Werbung

Nachricht vom 19.10.2020    

Von entspannten Songs bis hin zu heißen Rockrhythmen

Ein besonderes Doppelkonzert – live und Open Air – hat rund 200 Zuhörer im Stöffel-Park bestens unterhalten. Die Witterung ist herbstlich, aber gut. Zum Aufwärmen gibt‘s Glühwein, warmes Essen (auch vegetarisches) und später noch deftige Rockklänge. Zwei Frauen vom Stöffel-Park-Team und zwei FSJler des Kulturbüros stehen an der Kasse bereit. Denn es darf schon aus Sicherheitsgründen wegen Corona keiner rein, ohne seine persönlichen Kontaktdaten mitgeteilt zu haben.

Dukes Trio. Fotos: Tatjana Steindorf

Enspel. Und die kleine Mathilda (10 Jahre), die unbedingt Praktikantin sein möchte, legt Besuchern gekonnt das Armband um. Johannes Schmidt (Kulturreferent der Verbandsgemeinde Westerburg) hat für massig Feuerholz gesorgt, die Technik, Caterer und die Cocktailprofis warten auf ihren Einsatz. Palettenmöbel und Stehtische sind großflächig verteilt.

Und all diese Vorbereitungen, Mails und Planungen bekommen ihren Sinn: Denn viele Besucher strömen herbei, die Coronaauflagen stoßen bei ihnen auf Verständnis. Man will gemeinsam etwas erleben. Für gute Unterhaltung garantieren vier Musikern – alle aus dem Raum Hachenburg und meist Ende 20 –, die einen wirklich guten Job machen.

Das Konzert auf der offenen Bühne in Enspel fängt gechillt an. Ruhige, leichte Klänge und die eher tiefe, raue Stimme des Sängers Steffen Eideneier geben ihr einen besonderen Stil. Gemeinsam mit Daniel Mockenhaupt (Gitarre) und Christoph Vetter (Klavier), die sich ebenfalls als richtig gute Musiker herausstellen, nennen sich die drei „Singing Piano“.

Titel wie „Boys of Summer“, „Crawling“ (Linkin Park) oder „Oft gefragt“ (AnnenMayKantereit) spielt das Trio in seinem Stil, der immer relaxt wirkt und cool bleibt – ohne poppig, jazzig oder wirklich rockig zu sein. Musik für Ginliebhaber? Auf jeden Fall, wie deutlich wird. Und wenn sich ein Missklang einschleicht, bleiben die drei leidenschaftlichen Musiker selbstbewusst, spaßen zwischendurch, nehmen sich selbst auf die Schippe: „Ohne Proben ganz nach oben“, so lautet ein Kommentar. Die fast immer gleich beginnende Moderation „Der nächste Song ist von der Band...“ wird zum Running Gag. Als ein Einsatz mal nicht gleich klappt, fragt Steffen beim Publikum nach, ob sie jetzt bei ihnen „verkackt“ hätten... Haben sie natürlich nicht.

Wenn der Applaus auch insgesamt leise ist (Getränke in der Hand oder durch Handschuhe bedingt – man sieht es nicht, es ist bereits stockduster vor der Bühne), vom Sänger angesprochen, ist die Reaktion der Leute immer deutlich vernehmbar.

Es wird auch noch „In the End“ von Linkin Park gespielt. „Das hat einen besonderen Hintergrund“, erklärt Johannes Schmidt unter vier Augen. Der Sänger Chester Bennigton habe sich im Jahr 2017 das Leben genommen. „Das war in der Generation der 80er und 90er Geburtenjahrgänge ein echter Shock. Seitdem ist ‚In the End‘ eine Hymne geworden, die an den Sänger erinnert und gleichzeitig auf mentale Gesundheit und Depressionen aufmerksam machen soll.“

Eigentlich wäre es nun fast Zeit nach Hause zu gehen. Wenn nicht noch der Hauptact fehlen würde: The Dukes Trio.

