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Nachricht vom 31.10.2020    

Schausteller beleben Selters mit einem „Pop-Up-Park“

In üblen Zeiten ist es nicht leicht den Menschen, und dabei insbesondere den Kindern, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, und zudem in der eher tristen Jahreszeit etwas Freude aufkommen zulassen. Da in diesem Jahr aus den bekannten Gründen die beliebte Kirmes in Selters abgesagt werden musste, kam die Schaustellerfamilie Klinge aus Koblenz auf die lobenswerte Idee, einige Fahrgeschäfte in den Westerwald zu schicken, die in Westerburg, Meudt, und zuletzt in Selters, etwas Rummelplatz-Atmosphäre vermitteln konnten.

Kirmes der anderen Art: „Pop-Up-Park“ in Selters. Fotos: wear

Selters. Natürlich kann ein Pop-Up-Park nicht die teils überbordende Stimmung einer Kirmes ersetzen, dennoch ist es ein kleiner Ersatz, speziell für Kinder und Jugendliche. Nach einem strengen Genehmigungsverfahren durch die Kreisverwaltung des Westerwald-Kreises, der VG Selters und der Stadt Selters, die penibel auf Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften pochten, wurde grünes Licht gegeben. Vergleiche mit einer Kirmes dürfen nicht gezogen werden, da durch die Pandemie Kirmessen untersagt sind, auch die Bezeichnung Freizeit-Park ist nicht zulässig.

Die Sorgen der Schausteller während der Pandemie

Der WW-Kurier hatte die Gelegenheit, mit Jessica Frankholz, die für die Organisation, Planung und das Genehmigungsverfahren des Pop-Up-Parks verantwortlich war, ein Interview zu führen. Jessica Frankholz: „Da ich eng mit der Familie Klinge zusammenarbeite, unter anderem ein eigenes Fahrgeschäft betreibe, bin ich auch persönlich mit der desolaten Situation der Schausteller konfrontiert. Viele meiner Kollegen haben die letzten Einnahmen bei Weihnachtsmärkten 2019 generieren können und stehen seit dieser Zeit praktisch ohne jede Einnahme da. Zu den Existenzängsten kommen bei vielen Kollegen noch psychische Probleme hinzu, da sie es nicht gewohnt sind, zuhause „rumzuhocken“, ohne zu wissen, wie es weitergeht, und wann sie endlich wieder vor Ort sein dürfen. Dieser Zustand zermürbt ungemein und ist sehr belastend. Um die Situation wenigstens etwas zu mildern, entstand die Idee der „Pop-Up-Parks“.

In einer langen Vorbereitungszeit wurde ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept entwickelt, welches den Verwaltungen zur Prüfung vorgelegt wurde. Anscheinend war dieses Konzept so überzeugend, dass wir für die drei Märkte in Selters, Westerburg und Meudt gleichzeitig die Zulassung und Genehmigung erhielten, das macht uns natürlich auch ein bisschen stolz. An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich für die starke Unterstützung bei den Ortsbürgermeistern der drei Orte bedanken, denn ohne deren Unterstützung wären letztendlich die drei Märkte nicht zustande gekommen. Die Schausteller sind zu einer großen Familie zusammengewachsen, alle halten zusammen, in guten wie in schlechten Zeiten. Man kennt sich halt sehr gut, da man in normalen Zeiten sich immer wieder im Laufe eines Jahres auf den verschiedenen Veranstaltungen wie Kirmessen, Weinfesten, Schützenfesten, Rhein in Flammen und so weiter trifft, egal ob in Eifel, Westerwald, Hunsrück oder in der gesamten Rhein-Lahn-Mosel-Region.“

Trotz des eher miesen Wetters, konnten doch einige junge Familien beobachtet werden, die ihren Kindern den Spaß auf den Fahrgeschäften bescherten. Das Fahren mit den Autos beim Auto-Scooter macht genau so viel Freude wie das Abheben im „Super Allrounder“ der Familie Weißbrod, oder das Besteigen des Piratenschiffes von Kapitän Jack Sparrow aus dem Film „Fluch der Karibik“. Schieß- und Wurfbuden waren beim Rundgang über den Rummelplatz ebenso feststellbar wie ein Kinder-Ketten-Karussell, oder Kraftspiele mit einem Punchingball, oder mit dem Hammer bei „Hau den Lukas“. Auch auf Süßigkeiten, gebrannte Mandeln, Würstchen und Muffins musste nicht verzichtet werden.

Mit Stadtbürgermeister Rolf Jung konnte ebenfalls ein kurzes Gespräch geführt werden, der bekräftigte, dass es für ihn kein Problem gewesen sei, grünes Licht für den Markt zu geben, nachdem auch die Kreisverwaltung, und die VG Selters keinerlei Einwände gegen die Durchführung erhoben hatten. Rolf Jung: „Die Entscheidung für das O.K. fiel nicht schwer, nachdem klar war, das die Familie Klinge aus Koblenz mit im Boot ist. Damit war gewährleistet, dass alles in geordneten Bahnen verläuft, diese positive Erfahrung machen wir seit Jahren mit der Schaustellerfamilie, die vertraglich gesichert in jedem Jahr die große Kirmes in Selters mit ihren Fahrgeschäften und Buden beschickt.“

Ein Besuch beim „Pop-Up-Markt“ in Selters lohnt sich allemal, für Jung und Alt, denn es ist für alle etwas dabei. Neben dem Spaß für die Besucher, bedeutet es auch Unterstützung für die arg gebeutelte Schaustellerbranche, die hart ums Überleben kämpft. Der Pop-Up-Markt ist noch bis einschließlich dem 1. November 2020 geöffnet, am 31. Oktober 2020 von 14 bis 21 Uhr, und am 1. November 2020 von 12 bis 20 Uhr. Kinder, die am 31. Oktober 2020 in einem Halloween-Kostüm erscheinen, erhalten freien Eintritt. wear


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