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Nachricht vom 27.10.2020    

Corona war Thema im Jugend-, Schul-, Sport- und Sozialausschuss

Wie die Corona-Pandemie die Arbeit von Kindertagesstätten, Schulen und der Verwaltung veränderte und welche neuen Aufgaben anstehen – das beschäftigte den Jugend-, Schul-, Sport- und Sozialausschuss am 20. Oktober 2020.

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Hachenburg. Eine so lange Sitzungspause, der Ausschuss kam zuletzt am 11. Februar.2020 zusammen, hatte es in der Vergangenheit noch nicht gegeben, denn in dem Aufgabengebiet dieses Gremiums werden schließlich viele sich immer wieder wandelnde Themen bearbeitet. Es war der allseits bekannten Situation zur Eindämmung der Corona-Pandemie geschuldet, dass Gabriele Greis als Vorsitzende erst jetzt wieder die Mitglieder in der Verbandsgemeindeverwaltung begrüßen konnte.

Arbeiten zu Zeiten des Lockdowns
Zunächst wurde über die Umstellung der Arbeitsweise der Verwaltung und in den angeschlossenen Eigenbetrieben informiert, damit sichergestellt war, dass eine vollständige Aufgabenerledigung immer gewährleistet blieb, auch im Falle möglicher Erkrankungen unter den Beschäftigten. Eine Aufteilung in Mitarbeiterteams, die versetzt in Schichten arbeiteten und die schnelle Ermöglichung des Arbeitens im Homeoffice wurden hierzu erfolgreich genutzt.

Projekte wie die Errichtung eines Mini-Spielfeldes am Jugendzentrum Hachenburg konnten ebenso abgeschlossen werden wie die Herstellung eines überaus attraktiven Außenspielgeländes an der Grundschule Mosaik in Borod. Eine jetzt im Schulgebäude der Grundschule am Schloss Hachenburg hergestellte, funktionsbereite Mensa kann allerdings bei den gegebenen Einschränkungen nach den Hygieneregeln für das Mittagessen der Ganztagsschulkinder noch nicht genutzt werden – dazu dient weiter die Stadthalle.

Neues gab es für die Erstklässler des Schuljahres 2020/2021 bei der Einschulung – „Schulsteckbriefe“ als Info-Flyer mit Angaben zum jeweiligen Profil der besuchten Schule sowie den Aufgaben und aufgewendeten Kosten der Verbandsgemeinde als Schulträger wurden an sie verteilt – gern auch zum Lesen für die Elternschaft.

Analyse und Vor-Ort-Maßnahmen zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung
Gleich beim nächsten Tagesordnungspunkt hatte wieder das Coronavirus die Planung auf den Kopf gestellt. Der eingeladene Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung für Rheinland-Pfalz (KV), Arkadius Adamczyk, zum Thema Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im Gebiet der Verbandsgemeinde, musste seine Anreise aus Mainz absagen. Aus dem Besuch einer Informationsveranstaltung bei der KV brachte die Vorsitzende die Feststellung der KV mit, dass es zurzeit keine Vakanzen bei der Besetzung hausärztlicher Praxen gibt und allgemein durch den Standort eines Krankenhauses die Versorgungssituation als unbedenklich beurteilt wird.

Ob es bei dieser Aussage auch in den kommenden Jahren bleiben kann und dass es bei der fachärztlichen Versorgung durchaus Nachholbedarf gibt, betrachtete ergänzend Dr. med. Frank Grieß aus seiner Erfahrung als niedergelassener Allgemeinmediziner und in weiteren Funktionen innerhalb der KV.

Es ist ein Thema, mit dem sich auch andere Kommunen auseinandersetzen, ohne dass es hierzu allerdings eine originäre Zuständigkeit gibt. Man war sich einig, dass ein neuer Termin mit dem Fachberater zur vertiefenden Analyse der Vor-Ort-Situation und der Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen der Verbandsgemeinde stattfinden soll.

