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Nachricht vom 19.09.2020    

Nicole nörgelt – über lästige Wespen

Von Nicole

GLOSSE | Hach, war das herrlich! Eine ganze Woche wunderbaren Spätsommer im September. Nochmal Sonne und angenehme Wärme ohne die brüllende Hitze, die sogar ausgemachten Sonnenkindern wie mir den Schweiß ausbrechen lässt. Nochmal ohne Jacke rausgehen, die warme Strahlen auf nackten Armen und Beinen, das Gesicht in den fast wolkenlosen Himmel halten, auf dem Balkon frühstücken… Nur, dass ich dabei ungebetene Gäste hatte, fand ich nicht so toll.

Wespen können am Esstisch auf der Terrasse ganz schön lästig werden. Symbolfoto

Region. Viele, viele aufdringliche, schwarz-gelbe Gäste, die sich ungefragt über meinen Kaffeetisch hergemacht und mich mit ihren Stacheln bedroht haben. Ganz schön frech. Muss sich das eine harmlose Nörgeltante gefallen lassen?

Zugegeben, ein bisschen zwiegespalten bin ich da schon. Schließlich hatte ich im Frühjahr extra auf zwei breiten Streifen in meinem kleinen Garten insektenfreundliche Blumenmischungen ausgesät. Die haben den ganzen Sommer über wunderschön geblüht, auch bei wenig Pflege durch mich als ausgesprochen faule Gärtnerin, und allem Augenschein nach doch jeder Menge Schmetterlinge, Bienen und sonstigen Mini-Gartenbewohnern ein dankbar angenommenes Büffet geboten. Kann ich mich da beschweren, wenn die Herrschaften auch auf den Balkon kommen, um zu gucken, was es da noch Leckeres gibt?

Ja! Eine ganze Wolke dreister Wespen habe ich nämlich nicht an mein Büffet eingeladen! Gegen ein, zwei der krawalligen Summer hätte ich ja gar nichts gesagt, aber kaum, dass Teilchen oder Kuchen, Limo oder Saft oder auch nur ein schnödes Schinkenbrötchen auf dem Frühstückstisch standen, rückten sie an wie der sprichwörtliche Heuschreckenschwarm, nur summend statt zirpend. Da hat es mir auch nichts genutzt, mit Argusaugen um das Haus zu pirschen und nach dem Nest der wilden Bagage zu fahnden, denn fündig geworden bin ich nicht, anscheinend haben die Damen ihre Behausung bestens versteckt.

Dafür habe ich alle möglichen Tipps zu deren Vertreibung ausprobiert, die mir mein Freundeskreis so zugerufen hat. Kaffeesatz verbrennen soll die Flügler zuverlässig vergraulen? Nun, bei mir hat es zwar geraucht, und zwar so sehr, dass es mich gleich mit vertrieben hat, aber die Schwarz-Gelben haben sich herzlich wenig darum geschert. Eine braune Papiertüte oder Backpapier zusammenknüllen, an die Wand hängen und so ein fremdes Nest simulieren? „Meine“ Wespen sind anscheinend gesellige Nachbarn, die sich nicht für die Wohndichte in ihrem Viertel interessieren. Das einzige, was geholfen hat, war, die Fräuleins mit reichlich kaltem Wasser aus der Sprühflasche zu bespritzen. Das hat sie vertrieben oder mindestens zum Landen gezwungen, was für ein Sieg!

Gut, ein bisschen lästig war es schon, beim Frühstück um den Tisch zu hechten, die Sprühflasche im Anschlag wie Robin Hood seine Armbrust und Brötchen und Marmelade gegen die einfallenden Horden zu verteidigen wie den Sherwood Forest gegen den Sheriff von Nottingham. Wenigstens habe ich auf diese Weise meinen Frühsport gleich mit erledigt, ein kleines Pflaster für meine faule, nörgelige Miesepeter-Seele.

Und irgendwie freue mich nun doch auf den Herbst. Ein klitzekleines bisschen nur, denn Kälte und Nässe mag ich mindestens genauso wenig wie die uneingeladenen Wespen. Die allerdings werde ich nicht vermissen und so hat jeder Anlass zur Nörgelei doch ein wenig Sonnenschein in sich.

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund!
Ihre Nicole


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