweg ziehen und durch ihre trompetenartigen Rufe auf sich aufmerksam machen. Wer seine Beobachtungen festhalten und mit anderen teilen möchte, hat die Möglichkeit, dies über die Website www.naturgucker.de zu tun. Es handelt sich dabei um ein soziales Netzwerk für Naturbeobachter und alle, die es werden wollen. Alle aktiven Nutzer können hier ihre Beobachtungen mit Bildern einstellen und den Beobachtungspunkt auf einer Karte markieren. Sie haben zudem Zugriff auf eine Fülle an Informationen, die sich aus 1,8 Millionen Fotos, aktuellen Fund- und Verbreitungskarten, Zehntausenden Beobachtungsgebieten mit wertvollen Hinweisen, einer Bestimmungshilfe für die häufigsten Tagfalter und einer umfangreichen Stammbaumdarstellung der Tiere, Pflanzen und Pilze zusammen setzt. Zudem unterstützt ein Fachbeirat die Nutzer bei Bestimmungsproblemen. Aber auch ohne eine Registrierung kann man auf viele der Daten zugreifen. Als einzige Einschränkung sind geschützte Beobachtungen und Daten zu Bildern sensibler Arten im Sinne des Natur- und Artenschutzrechtes nicht frei zugänglich.



Naturgucker.de kooperiert mit über 70 verschiedenen Naturschutzvereinen und Naturschutzprojekten, unter anderem auch mit dem Landesverband Rheinland-Pfalz des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Gerne können Sie Ihre Zugvogelbeobachtungen auch bei der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald melden (Telefon: 02602/970133 oder info@nabu-westerwald.de).


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