Wie in Kindertagesstätten und Schulen Corona wirkte
Eine Übersicht über die Arbeit der Schulen und Kindertagesstätten unter den sich fortlaufend seit dem Lockdown vom 16. März 2020 ändernden Vorgaben der Pandemiebekämpfung lieferten anschließend Sabine Emmerich und Manuel Seiler. Beide berichteten von oftmals sehr kurzfristig veröffentlichten Vorschriften, Hygieneplänen oder Elterninformationen von übergeordneten Stellen wie dem Bildungsministerium oder dem Landesjugendamt. Dank der sehr engagierten Arbeit aller Beteiligten wie Schulleitungen, Kollegien, Betreuungs- und Erziehungspersonal sowie der Trägervertreter habe man gute Lösungen für die Kinder und Familien auch unter den erschwerten Bedingungen finden können.

Ganztagsschule in der Otfried-Preussler-Grundschule Roßbach – es geht weiter
Optimistisch beurteilt der Ausschuss die Erfolgsaussichten zur ständigen Einrichtung eines Ganztagsschulangebotes an der Otfried-Preussler-Grundschule Roßbach. Dort nehmen aktuell 33 Schulkinder im laufenden Schuljahr am Ganztagsangebot teil, das
zum festen Bestandteil des Schulangebotes wird, wenn 36 Schulkinder verbindlich angemeldet sind. Die bisherige Ausgestaltung der Lern- und Betreuungssituation schilderten Melanie Weber in der Funktion als kommissarische Schulleiterin und Wiebke Szczesny-Bersch als Vorsitzende des Schulelternbeirats ergänzend zu den Informationen von Greis. Bis zum Stichtag 15. März 2021 ist man sich sicher, dass die geforderte Anmeldezahl erreicht wird und das geplante Bauvorhaben zur Erweiterung der Schule anschließend in die Umsetzung gehen kann.

Die Verbandsgemeinde bekommt erstmals eine Jugendvertretung
Mit der Wahl des nächsten Landtags am 14. März 2021 wird die Wahl einer Jugendvertretung durch die Wahlberechtigten, die als Einwohnerinnen und Einwohner am Tag der Wahl das 14. aber nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben, stattfinden. Diese Altersgruppe soll auch die vorgesehenen sieben Mitglieder der Jugendvertretung stellen, die die Belange der jungen Menschen gegenüber den Organen der Verbandsgemeinde vertreten sollen. Die Wahlzeit wurde auf zwei Jahre festgelegt und ein notwendiger Satzungsbeschluss hierzu dem Verbandsgemeinderat einstimmig bei zwei Enthaltungen empfohlen.

Digital-Pakt Schule, Umrüstung der Schulgebäude auf LED-Beleuchtung, Erweiterung der Otfried-Preussler-Grundschule Roßbach – was das Haushaltsjahr 2021 bringt
Und noch einmal Corona – wegen dieser besonderen Zeit musste auf die sonst übliche Rundfahrt zu Schulstandorten mit außergewöhnlichem Finanzbedarf für Besonderheiten bei der Gelände- oder Gebäudeunterhaltung oder für Investitionen verzichtet werden. Den Ausschussmitgliedern wurde zur Vorbereitung der Sitzung daher eine entsprechende Aufstellung der Verwaltung zugeschickt, die immerhin mit einem Netto-Aufwand für die Schulen in Höhe von nahezu 2,4 Millionen Euro abschließt. Maler- und Bodenbelagsarbeiten, der Austausch und die Ergänzung von Klassen- und Büromobiliar, die Dämmung von Decken oder Ähnliches gehören dabei zum laufenden Geschäft. Die gesamte Aufstellung finden Interessierte im Rats- und Informationssystem der Verbandsgemeinde Hachenburg – schauen Sie gern einmal rein. Ohne weitere Fragen nahm der Ausschuss von den Vorhaben und Kostenermittlungen zustimmend Kenntnis.

Bevor die Sitzung endete gab es noch Informationen ohne Beschlussfassung zur künftigen Entwicklung von Ganztagsbetreuung für Schulkinder und der notwendigen Beseitigung eines Wasserschadens in der Grundschule Mosaik nach einem Starkregenereignis. (PM)


Mehr zum Thema:    Coronavirus   
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