Werbung

Nachricht vom 29.09.2020    

Spieler der SG Elbert/Horbach nun auch Mitglied im Team Lebensretter

Eine Bauchentscheidung kann schon bald für viele Blutkrebspatienten Hoffnung auf Heilung bedeuten: Die Fußballer der 1. und 2. Mannschaft der SG Elbert/Horbach haben sich als potenzielle Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registriert, Deutschlands erster Stammzellspenderdatei.

Spieler der SG Elbert/Horbach lassen sich als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren. Foto: Edgar Hennemann

Elbert/Horbach. Die Suche nach neuen möglichen Spendern für Leukämiekranke ist durch die Corona-bedingten Auflagen extrem schwer – es können kaum Typisierungsaktionen vor Ort stattfinden. Aktuell fehlen in der Datei der Stefan-Morsch-Stiftung daher weit mehr als 9.000 Spender. Gleichzeitig sind jedoch Patienten weltweit nach wie vor auf diese häufig letzte Chance angewiesen. „Ich habe das in der Zeitung gelesen und wollte was dagegen tun“, erzählt der 29-jährige Alexander Stera, Spieler der SG Elbert/Horbach. „Den Termin für die Mannschaftsfotos dafür zu nutzen war eine gute Gelegenheit. Der Vorschlag kam bei den anderen Spielern gut an und nach drei Stunden hatten schon mehr als 30 zugesagt“ freut er sich. „Einige von uns sind sogar bereits registriert.“

Doch die Kicker möchten noch mehr tun: Gemeinsam mit dem Vorstand planen sie in den nächsten Wochen eine Spendenübergabe zugunsten der Birkenfelder Datei. Denn sie wissen, dass der Organisation für jede Registrierung rund 40 Euro Kosten entstehen, unter anderem durch die aufwendigen Laboruntersuchungen, die mit Hilfe von Spendengeldern finanziert werden müssen.

Die Registrierung bei der SG Elbert/Horbach war ganz einfach: Die Spieler unterschreiben die Einwilligung und geben eine Speichelprobe ab. Die Probe wird im Labor der Stiftung in Birkenfeld/Nahe auf die Genmerkmale hin untersucht, die für eine Transplantation entscheidend sind. Danach werden die Daten bei der gemeinnützigen Stiftung gespeichert und in das weltweite Netzwerk der Leukämiehilfe eingespeist und können Menschen überall auf der Welt helfen. Kommt man als Spender in Frage melden sich Mitarbeiter der Stiftung. Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende von Deutschlands erster Spenderdatei sagt Danke: „Wir freuen uns über das tolle Engagement der Spieler. Teamgeist geht hier über das Spielfeld hinaus. Jede einzelne Typisierung könnte schon bald für einen Menschen die konkrete Chance auf Leben bedeuten.“



13.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Blutkrebs. Wenn Chemotherapien und Bestrahlung nicht helfen, ist die Transplantation gesunder Stammzellen oftmals die letzte Möglichkeit, um nicht an der aggressiven Erkrankung zu sterben. Das geht aber nur, wenn in einer Datei wie der Stefan-Morsch-Stiftung ein genetisch passender Spender gefunden wird. Nur etwa ein Drittel der Betroffenen findet seinen „genetischen Zwilling“ in der eigenen Familie – alle anderen sind auf eine sogenannte Fremdspende angewiesen. Doch auch hier steht, aufgrund der genetischen Vielfalt, nicht immer ein Spender mit den gleichen Gewebemerkmalen als Spender zur Verfügung. Deshalb ist es so wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich als potenzieller Lebensretter registrieren lassen. Die Typisierung ist jederzeit über die Homepage (www.stefan-morsch-stiftung.de) auch online möglich und dauert nur wenige Minuten. Dazu muss man lediglich einige Fragen beantworten und seine Kontaktdaten angeben. Danach bekommt man ein Entnahme-Set mit einer Anleitung für eine Speichelprobe zugesendet. Das schickt man dann einfach wieder zurück. (PM)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Corona im Westerwaldkreis: Bisher 938 Mutationen festgestellt

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Freitag, den 16. April 5.964 (+39) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell 472 aktiv Infizierte, davon 327 Mutationen.


