Werbung

Nachricht vom 25.10.2020    

Wegefreigabe: Testfeldsondierung am Stegskopf beginnt

Schritt für Schritt für mehr Bewegungsfreiheit: Das DBU Naturerbe, die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), hat sich mit den zuständigen Behörden geeinigt und eine Testfeldsondierung auf zwei Wegen mit insgesamt rund neun Kilometern am „Stegskopf“ beauftragt. Die Arbeiten für die DBU-Naturerbefläche auf der Westerwälder Basalthochfläche sollen am Montag, 26. Oktober, beginnen.

Es geht los: Am 26. Oktober beginnen die Sondierungsarbeiten auf der DBU-Naturerbefläche Stegskopf. Das DBU Naturerbe möchte eine über neun Kilometer lange Route für Besucher öffnen. (Foto: Kerstin Heemann/DBU)

Emmerzhausen. Der „Stegskopf“ ist aufgrund der 100-jährigen militärischen Nutzung der Fläche weitgehend unberührt von intensiver Landwirtschaft sowie Siedlungs- und Straßenbau geblieben. Durch langjährige Schafbeweidung hat sich eine Hute-Weidelandschaft mit alten Solitärbäumen erhalten. In den kommenden Wochen werden nun Mitarbeiter einer Fachfirma zwei Wege auf mögliche Kampfmittel untersuchen. Sollten keine Altlasten gefunden werden, wäre das ein erster wichtiger Schritt, damit Besucher die Natur nach der Freigabe über ein dreiseitiges Wegekreuz quer durch den ehemaligen Truppenübungsplatz erleben können. Das bundesweit zuständige Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL), ehemals Bundesleitstelle für Kampfmittelräumung, stimmte im Sommer einem neuen Konzept des DBU Naturerbe zur Sondierung der Wege zu. Auf rund 30 Testfeldern entlang der freizugebenden Routen werden die Experten mit Sonden die Strecke auf mögliche Militäraltlasten prüfen.

Bei der Westverbindung handelt es sich um eine geteerte Strecke, wo per Sonde allein die Wegränder jeweils eineinhalb Meter rechts und links bis in die Tiefe abgesucht werden. Bei nicht asphaltierten Streckenteilen auf der Nord-Süd-Verbindung untersuchen die Experten zusätzlich den Weg auf Kampfmittelreste.

Weitere Verkehrssicherung notwendig
„Im besten Fall finden die Experten keine gefährlichen Altlasten. Das wäre ein Riesenschritt, um die Freigabe der untersuchten Wege zu erreichen“, sagt der Generalsekretär der DBU und Geschäftsführer des DBU Naturerbe, Alexander Bonde. Das DBU Naturerbe als Flächeneigentümerin wird im Falle eines ungefährlichen Sondierungsergebnisses bei der zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), einer zentralen Verwaltungsbehörde des Landes Rheinland-Pfalz mit Sitz in Trier, beantragen, dass die untersuchten Wege wieder betreten werden dürfen. „Dafür sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen“, sagt Marius Keite. Der Prokurist im DBU Naturerbe weiter: „Erste Bedingung ist natürlich, dass die untersuchten Bereiche frei von Kampfmitteln sind. Aber darüber hinaus sind mit Blick auf Altlasten und den Schutz der Natur Beschilderungen notwendig.“ Zudem müssten sensible Regionen abgesperrt werden.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Fachkraft (m/w/d) für die Wohnstätte Flammersfeld

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57532 Flammersfeld

pädagogische Fachkraft (m/w/d) in Teilzeit oder Vollzeit

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Wissen

Gruppenleitung Wohnstätte (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

pädagogische Fachkraft als Nachtwache (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Aushilfe im Gruppendienst auf geringfügiger Basis (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

⇒ Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Keite bedankt sich für die gute Zusammenarbeit mit ADD, NLBL, dem Landkreis Altenkirchen sowie mit dem Bundesforstbetrieb Rhein-Mosel, der die Fläche im Auftrag des DBU Naturerbes betreut. Die Räumung ehemals militärisch genutzter Flächen sei „kein einfaches Unterfangen“, so Keite. Vor allem auf Flächen mit wertvoller Natur, die nicht gestört werden solle. „Wir lassen uns gleichwohl nicht beirren und setzen Schritt für Schritt die notwendigen Maßnahmen um, einschließlich der erforderlichen Genehmigungen“, sagt der Prokurist. Ziel des DBU Naturerbe bleibe, „dass der Stegskopf bald nicht nur am Rand, sondern auch auf ausgewiesenen Wegen im Herzen der Fläche wieder erlebbar wird“. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Letzte-Hilfe-Kurse: Begleitung am Lebensende lernen

Erste-Hilfe-Kurse sind weit verbreitet, doch Letzte-Hilfe-Kurse bieten wertvolle Unterstützung für Angehörige ...

Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss in Montabaur und Wirges gestoppt

In Montabaur und Wirges wurden innerhalb von zwei Tagen zwei Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Drogen ...

Radfahrer in Westerburg mit über 2 Promille gestoppt

In Westerburg fiel einem Zeugen ein Radfahrer auf, der in auffälligen Schlangenlinien unterwegs war. ...

Neuzugang im Zoo Neuwied: Ein Roter Panda zieht ein

Der Zoo Neuwied bietet in den Herbstferien wieder zahlreiche Attraktionen für große und kleine Besucher. ...

Bürger werden bei Neugestaltung der Stadt Rennerod einbezogen

Die Auftaktveranstaltung zur Kampagne „InnenstadtImpulse“ war sehr gut besucht. Die Bürgerinnen und Bürger ...

Fühle das Leben: Inklusiver Gottesdienst in Montabaur gefeiert

In der Pfarrkirche St. Peter in Ketten versammelten sich viele Menschen zu einem besonderen Gottesdienst. ...

Weitere Artikel


Global Office startet Schulprojekt in Namibia mit „FLY & HELP“

Seit 2008 bietet das erfolgreiche Unternehmen „global office“ professionelle Kommunikations-Dienstleistungen ...

Westerwaldkreis ist Warnstufe rot – Inzidenzwert 61,9

Das Land Rheinland-Pfalz meldet am Sonntag, den 25. Oktober 817 bestätigte Corona-Fälle im Kreis. Der ...

Bätzing-Lichtenthäler besuchte das Unternehmen RASTAL

Zum Start der Unternehmensbesuche im Rahmen der Arbeitsmarktinitiative #rechargeRLP waren Arbeitsministerin ...

November-Veranstaltungen in der VG Rennerod

Die Renneroder Kulturveranstaltungen beginnen im November mit einem Frühstück in der Grillhütte Liebenscheid ...

Buchtipp: „All die ungelebten Leben“ von Michaela Abresch

Die Dierdorfer Autorin hat sich in ihrem aktuellen Roman eines diffizilen Themas angenommen, dem langsamen ...

Nicole nörgelt… über Klopapier-Hamster

Sie sind klein und flauschig, haben süße Knopfäuglein und hach, diese süßen Näschen! Als Kind wollte ...

Werbung