Die Besetzung überrascht. Wieder sind es drei Musiker: Daniel Mockenhaupt ist und bleibt Gitarrist, Steffen Eideneier ist wieder Sänger – aber außerdem sitzt er nun an den Drums. Dazu kommt Bassist Christian Decker. Christoph Vetter unterstützt seine Kollegen nun als Cocktailmixer.

Schlagartig ändert sich der Musikstil. Es wird klar rockig. Die Rhythmen von Schlagzeug, Gitarre und Bass sind hart definiert bei ihrer Version von „Where the streets have no name“ (U2) und äußerst treibend.

Die Stimme von Steffen hält gut durch, währenddessen er das Schlagzeug souverän knüppelt. Daniel entpuppt sich als nicht nur sehr virtuoser, sonder als wahrer Teufelsgitarrist und der Bass ist auch gnadenlos gut. Sie rocken Maroon 5 und die Backstreet Boys, Bon Jovi („You give love a bad name“)...

Ein Prachtwerk ist auch ihr Red-Hot-Chili-Pepper-Liederblock. Zwischendurch, vor „Rebel yell“, wird das Publikum noch gelobt und auf den Corona-Sicherheitsabstand verwiesen mit den Worten: „Wir wollen alle heil nach Hause kommen.“

Und dann geht es heftig weiter mit Rammstein („Sonne“), Bilderbuch („Machine“), den Toten Hosen und den Ärzten bis Rage against the Machine mit „Killing in the name of“. Eins ist sicher: Diese Band ist mitreißend und darf nicht das letzte Mal hier gespielt haben.

Johannes Schmidt hatte im Vorfeld erklärt, wie schwer die Corona-Auflagen auch die Caterer und Techniker treffen und ihre Existenz bedrohen. „Die Ticketeinnahmen gehen zu 100 Prozent an die Musiker“, sagte er. Obwohl wegen des Wetters die offene Bühne nicht so oft wie gewünscht ausgenutzt werden konnte, bleibt noch ein tolles Event: das Konzert mit Mirko Santocono und Band am Samstag, 24. Oktober 2020, um 19 Uhr.

Einlass ab 18 Uhr. Warmes Essen gibt es von DD – Die Idee und Getränke von den Cocktailprofis. Ticket: EUR 10, Vorverkauf bei Eventbrite (siehe auch www.stoeffelpark.de) oder per E-Mail (mit allen Kontaktdaten) an info@stoeffelpark.de . (Tatjana Steindorf)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Westerburg auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
   


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


54-Jähriger aus VG Hachenburg stirbt an Folgen von Corona

Heute Morgen (1. Dezember) erhielt das Gesundheitsamt erneut eine traurige Nachricht. In der Nacht verstarb ein 54-jähriger Mann aus der VG Hachenburg an den Folgen einer Covid19-Erkrankung. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer im Westerwaldkreis auf 30.


Corona Westerwaldkreis: Inzidenzwert 74,3 - Mann verstorben

Am Sonntag, den 29. November meldet die Kreisverwaltung Montabaur 1.842 (+14) bestätigte Corona-Fälle. Der Kreis verzeichnet aktuell 270 aktive Fälle. Der Inzidenzwert liegt aktuell bei 74,3.


Aktuelle Informationen aus dem Krankenhaus Dierdorf-Selters

Während der bisherigen Dauer der Pandemie konnten im KHDS bereits zahlreiche COVID-Patienten behandelt werden. Der Schutz der Patienten und Mitarbeiter vor dem Coronavirus zählt aktuell zu den vorrangigen Aufgaben der Klinik. Hierzu wurden Hygienekonzepte und sichere Behandlungspfade entwickelt. Aktuell werden im Evang. Krankenhaus Dierdorf/Selters (KHDS) in der Betriebsstätte Selters acht COVID-Patienten behandelt, davon sind sieben auf der COVID-Station und ein Patient wird auf der Intensivstation beatmet.


