Werbung

Nachricht vom 14.10.2020    

Bauern- und Winzerverband fordert Jagd auf Wölfe

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) fordert angesichts der Zahl der Wolfsrudel in der EU und auch in Deutschland, dass der Wolf von der Liste der geschützten Arten gestrichen wird. Die Landesregierung müsse auf europäischer und nationaler Ebene die rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass der Wolf bejagt werden könne.

Nach dem Willen der Landwirte soll der Wolf bejagt werden. Foto: Wolfgang Tischler

Koblenz. Die Bauern meinen, der Wolf gehöre nicht in unsere Kulturlandschaft und bei der lauernden Gefahr für Mensch und Tier seien Übergriffe nicht auszuschließen.

Der BWV mit seinen Kreisvorsitzenden aus Eifel, Hunsrück, Westerwald und Taunus bedauert, dass sich die rheinland-pfälzische Landesregierung weiterhin stärker für den Wolf und weniger für die Bevölkerung vor Ort einsetzt und nicht hinter den Weidetierhaltern steht.

Das Präsidium und die Kreisvorsitzenden haben nun eine Resolution gegen die Ausbreitung des Wolfes verabschiedet, um Politik und Gesellschaft über die Ursachen dieser für die Landwirtschaft prekären Situation zu informieren und Lösungen einzufordern.

Darin stellen die Bauern sehr weitreichende Forderungen:
1. Dass das sogenannte Präventionsgebiet auf ganz Rheinland-Pfalz ausgeweitet wird, damit jeder Weidetierhalter die Möglichkeit hat, Schutzzäune gegen Wolfsrisse zu errichten und andere Schutzmaßnahmen für die Nutztiere zu ergreifen, wobei sämtliche Kosten vom Land erstattet werden müssen. Dies muss für den Aufbau der Zäune ebenso gelten wie für anschließende Folgekosten wie zum Beispiel weitere Pflegemaßnahmen sowie für die notwendige Anschaffung, Ausbildung, Haltung und Fütterung von Hütehunden. Gleichzeitig sind die mit der Umsetzung dieser Maßnahmen verbundenen Arbeitszeiten des Tierhalters angemessen zu entschädigen. Umwelt- und Naturschutzorganisationen sollten vor Ort mit den Weidetierhaltern Kontakt aufnehmen und helfend die „Hand anlegen“.



2. Dass alle Wolfsrisse innerhalb und außerhalb von Präventionsgebieten sowie unabhängig davon, ob Schutzmaßnahmen ergriffen wurden oder nicht, vollumfänglich und umgehend zu entschädigen sind. Dabei ist das behördliche Verfahren zur Feststellung der Schadenshöhe zu verbessern. Eine zeitliche Begrenzung oder Degression von Entschädigungszahlungen wird nachdrücklich abgelehnt.

3. Dass der Wolf als gefährliches Raubtier geschossen werden muss, wenn er durch Risse von Weidetieren auffällig wird oder in der Nähe von Ortschaften streunt. Die Landesregierung trage Verantwortung für den Schutz der Menschen vor Angst und Schrecken sowie für den Schutz der Weide-, Stall- und Haustiere vor Ort und müsse in solchen Fällen umgehend handeln.

Der BWV ist der Auffassung, dass in erster Linie die verständlichen Sorgen der ortsansässigen Bevölkerung und auch die berechtigten Interessen der Tierhalter zu berücksichtigen sind. „Dauerhafte Akzeptanz in der Bevölkerung und von der Landwirtschaft kann nur der erwarten, der die Gefahr durch die zunehmenden Wolfszahlen realistisch einschätzt, Tierschutz auch für Weidetiere ermöglicht sowie den betroffenen Betrieben und Menschen umgehend, vollumfänglich und unbürokratisch hilft und für jeglichen Schaden geradesteht “ – so die Kreisvorsitzenden aus Eifel, Hunsrück, Westerwald und Taunus abschließend. (PM)



Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Region, Artikel vom 14.05.2021

Schlägerei auf dem Köppelweg - Zeugenaufruf

Schlägerei auf dem Köppelweg - Zeugenaufruf

Die Polizei sucht Zeugen einer Auseinandersetzung auf dem Weg vom Köppel zum PKW-Waldparkplatz zwischen Jugendlichen, die Schlägerei artete in gefährliche Körperverletzung aus, als Erwachsene streitschlichtend eingriffen.


