Werbung

Nachricht vom 06.11.2020    

Kleinkunstbühne Mons Tabor stemmt sich gegen Bedrohung der Kultur

Der zweite Lockdown ist da. Für viele im Kulturbereich ist das eine Schreckensmeldung. Dies gilt auch für die Kleinkunstbühne Mons Tabor. War man gerade dabei sich vom ersten Stillstand seit dem Frühjahr zu erholen, heißt es jetzt wieder: alles herunterfahren, nix geht mehr! Doch nach nunmehr fast 35 Jahren wollen die Kulturschaffenden auch diese bedrohliche Situation überstehen und nach Corona weitermachen – wann auch immer das sein wird. Hoffentlich schon Anfang Dezember!

Die Musiker von Cara und die Aktiven der Kleinkunstbühne Mons Tabor hoffnungsvoll vereint nach dem erfolgreichen Konzert in der Stadthalle Montabaur: doch schon am nächsten Tag wurde der Lockdown für die Kultur verkündet. Foto: Klaus Mann

Montabaur Kann in dieser schwierigen Pandemiephase kulturell über-haupt sinnvoll geplant werden oder kommt das Kulturangebot für lange Zeit unter die Räder? Diese Frage stellte sich vor wenigen Wochen auch die Kleinkunstbühne Mons Tabor gemeinsam mit der Stadt Montabaur und kam zu dem Ergebnis: es geht und kann in Verbindung mit hohen Hygienestandarts, guter Lüftung und stark reduzierten Plätzen verantwortet werden. Eine erste „Corona-Test-Kulturveranstaltung“ in der Stadthalle Montabaur Ende Oktober mit einem Konzert der Irish-Folker von „Cara“ lief erfolgreich und ohne erkennbare Probleme. Alle Beteiligten waren hoffnungsvoll und motiviert. Doch kaum waren Lautsprecherboxen und Mikros im Saal abgebaut, folgte der Lockdown für die gesamte Kultur! Wie geht es nun weiter beziehungsweise wer macht danach überhaupt noch etwas?

Vielseitiges Kulturangebot auch für die heimische Wirtschaft wichtig
Klar ist: die Pandemie ist gefährlich und die kontakteinschränkenden Maßnahmen sind befristet notwendig. Aber wenn jetzt nochmal ein kultureller Stillstand für acht Monate folgt, geht vieles in der Region dauerhaft kaputt. Dann geht es in vielen Bereichen danach um mühevolle Aufbauarbeit und das Entwickeln neuer Formate und Projekte. Dabei hatte sich im Westerwald in den vergangenen 25 Jahren ein buntes und vielseitiges Kulturangebot entwickelt. Auch mit Chancen für die heimische Wirtschaft, die dem weichen Standortfaktor Kultur immer mehr Beachtung geschenkt hat.

Diese kulturelle Vielseitigkeit war auch Schwerpunktthema der Jahreshauptversammlung, zu der die Kleinkunstbühne Mons Tabor in die Stadthalle der Kreisstadt eingeladen hatte. Dabei wurde gefragt: „Wie kann die Diversität im Westerwälder Kulturangebot nach Corona erhalten werden?“ Alle waren sich einig, dass eine Wiederbelebung der Kunst- und Kulturszene nur dauerhaft gelingen kann, wenn Kommunen, Wirtschaft (als Sponsor) und Kulturschaffende mit Unterstützung von Bund und Land in eine Richtung ziehen!

Kleinkunstvorstand erfreut über neue Bühnentechnik
Weitgehend wiedergewählt wurde der bisherige Vorstand. Ihm gehört weiterhin seit Gründung 1988 als Vorsitzender Uli Schmidt (Horbach) an. Zweiter Vorsitzender bleibt Torsten Schmitz (Ransbach-Baumbach) und Kassierer ist wie bisher Carsten Frenzel (Westerburg). Als Schriftführerin ist Rita Stahl (Montabaur) ausgeschieden, da sie mit Anne Linde (Vallendar) die Kasse prüft. Unterstützt wird der geschäftsführende Vorstand von sieben Beisitzern: Volker Kram, Christa Graf, Marie Luise Gäffgen, Klemens Hübinger und Dieter Lehmann (alle Montabaur) sowie Kamilla Vuong (Hardt bei Bad Marienberg) und Rolf Bösebeck-Marx (Freilingen).

