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Nachricht vom 10.10.2020    

Acht Flüchtlinge auf Ladefläche eines Sattelzuges entdeckt

Am Freitag, 9. Oktober meldete die Polizeiinspektion Cochem, dass eine unbekannte männliche Person einen Notruf abgesetzt habe und diese Person sich mit anderen Personen auf der Ladefläche eines Sattelaufliegers befinde. Der LKW sei vermutlich auf der BAB 48 in Richtung Koblenz unterwegs.

Foto: THW

Heilgenroth/Montabaur. Eine sofort eingeleitete Fahndung der eingesetzten Streife verlief negativ, parallel wurde über die Funkleitstelle eine Handy-Ortung veranlasst, um Gefahren für Leib und Leben der Personen abzuwenden. Gegen 7:28 Uhr gingen auf der Polizeiinspektion Montabaur mehrere Anrufe ein, dass auf der Tank- und Rastanlage Heiligenroth (A 3 Fahrtrichtung Frankfurt), mehrere Männer afrikanischen Phänotyps aus einem Sattelauflieger gesprungen seien und sich in Richtung der Ortslage Heiligenroth entfernt hätten.

Die Polizeiinspektion Montabaur und die Polizeiautobahnstation Montabaur fuhren sowohl die Tank- und Rastanlage, als auch die Ortslage Heiligenroth mit starken Kräften an, da zwischenzeitlich auch die Meldung einging, mehrere der Personen würden sich in der Raststätte aufhalten.

Durch Beamte der Polizei Montabaur konnten am Ortsausgang Heiligenroth in Richtung des Industriegebietes fünf augenscheinlich zu der Gruppe gehörende Personen festgestellt und einer Kontrolle unterzogen werden. Es handelte sich tatsächlich um einen Teil der Gruppe aus dem Auflieger. Keine der aus Eritrea stammenden Personen konnte sich mittels eines Identitätsdokumentes ausweisen. Im weiteren Verlauf konnten weitere drei Personen auf einem Waldweg neben der Autobahnraststätte aufgegriffen werden. In enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Montabaur und dem Ausländeramt Montabaur wurde gegen alle unerlaubt eingereisten Personen Strafverfahren eingeleitet.

Der LKW-Fahrer wurde zum Vorwurf des Verdachts der illegalen Schleusung vernommen. Er gab an, dass sein Sattelzug am gestrigen Tag in den Niederlanden ohne seine Aufsicht beladen wurde und er seine Ruhezeit in der Nacht in Belgien eingelegt habe. Aus Angst vor einem Ladungsdiebstahl habe er die Türen des Aufliegers vor dem Schlafengehen mit einem eigenen Vorhängeschloss gesichert und erst in Heiligenroth, als er tanken wollte, habe er Klopfen aus dem Auflieger vernommen. Nachdem er das Schloss beseitigt und die Türen geöffnet habe, seien sieben bis acht Personen herausgesprungen und weggelaufen.

Ein unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling wurde dem Jugendamt überstellt. Die Flüchtlinge gaben an, in den Niederlanden in einem unbeobachteten Moment in den Auflieger geklettert zu sein und sich auf der Ladung liegend, mit etwa 30 Zentimeter Platz zum Dach des Anhängers nach Deutschland transportiert haben zu lassen. Ursprüngliches Ziel sei England gewesen. Da bei Cochem die Atemluft knapp wurde, habe man aus Angst den Notruf gewählt. Da aufgrund des Notrufs nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich entgegen der Aussage der acht Männer noch weitere Personen auf der Ladung oder im Ladebereich befinden, wurde der LKW auf dem Gelände des THWs mit dessen Hilfe abgeladen. Es konnten keine weiteren Personen mehr festgestellt werden.
(PM Verkehrsdirektion Koblenz)


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