Corona im Westerwaldkreis: Viele weitere Schulen betroffen

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Donnerstag, den 15. April 5.925 (+58) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell 465 aktiv Infizierte, davon 298 Mutationen.


Region, Artikel vom 16.04.2021

Nackter beißt Polizei in Bendorf

Nackter beißt Polizei in Bendorf

Am Freitag, 16. April 2021 ab 8:30 Uhr meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer und Passanten einen nackten Mann, der durch die Brauereistraße in Bendorf in Richtung Aldi lief.


Region, Artikel vom 15.04.2021

Verkehrsunfall in Baustelle auf Bendorfer Brücke

Verkehrsunfall in Baustelle auf Bendorfer Brücke

Am Donnerstagnachmittag, den 15. April 2021 ereignete sich gegen 15:50 Uhr ein Verkehrsunfall auf der BAB 48, in Fahrtrichtung Trier auf der Bendorfer Brücke.


Polizei warnt vor falschen Polizeibeamten am Telefon

Schon seit Monaten rollt eine Welle von betrügerischen Anrufen nach der anderen über unsere Region hinweg, mit dem Ziel, unsere Senioren um ihr Erspartes oder um ihre Wertgegenstände zu bringen. Das Polizeipräsidium Koblenz informiert.




Aktuelle Artikel aus der Vereine


Sebastian Stahl Stiftung spendet an Lebensmittelretter

Hachenburg/Region. In Gedenken an ihren Sohn Sebastian gründeten Andreas und Cornelia Stahl die Sebastian Stahl Stiftung. ...

BUND: Spurensuche nach dem Gartenschläfer startet wieder

Mainz/Koblenz. Doch die Bestände des Gartenschläfers gehen seit Jahrzehnten drastisch zurück. In vielen Regionen ist das ...

Vortragsabend: Vom Ende der Evolution und des Menschen

Quirnbach. Er spricht zum Thema, welche Bedeutung die Biodiversität für das Überleben der Menschheit hat. „Während alle vom ...

Anschluss für Kinder der Goethe-Schule

Höhr-Grenzhausen. Aus dem gemeinsamen Spendentopf wurden Tablet-Computer bezahlt, und Sponsor Telefonica packte sowohl einen ...

MGV CÄCILIA Horbach bittet um viele Stimmen

Horbach. „Wir belohnen mit dem Sila Award Chöre, die in Zeiten der Pandemie kreative Wege gefunden und weiterführende Ideen ...

Sympathieträger Kiebitz ist stark gefährdet

Region. Der Kiebitz (Vanellus vanellus) ist ein Zugvogel, der gerade jetzt aus dem Süden zurückkehrt. Kiebitze sind standorttreue ...

Weitere Artikel


Traktor gerät in Angelweiher

Hundsangen. Die Feuerwehren Hundsangen, Obererbach und Teile der Feuerwehr Wallmerod wurden daraufhin gegen 14 Uhr alarmiert.

Bei ...

Ab 1. Oktober keine Testung mehr von Reiserückkehrern

Montabaur. Generell sei darauf zu achten, dass die Tests bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sein dürfen oder innerhalb ...

Rheinland-Pfalz führt „Corona Warn- und Aktionsplan RLP“ ein

Region. „Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung verhält sich äußerst vernünftig und rücksichtsvoll. Dafür danke ich den ...

Kinder warfen Steine und Äste auf fahrende Autos - Zeugen-Aufruf

Montabaur. Am heutigen 29. September 2020 zwischen 15:45 Uhr und 15:50 Uhr fuhren zwei PKW die Wirzenborner Straße in Fahrtrichtung ...

Im Kreis 13 neue Fälle - Löwenzahnschule in Irmtraut mit betroffen

Montabaur. Die Ergebnisse der Tests an der Theodor-Heuss-Realschule plus in Wirges am Ende der Quarantänezeit liegen nun ...

Trotz Corona lief die kommunalpolitische Arbeit in der VG Hachenburg weiter

Hachenburg. Erfreulicherweise habe es in der Mitarbeiterschaft keine Coronafälle gegeben und über Schichtarbeit, Home-Office ...

Werbung