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Nachricht vom 21.10.2020    

Hohe Qualität auf sicherem Fundament

Eine Diskussion über die Zukunft der medizinischen Versorgung ist richtig und wichtig. Hierfür bedarf es klarer und schlüssiger Konzepte, die eine sektorenübergreifende Bedarfs- und Versorgungsplanung berücksichtigen. Eine isolierte Betrachtung der Bettenzahl oder Klinikgröße ist in diesem Zusammenhang nicht weitreichend genug, denn die Erfahrung lehrt Besseres.

Guido Wernert, Geschäftsführer des Evang. Krankenhauses Dierdorf/Selters. Foto: KHDS

Dierdorf/Selters. Das Evang. Krankenhaus Dierdorf/Selters (KHDS) ist seit Jahren ein wirtschaftlich stabiler Bestandteil der Westerwälder Klinikstruktur. Aber vor allem trägt das leistungsfähige Haus durch eine bürgernahe gute Grund- und Regelversorgung beziehungsweise spezielle Ausrichtung erfolgreich zur medizinischen Versorgung der Patienten in der Region bei. Eine Vielzahl von Behandlungen, die aufgrund großer Behandlungszahlen und somit Routine in zertifiziert Strukturen vorgehalten werden, bringen in kleineren Kliniken in der Fläche sehr gute und notwendige Qualität. Hierzu zählt beispielsweise die Schlaganfallversorgung, wie sie am KHDS-Standort Selters durch die zertifizierte Stroke Unit gewährleistet wird. Menschen erhalten hier eine sehr gezielte und fächerübergreifende Behandlung durch ein Team verschiedenster Fachärzte unter Führung von Neurologen.

Schlaganfallversorgung im Westerwald sichergestellt
Eine Schlaganfalleinheit wird, wenn sie nach Qualitätskriterien zertifiziert ist, auch Stroke Unit genannt. Diese hoch spezialisierte neurologische Überwachungsstation sorgt für die umfassende Versorgung von Schlaganfall-Patienten. Sie unterliegt strengen Zertifizierungskriterien und muss hohen baulichen, technischen, strukturellen, personellen sowie fachlich-inhaltlichen Mindeststandards entsprechen. Die Zertifizierung durch die Deutsche Schlaganfallgesellschaft garantiert dabei die höchstmögliche Qualität. Das KHDS als Krankenhaus mit regionaler, zertifizierter Schlaganfalleinheit verfügt über hochmoderne CT- und MRT-Technik, die erforderlichen Voraussetzungen für Personal, Bau und Technik, damit im Ernstfall schnell und lebensrettend agiert werden kann.

Neben dem Chefarzt stellen vier Oberärzte, sieben Assistenzärzte sowie Pflegefachleute, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, MTAs und MTRAs und eine Neuropsychologin die spezialisierte Schlaganfallversorgung sicher. Nur so kann eine unverzügliche und qualitative Akutdiagnostik des Schlaganfalls gewährleisten, um die Patienten möglichst früh und gezielt zu behandeln. Durch die ständig gesicherte Expertise und die intensive Überwachung steigt die Chance, den Hirnschlag zu überleben und keine bleibenden Schäden davonzutragen um mindestens 25 Prozent.

Zertifizierte neurologische Schlaganfalleinheiten gewährleisten bis in die letzten Details der Erkrankung die best- und schnellstmögliche Versorgung. Die Qualität der Versorgung und die Vorgehensweise in der Behandlung sind dabei in allen zertifizierten Stroke Units, egal ob an der Uniklinik in Mainz oder im Evangelischen Krankenhaus Dierdorf/Selters, gleich gestellt. Die zertifizierte neurologische Schlaganfalleinheit am KHDS-Standort Selters hält die festgelegten Voraussetzungen seit 15 Jahre vor und stellt zusammen mit der Stroke Unit in Asbach die neurologische Schlaganfallversorgung im Westerwald sicher.

Beste medizinische und pflegerische Versorgung
Das Ziel des KHDS ist einfach: Beste medizinische und pflegerische Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger in der Region. Dieses Ziel hat die Klinikleitung engagiert vorangetrieben. Mit Erfolg: Mit Geldern, die überwiegend aus eigener Kraft erwirtschaftet wurden konnten Investitionen in Neubauten mit hochmodernen Behandlungsräumen und Medizintechnik sowie in Medizinische Versorgungszentren zur ambulanten Patientenversorgung geleitet werden. Um das medizinische Leistungsangebot zu erweitern, hat das KHDS die Kooperation mit St. Vincenz Krankenhaus, Limburg initiiert und ausgebaut. Hierdurch können die KHDS-Patienten das medizinische Angebot der Grund- und Regelversorgung in ihrer Heimatregion in Anspruch nehmen und die anspruchsvollen medizinischen Vorhaltungen und hochkomplexen Therapien eines Krankhauses der Maximalversorgung nutzen.

Guido Wernert, KHDS-Geschäftsführer und in Personalunion Geschäftsführer der St.-Vincenz-Krankenhausgesellschaft, Limburg und somit verantwortlich für vier Krankenhausstandorte (über vier Landkreise) erklärt: „Für uns verbietet es sich der Gedanke „Qualität und Professionalität versus Flächendeckung“ – der aktuell Bestandteil der Diskussion ist. Wir leisten seit Jahren Alles! Wir erfüllen einen bedeutenden Versorgungsauftrag für die Region. Über vier Standorte mit insgesamt 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgen wir aktuell jährlich 37.000 stationäre Patienten sowie 90.000 ambulante Patienten – Tag und Nacht. Wir gehen den Fachkräftemangel aktiv an und bilden in unserer Krankenpflegeschule den dringend benötigten Pflege-Nachwuchs aus.“ Der Geschäftsführer weiß, dass in der Krankenhauslandschaft zahlreiche Prozesse hochgradig voneinander abhängig sind.

„Betrachtet man den eigentlichen Wertschöpfungsprozess, nämlich die ambulante und stationäre Behandlung von Patienten, stellt sich die entstehende Prozesslandschaft als ein komplex vernetztes System dar. Um hier zukunftsorientiert agieren zu können, muss man wissen, wie genau all diese Abläufe tatsächlich zusammenhängen. Ein isolierter Blick auf einzelne Krankenhausbereiche wäre ebenso fatal wie eine Orientierung an Studien oder Kennzahlen losgelöst von der Beachtung regionaler Gegebenheiten,“ so der Klinikmanager weiter. Der Ärztliche Direktor des KHDS, Dr. med. Reinhold Ostwald ergänzt mit den Erkenntnisse der jüngsten Vergangenheit: „Insbesondere in der Pandemie hat sich gezeigt, wie extrem wichtig die kleineren wohnortnahen Krankenhäuser im ländlichen Bereich sind. Mit Professionalität und einer guten medizinischen Ausstattung sowie hochqualifizierten Mitarbeitern können sie schnell auf jegliche Herausforderungen reagieren. Ich möchte mir nicht vorstellen wollen, wie die medizinische Versorgung an diesem Beispiel stattfinden würde, wenn in der Bundesrepublik nur noch, wie in einem bekannten Gutachten postuliert, 600 Krankenhäuser existieren würden.“

Letztlich kommt es auf die Leistungsfähigkeit einer Klinik an. Am Beispiel des KHDS zeigt sich, dass ein wohnortnahes, kleineres Haus ebenso gut zur medizinischen Versorgung beitragen kann, wie ein 1.000-Betten-Haus, das - um seine Bestandsberechtigung zu haben - in allen Schwergraden gut sein muss. (PM)


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