Viele Freude bereitete allen Aktiven der Bühne die abschließende Vorführung der bereits im Saal der Stadthalle für das Konzert am folgenden Tag aufgebauten neuen Licht- und Tonanlage. „Der Sound ist super“ war die einhellige Meinung der Kulturaktivisten. Es war die größte Investition in der Geschichte der Kleinkunstbühne Mons Tabor, die mit spürbarer Unterstützung von Bund und Land sowie der NASPA und vielen Kulturfans in der Region möglich wurde. Formate wie die Weltmusikreihe „Musik in alten Dorfkirchen“ sollen dadurch künftig noch attraktiver wer-den.

Weitere Infos gerne per Email an uli@kleinkunst-mons-tabor.de. (PM)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Rossmann-Filiale in Hachenburg brennt - Feuer unter Kontrolle

VIDEO | UPDATE Für die Feuerwehren der VG Hachenburg gab es am heutigen Dienstagabend (2. März 2021) gegen 20.25 Uhr Alarm. Gemeldet war ein Brand in der Drogerie Rossmann in der Saynstraße.


Corona im Westerwaldkreis: Inzidenzwert auf 41,1 gefallen

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Dienstag, den 2. März insgesamt 4.525 (+4) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell 172 aktiv Infizierte.


Corona im Westerwaldkreis: 28 neue Fälle über das Wochenende

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Montag, den 1. März insgesamt 4.521 (+28 seit letztem Freitag) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell 189 aktiv Infizierte.


Testzentrum für Covid19-Schnelltests in Rennerod eingerichtet

Samariter des Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Westerwald testen in der Verbandsgemeinde Rennerod und angrenzend neben Lehrern und Erziehern jeden, der einen Schnelltest benötigt.


Politik, Artikel vom 02.03.2021

Ausbau der B 414 geht in die nächste Runde

Ausbau der B 414 geht in die nächste Runde

Die Arbeiten am dritten Fahrstreifen der B 414 bei Nister mit einem Bauvolumen von rund 2,7 Millionen Euro beginnen noch in diesem Jahr.




Aktuelle Artikel aus der Kultur


Buchtipp: „Highlander-Kochbuch“ von Fiona Bondzio

Dierdorf/Braunschweig. Einfach und preiswert waren die Speisen der Highlander im Gebiet der gälischen Chieftains in einer ...

Autoren für Heimatjahrbuch gesucht: „Wäller Gastlichkeit“

Montabaur. So legte das Redaktionsteam der Wäller Heimat (Mitglieder: Christian Buchner, Dr. Moritz Jungbluth, Barbara Krekel, ...

Buchtipp: „Der Rede wert“ von Peter Krawietz

Dierdorf/Oppenheim. „Eine gute Rede ist wie ein schöner Spazierweg: Sie holt ihre Zuhörer ab, da wo sie sind, um möglichst ...

Kulturschaffende im Westerwald zu jeder „Schandtat“ bereit

Montabaur. Bei hoffentlich weiter rückläufigen Infektionszahlen und zunehmenden Impfungen, hoffen Kunst- und Kulturschaffende ...

Ludothek „Zweite Heimat“ öffnet die Türen

Höhr-Grenzhausen. Solch ein großartiges und weithin einzigartiges Angebot wird schon seit einigen Jahren in der „Zweiten ...

Stöffel-Park öffnet – erst mal digital

Enspel. Vernissage – erst virtuell
Anfang März war und ist die erste Vernissage im Stöffel-Park geplant. Und: Sie wird durchgeführt! ...

Weitere Artikel


Westerwaldkreis meldet 41 neue Corona-Fälle – Inzidenzwert ist 100,5

Montabaur. Die Ermittlungen haben ergeben, dass sich am Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg anstatt der gestern angegeben ...

„Von jedem Menschen lässt sich ein tolles Foto machen“

Herr Karp, welche Stars haben Sie bisher schon fotografiert?
Mit der Liste könnten wir vermutlich zig Artikel auf den Kurieren ...

Wanderwege auf die Fuchskaute teilweise gesperrt

Rennerod. Westerwald-Steig und Rothaarsteig sind oder werden kurzfristig umgeleitet und führen zukünftig weiträumig an der ...

Geldbörse einer älteren Dame aus Handtasche gestohlen

Ransbach-Baumbach, Mühlenweg. Am Freitagvormittag wurde in Ransbach-Baumbach eine ältere Frau, bekleidet mit einem schwarzen ...

Einbrecher stahlen Werkzeug in Rennerod

Rennerod. In der Nacht von Donnerstag, 5.November 2020, auf den Freitag, 6. November 2020, wurde bei der Straßenmeisterei ...

„Höhr-Grenzhausen brennt im Advent“ am 12./13. Dezember 2020

Höhr-Grenzhausen. Kommen Sie dann ins Zentrum Europäischer Keramik und lassen sich überraschen! Sie können zuschauen, Fragen ...

Werbung