Corona im Westerwaldkreis: Inzidenzwert bleibt unter 100

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Samstag, den 15. Mai 7.059 (+10) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell laut Gesundheitsamt 405 aktiv Infizierte, davon 309 Mutationen. Lockerungen rücken näher.


Die Sporkenburg: Eine spätmittelalterliche Burgruine im Westerwald

Eine besonders beeindruckende Burgruine ist die Sporkenburg. Rund ein Kilometer südlich von Eitelborn ragen die Überreste der spätmittelalterlichen Burg hoch aus dem Wald hinaus. Ein Besuch lohnt sich definitiv, denn es gibt auch heute noch sehr viel in den alten Gemäuern zu entdecken.


Corona im Westerwaldkreis: Inzidenzwert fällt unter 100

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Freitag, den 14. Mai 7.049 (+18) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell laut Gesundheitsamt 432 aktiv Infizierte, davon 312 Mutationen.


Region, Artikel vom 15.05.2021

Vincenz-Orthopädie im Aufbruch

Vincenz-Orthopädie im Aufbruch

Bewährte Kompetenz und neue Expertise - zwei neue Chefärzte und spezielle Kinderorthopädie: Zentrum für Orthopädie und Traumatologie setzt auf breit gefächertes chirurgisches Profil.




Aktuelle Artikel aus der Vereine


Senioren freuen sich auf Spaziergang und „Wald-Café“

Buchfinkenland. Das hat eine aktuelle Umfrage in der Pandemie ergeben, die Anfang des Jahres erstellt wurde und die den Fragen ...

BUND-Tipp im Mai: Lauschen Sie der Kreuzkröte

Berlin/Koblenz. Wenn unsereins an Kröten denkt, hat er entweder Geld oder warzige Tiere vor Augen, die nur eine Krötenmutter ...

Heimlicher Mitbewohner: Würfelfleckrüssler

Quirnbach. In Deutschland vermehrt sich diese Art, wie auch die meisten Dickmaulrüssler (Otiorhynchus), parthenogenetisch. ...

Kostenfreies Online-Event „Gemeinsam gegen Cybermobbing“

Region. Unterstützung gefordert

Eltern sehen sich einem steigenden Handlungsdruck ausgesetzt, zumeist fehlt jedoch das ...

„Equipe EuroDeK“ startete digital im Rennsattel

Montabaur/Nassau. Das Ziel der 23 Gründungsradler ist es, ihr Hobby Radsport mit dem Einsatz für Europa, Demokratie und Klimaschutz ...

Westerwald-Kinder wollen mit Kunstwerk Impulse geben

Höhr-Grenzhausen. Die Künstlerin arbeitet mit einem Werkstoff, der ungewöhnlich ist für den Wald: massiver Stahl. Er scheint ...

Weitere Artikel


Verbandsgemeindehaus Montabaur weiter im Zeit- und Kostenrahmen

Montabaur. Aktuell liegt das Projekt gut im Zeit- und Kostenrahmen, konnten die Projektsteuerer bestätigen.

Kostenrahmen ...

Jörg Albrecht ist neuer Wehrführer in Neuhäusel

Neuhäusel. Klingeberg hat zuvor aus beruflichen Gründen und nach einem damit verbundenen Wohnortwechsel um seine Entlassung ...

Aus der letzten Sitzung des Stadtrates Ransbach-Baumbach

Ransbach-Baumbach. Unter dem ersten Tagesordnungspunkt wurde Herr Theophil Friedrich als neues Ratsmitglied in den Stadtrat ...

Wirges: Einbruch in Tankstelle

Wirges. Heute Morgen (14. Oktober 2020) kam es gegen 0:30 Uhr zu einem Einbruch in eine Tankstelle in der Samoborstraße. ...

Vollsperrung der d’Esterstraße zwecks Herstellung eines Gehwegs

Ransbach-Baumbach. „Wir sind uns bewusst, dass dies zu Behinderungen führen kann. Die Umsetzung der Maßnahme ist allerdings ...

Realität und Fiktion genial in einem historischen Roman kombiniert

Westerburg. Im Buch schildert Lena Johannson das Leben der Norwegerin Signe, der Nichte des Genies Edvard Munch. Auch Signe, ...

Werbung