Region, Artikel vom 30.11.2020

Diese neuen Coronaregeln gelten ab 1. Dezember

Diese neuen Coronaregeln gelten ab 1. Dezember

Der Anstieg der Neuinfektionen sind mit den Beschränkungen gebremst worden. Eine Trendwende wurde aber nicht erzielt. Die Zahl der tödlichen Krankheitsverläufe steigt. Deshalb wurde der Teil-Lockdown verlängert und zusätzliche Maßnahmen ergriffen. Um eine Überlastung des Gesundheitssysteme abzuwenden, muss der Inzidenz im Regelfall von maximal 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner erreichen.


Region, Artikel vom 30.11.2020

Im Westerwald drohen Glatteis und Schnee

Im Westerwald drohen Glatteis und Schnee

Zunächst ist noch schwacher Hochdruckeinfluss mit teils feuchter und kalter Luft im Westerwald wetterbestimmend. In der Nacht zum Dienstag (1. Dezember) erfasst ein Tiefausläufer von Nordwesten her unsere Region und bringt vorübergehend winterliche Bedingungen.




Aktuelle Artikel aus der Kultur


Klara trotzt Corona im Advent

Kölbingen. Die Folge zum 1. Advent:
„Herr Pfarrer, jetzt rücken Sie doch mal ein Stück mit Ihrem Stuhl nach hinten, der ...

Musikalischer Adventskalender

Montabaur. Der musikalische Adventskalender ist auf der Homepage der Kreismusikschule unter www.kreismusikschule-ww.de/seite_9.php ...

Erste Adventsgabe von der VG Westerburg an ihre Bürger

Westerburg. Etwas Kulturelles braucht der Mensch
Plan B war gestern, mit dem zweiten kleinen Lockdown hat Martin Rudolph ...

„Musikkreis“ in der Abtei Marienstatt gibt nicht auf

Marienstatt. Der WW-Kurier hatte über die Corona-Auswirkungen nach dem 1. Lockdown berichtet. https://www.ww-kurier.de/artikel/90829-abtei-marienstatt-kehrt-langsam-zur-normalitaet-zurueck ...

Buchtipp: "Die Tote vom Dublin Port“ von Mara Laue

Dierdorf/Hamburg. Russels Freund, Detective Sergeant Declan Walsh bearbeitet eine Serie von Frauenmorden, die immer nach ...

Nico Traut ist im Halbfinale von „The Voice of Germany“

Rennerod. Hannah saß bereits auf einem der begehrten Hotseats, als Nico auftrat. Bereits bei der Probe bezeichnete sich Coach ...

Weitere Artikel


Open-Air-Konzert im Stöffel mit Mirko Santocono am 24. Oktober

Enspel. Sein Debüt-Album „Meine Zukunft ist anders“ erschien 2019. Auch mit seinem Titel „Farben“ hat er bewiesen: Unterhaltungsmusik ...

„hähnelsche buchhandlung“ Preisträger des Deutschen Buchhandlungspreises 2020

Mainz/Hachenburg. Eine unabhängige Jury aus Experten der Branche hat in diesem Jahr aus 426 Bewerbungen 118 Buchhandlungen ...

Veränderte Besuchsregelung im St. Vincenz-Krankenhaus

Limburg. Konkret bedeutet dies:

• Innerhalb der ersten sechs Tage des Aufenthaltes dürfen stationäre Patienten maximal ...

Der Stollenweg - auf den Spuren des Bergbaus in der Kroppacher Schweiz

Helmeroth/Bruchertseifen. Wir starten unsere Rundwanderung am Dorfgemeinschaftshaus in Helmeroth, einer kleinen Gemeinde ...

Autor Peter Probst erzählt vom Teenager-Sein im Jahr 1970

Enspel. Für diese Literaturmatinee hatte sich der Geschäftsführer Martin Rudolph, aber auch Heinz Fischer eingesetzt. Und ...

31 Corona-Fälle im Westerwaldkreis über das Wochenende

Kath. Kita St. Gangolf in Meudt
Ein Erzieher/in wurde positiv auf Corona getestet. Deswegen befindet sich die "Vogelnestgruppe" ...

Werbung