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Nachricht vom 26.10.2020    

Landwirte und Stadtvertreter begehen gemeinsam die Gemarkung

Eine gemeinsame Gemarkungsbegehung unternahmen Bürgermeister Janick Pape sowie seine Beigeordneten Herbert Schmitz, Anja Koch und Gabriele Frenz-Ferger zusammen mit den Landwirten, die in der Gemarkung der Stadt Westerburg wirtschaften. Ausgangspunkt des Rundgangs war die Aussiedlung der Landwirtsfamilie Ulrich und Marlies Becker in Sainscheid.

Kommunalpolitiker zu Besuch bei den Charolais-Rindern der Familie Becker. Fotos: privat

Westerburg. Im vergangenen Herbst hatten sich die Landwirte erstmals auf Initiative des Kreisbauernverbandes mit dem damals neu gewählten Bürgermeister Pape getroffen und verabredet, solche Begegnungen regelmäßig durchzuführen. Ein Viertel der Gesamtfläche der Stadt Westerburg wird landwirtschaftlich genutzt, sodass der Landwirtschaft eine erhebliche Bedeutung für die Stadt zukommt.

Im Rahmen des Rundgangs um den Westerburger Ortsteil Sainscheid stellte Landwirt Ulrich Becker gemeinsam mit seinem Sohn Oliver den landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb mit Mutterkuhhaltung und Ackerbau vor. Gemeinsam mit den weiteren anwesenden Bauern erklärten sie den Stand der Vegetation auf den Ackerflächen und die natürlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, welche die Landwirte bei der Aussaat für das kommende Jahr zu berücksichtigen hatten. Becker erläuterte die vielfältigen positiven Wirkungen der von ihm ausgebrachten Zwischenfrüchte auf den Flächen für das Sommergetreide: „Diese Zwischenfrüchte tragen zur Humusbildung bei, sie schützen die Fläche vor Erosion und sie durchwurzeln den Boden sehr tief, wodurch Bodennährstoffe besser verfügbar werden.“

Milcherzeuger Stefan Schneider aus Kölbingen stellte einen von ihm angelegten mehrere hundert Meter langen Blühstreifen vor, der Lebens- und Rückzugsraum für Insekten, Vögel, Kleintiere und Niederwild ist.

Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Pape, der zugleich auch Jagdvorsteher ist, mit der von Ulrich Becker geschilderten guten Zusammenarbeit der Landwirte im Revier Sainscheid mit dem örtlichen Jäger: „Gerade vor dem Hintergrund der afrikanischen Schweinepest, die Deutschland mittlerweile erreicht hat, ist es wichtig, dass Landwirtschaft und Jagd an einem Strang ziehen.“

Auch typisch kommunale Themen waren Gegenstand der Besprechung: So wiesen die Landwirte auf die Wichtigkeit der Pflege der städtischen Waldränder sowie der Feldgehölze an den Wegerändern hin. Zudem machten sie auf problematische Situationen bei der Infrastruktur der Wirtschaftswege und Gräben aufmerksam.

Beeindruckt zeigten sich die Vertreter der Stadt von den Charolais-Rindern der Familie Becker. Die gut bemuskelten Tiere nutzen das Grünland in der Gemarkung Sainscheid und bereichern mit ihrer beeindruckenden Erscheinung das Gemarkungsbild. Die Rinder werden von Familie Becker geschlachtet und anschließend direkt vermarktet. „Das ist ein schöner Kreislauf, bei dem die Wertschöpfung in der Region verbleibt“, lobte Bürgermeister Pape.

Beim geselligen Abschlussgespräch in der erntedanktypisch geschmückten Maschinenhalle des Betriebs der Eheleute Becker zogen Bürgermeister Janick Pape und seine Beigeordneten ein zufriedenes Fazit: „Die Landwirte sind jeden Tag draußen unterwegs und sehen und beobachten die Gemarkung sehr genau. Wir haben heute viele neue Gesichtspunkte zur Landwirtschaft in unserer Stadt kennengelernt und zugleich ein gutes Miteinander gepflegt.“ (PM)


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