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Nachricht vom 03.10.2020    

Vier-Dörfer-Wanderung ignorierte typisches Wäller-Wetter

Mit einem Ausflug in die Sommerfrische hatte die 5. Vier-Dörfer-Wanderung der Gemeinden Boden, Niederahr, Moschheim und Bannberscheid wahrlich nichts zu tun. Ziemlich frischer Wind, gepaart mit einigen Regentropfen, waren die ständigen Begleiter der unerschrockenen Wanderer, die sich auf den Weg der rund zwölf Kilometer langen Strecke begaben. Wanderer sind ja sowieso ein Völkchen für sich, das sich nicht viel ums Wetter schert, Hauptsache die Menschen sind in Gottes freier Natur an der frischen Luft. Auch für Wanderer gilt das bekannte Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung."

Ortsbürgermeister Peter Stamm begrüßt die Wanderer. Fotos: wear

Boden. Der Start der Vier-Dörfer-Rallye fand dieses Mal in Boden statt, an der dortigen Ahrbachhalle begrüßte Ortsbürgermeister Peter Stamm eine ansehnliche Anzahl von Naturfreunden, die schon ungeduldig mit den Hufen scharrten, um loszulaufen. In Boden nutze man die Gelegenheit, das wegen Corona ausgefallene Apfel-Kelter-Fest mit dem Wandertag zu kombinieren. Von einem großen Anhänger aus wurden dabei die Äpfel in die Apfelpresse gekippt, das Resultat war ein herrlich schmeckender, naturreiner Apfelsaft. Der Apfelsaft wurde in 3-, oder 5-Liter-Getränkekartons abgefüllt, die reißenden Absatz fanden. Als Wegenahrung konnten die Wanderer vor dem Start noch einige Vitamine aufnehmen, weil nämlich Streuselkuchen, Waffeln und Rostbratwurst angeboten wurden. Von Boden aus begaben sich die Freiluftaktivisten in Richtung Niederahr zum dortigen Sportplatz. Auch hier wurden sie freundlich empfangen zur ersten Rast und zum Aufwärmen. Wer bereits auf der ersten Etappe etliche Kalorien verbrannt hatte, der konnte diese umgehend in Niederahr mit Kuchen und Rinds-/Bratwurst wieder ausgleichen.

Von Niederahr führte der Weg weiter nach Moschheim zum Angelweiher. Die Mitglieder des ASV Moschheim hatten dort an ihrem Angelweiher, mit Blick auf den Malberg, einen idyllisch gelegenen Treffpunkt hergerichtet. Ein schönes Zelt lud ein zum Verweilen, daneben stand ein Bierbrunnen, der die Durstigen mit allerlei Getränken versorgte. Der Renner kam aus der Küche, frischer Backfisch mit Remoulade, im Brötchen, oder mit Pommes ging über die Ladentheke weg, wie warme Semmeln.

Last but not least endete die Strecke am Sportplatz in Bannberscheid. Dort roch man schon von weitem den Geruch von leckerer Erbsensuppe, die in einer riesigen Gulasch-Kanone zubereitet wurde. Vor der Ausgabe bildeten sich regelrechte Menschenschlangen, um in den Genuss der heißen Suppe, die auf Wunsch mit Würstchen serviert wurde, zu kommen. Wer nicht so sehr auf deftiger Hausmannskost stand, der konnte sich am frischen Blechkuchen laben, der mit Äpfeln oder Pflaumen belegt gereicht wurde.



Wie eingangs erwähnt, tat das besch….(eidene)Wetter der allseits guten Stimmung keinen Abbruch. Es waren Familien mit Kind und Kegel zu sehen, viele Fiffis und Wautzis durften mit Herrchen und Frauchen sich mal austoben, Cliquen, Freunde und Bekannte machten sich auf den Weg. Es waren auch Vereine anzutreffen, wie zum Beispiel die Kirmesjugend aus Wirges, die bereits in Bannberscheid gehörig für Umsatz sorgte. Auf Nachfragen bekräftigten sie, dass sie vor allen Dingen den „Tag der Deutschen Einheit“ feiern würden, naja, wer’s glaubt.

Gut ausgeschilderte Wegstrecken führten die Wanderer durch die herrliche Landschaft des Westerwaldes. Unterwegs gaben viele Schautafeln Hinweise auf Besonderheiten der Natur und vom Tonabbau. Je nachdem, wie gut man zu Fuß unterwegs war, konnte auch eine kürzere Strecke gewählt werden, die lediglich eine Länge von sieben Kilometern hatte. Zeitlich war kein Limit gesetzt, jeder konnte sich so bewegen, wie er es wollte, schließlich lautete das Thema der Vier-Dörfer-Wanderung „Natürlich bleiben wir fit, und wandern alle mit.“

Den Veranstaltern, Organisatoren und teilnehmenden Vereinen kann nicht genug gedankt werden, dass sie sich von der Pandemie und den strengen Corona-Auflagen des Landes nicht haben abschrecken lassen, um die Wanderung trotzdem durchzuführen. Ihnen allen gebührt ein riesiges Dankeschön, was immer wieder die Teilnehmer bestätigten. Auch die 5. Vier-Dörfer-Wanderung brachte den Menschen wieder ein bisschen Freude, und sicherlich an der frischen Luft auch Ablenkung vom sicherlich nicht immer einfachen Alltag. wear


Mehr zum Thema:    Wandern   
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