Werbung

Nachricht vom 17.09.2020    

Hering: Geopark Westerwald-Lahn-Taunus stärker bekannt machen

Eigentlich hätte der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus in diesem Frühjahr sein großes Jubiläum feiern können, wäre da nicht die Pandemie dazwischengekommen. Es bleibt dem Geopark allerdings der 20. September 2020. Dann findet, wie jedes Jahr am dritten Sonntag des Septembers, der Tag der Geotope mit zahlreichen Veranstaltungen auch im Westerwald statt.

MdL Hendrik Hering suchte das Gespräch mit den Vertretern des Geoparks Michael Volkwein und Philipp Borchard und dem Geschäftsführer des Stöffelparks Martin Rudolph. Fotos: privat

Enspel. So wird im Landschaftsmuseum eine neue Dauerausstellung eröffnet, die auch den Basaltabbau , das Töpferhandwerk und Impressionen der Eisenerzgewinnung beleuchtet und im Stöffelpark finden neben Führungen auch eine Gesprächsrunde zu Vulkanismus statt. Grund genug für den SPD-Landtagsabgeordneten Hendrik Hering, sich mit der Geschäftsführung des Geoparks und des Stöffels zu treffen, um zu besprechen, wie man diese hochspannende Einrichtung bekannter machen kann. Für ihn ist wichtig, was die Politik tun kann, den Geopark zu stärken.

Michael Volkwein, Mitarbeiter des Geoparks gab Hering einen Überblick über eine Region von ganz besonderer geologischer, landschaftlicher, kultur- und montanhistorischer Qualität. Auf 3.800 Quadratkilometern Fläche, die sich vom rheinischen Schiefergebirge im Westen über den Westerwald und den Taunus bis hin zu Teilen des westhessischen Berglands erstreckt, können über 400 Millionen Jahre Erdgeschichte und über 2000 Jahre Bergbaugeschichte erkundet und erlebt werden. Hauptthema der seit 2012 als „Nationaler Geopark" anerkannter Einrichtung, die ihre Geschäftsstelle in Braunfels hat, ist der Rohstoffabbau. Vom berühmten Lahnmarmor, der sogar im Empire-State-Buliding in New York zu finden ist über Ton und Basalt bis hin zur Erzgewinnung haben diese Rohstoffe das Leben und die Arbeitswelt nachhaltig geprägt.

Volkwein bedauert, dass die Schulen die Chancen, mit dem Geopark das GEO-Thema vertieft zu behandeln, leider nicht genutzt werden und er habe den Eindruck, dass dieses wichtige regionalgeschichtliche Thema als außerschulischer Lernorte direkt vor der Haustüre den Lehrern nicht nahegebracht und somit auch nicht genutzt werde. Im Stöffelpark wäre Unterricht für die Fächer Erdkunde, Biologie, Wirtschaftsgeschichte oder eben für Metallbau-, Maurer- oder Schreinerazubis in den berufsbegleitenden Fächern der Berufsbildenden Schulen möglich. Außerdem würde sich Volkwein wünschen, dass die Landestourismusagentur auch Geoparke berücksichtigen würde.



Martin Rudolph, Geschäftsführer des Stöffels sieht allerdings schon Fortschritte, denn das Studienseminar aus Westerburg komme inzwischen bei der Lehrerausbildung zum Stöffel und zwei Grundschulen der Region sind mittlerweile „Stöffelschulen".

Hendrik Hering regte an, Unterrichtsmaterialien für Schulen zu erstellen, die zum Beispiel die letzten einhundert Jahre der Industriegeschichte unserer Heimat zum Inhalt haben könnten. In unserer Landschaft seien überall die Spuren einer bewegten Vergangenheit zu finden. Gerade für Kinder und Jugendliche sei es daher wichtig, sich auf Spurensuche zu begeben und so den Wert der natürlichen Gegebenheiten und kulturellen Besonderheiten zu erleben und zu begreifen.

Außerdem solle man die Zusammenarbeit mit den Hochschulen über die Kooperation mit der Uni Gießen hinaus erweitern, in denen oft Themen für die Forschung gesucht werden. Der SPD-Abgeordnete dankte abschließend seinen Gesprächspartnern für diesen fruchtbaren Austausch und sagte zu, mit dem Geopark im Gespräch bleiben zu wollen und daran mitzuarbeiten, die Einrichtung bekannter zu machen. (PM)



Mehr dazu:   Tourismus   SPD  
Lokales: Westerburg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
   

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Politik


SPD-Kreistagsfraktion fordert Hitzeschutzkonzept und kommunales Förderprogramm

Damit der Westerwaldkreis zukünftig besser auf Hitzeperioden eingestellt ist, hat die SPD-Kreistagsfraktion ...

Podiumsdiskussion zur Landratswahl im Westerwaldkreis: Erfolgreicher Austausch in Bad Marienberg

In Bad Marienberg fand am Donnerstag (30. Juli 2026) die sechste Podiumsdiskussion der Ahmadiyya Muslim ...

Rücktritt von Hübinger Ortsbürgermeister Hendrik Balagny

Hendrik Balagny, der Ortsbürgermeister von Hübingen, hat seinen Rücktritt angekündigt. Seine Entscheidung, ...

Kopfschütteln in Rheinland-Pfalz über Merz' Umgang mit Schnieder

Unruhe in der CDU: Bundeskanzler Friedrich Merz steht wegen seines Umgangs mit Verkehrsminister Patrick ...

CDU Westerwald startet Diskussionsreihe "Koblenzer Straße"

Die CDU Westerwald lädt zu einer neuen Diskussionsreihe ein, die sich mit aktuellen Themen der Region ...

Justizminister Martin verteidigt Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland

Die Diskussion um das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland hat durch den Rücktritt von Jens Spahn ...

Weitere Artikel


Fertigstellung der Baumaßnahme K34 Ortsdurchfahrt Stein-Neukirch

Der Landesbetrieb Mobilität Diez teilt mit, dass die Bauarbeiten in der Ortsdurchfahrt Stein-Neukirch ...

Pilzexkursion in Hübingen verlegt auf 3. Oktober – wenn es vorher regnet

Der Regen fehlt auch den heimischen Pilzen, die wegen der Trockenheit nur verein-zelt zu finden sind. ...

Konzessionsverträge für Strom für 20 Jahre verlängert

Die Stromkonzessionen für die Verbandsgemeinde Wallmerod wurden neu vergeben: Auch dieses Mal entschieden ...

Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Kreistag will kreisweites Rufbussystem

Zur Kreistagssitzung am 25. September 2020 stellt die Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN einen Antrag zu ...

Bronzenes Feuerwehr-Ehrenzeichen an verdiente Wehrleute verliehen

Gemeinsam mit der Wehrleitung zeichnete Bürgermeister Andreas Heidrich im Auftrag von Innenminister Roger ...

Handwerk spricht mit Azubispots potenzielle Lehrlinge an

Azubispots - das ist ein neues Format für die direkte Vermittlung von freien Ausbildungsplätzen zwischen ...

Werbung