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Nachricht vom 15.09.2020    

Familienunternehmen wie EWM machen Landkreise stark

Landkreisen mit vielen Familienunternehmen geht es gut. Sie sorgen für Arbeits- und Ausbildungsplätze, für mehr Einwohner und verhindern Abwanderung. Dazu sind Familienunternehmen innovativ, so die aktuelle Studie „Die Bedeutung der Familienunternehmen für ländliche Räume“ des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Hinter diesem Erfolg stehen harte Arbeit und viel persönlicher Einsatz von Mitarbeitenden und Führungskräften in den Unternehmen, wissen Vorstand und Aufsichtsrat der EWM AG in Mündersbach.

Die Köpfe hinter dem Familienunternehmen EWM (von links): Michael Szczesny (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender), Stefan Szczesny (Vorstand Standorte China und Russland), Angelika Szczesny-Kluge (Aufsichtsratsvorsitzende), Robert Stöckl (Vorstand Vertrieb), Jan Szczesny (Vorstand Technische Entwicklung), Michael Bersch (Vorstand Finanzen & Controlling), Wiebke Szczesny-Bersch (Vorstand Finanzen & Controlling), Susanne Szczesny-Oßing (Vorstandsvorsitzende). Foto: privat

Mündersbach. EWM ist ein klassisches Familienunternehmen im ländlichen Raum und das, was allgemein als „Hidden Champion“ bekannt ist: Seit der Gründung 1957 entwickelte sich der kleine Komponentenhersteller für Schweißgeräte zu Deutschlands größtem und weltweit einem der führenden Anbieter für Lichtbogen-Schweißtechnik. Dank eigener Forschungs- und Entwicklungsabteilung rund um den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Michael Szczesny, seit 1980 Kopf der technischen Entwicklung, und seinen Sohn Jan Szczesny, ist EWM heute einer der globalen Technologietreiber, der in der Schweißbranche immer wieder neue Impulse setzt.

Das Unternehmen ist einer der wichtigsten Arbeitgeber, ein attraktiver Ausbildungsbetrieb, der jährlich hochqualifizierte Fachkräfte hervorbringt, und wichtiger Unterstützer in der Region. 350 Mitarbeitende gibt es allein am Stammsitz in Mündersbach, einem 800-Seelen-Dorf. An den 16 Standorten in ganz Deutschland und sieben Standorten in der Welt beschäftigt das Unternehmen weitere 400 Mitarbeiter.

Eine Familie steht dahinter
Die beiden Söhne von Firmengründer Edmund Szczesny, Bernd und Michael Szczesny, leiteten das Unternehmen viele Jahre gemeinsam. 2013 wurde EWM in eine AG umgewandelt. Seitdem wird das Unternehmen in Vorstand und Aufsichtsrat generationenübergreifend geführt. Zum 1. September 2020 wurde Susanne Szczesny-Oßing, die bisherige Aufsichtsratsvorsitzende, zur Vorstandsvorsitzenden bestellt. Ihre Mutter Angelika Szczesny-Kluge wurde in den Aufsichtsrat der EWM AG berufen und übernimmt nun die Position der Aufsichtsratsvorsitzenden. Den Bereich Finanzen und Controlling leiten Wiebke-Szczesny-Bersch und ihr Mann Michael Bersch. Dem Vertrieb steht Robert Stöckl vor. Stefan Szczesny komplettiert als Verantwortlicher für die Standorte in China und Russland den Vorstand.

Kurze Kommunikationswege und Zusammenhalt
Mit der großen Bandbreite an Erfahrung in Vorstand und Aufsichtsrat hat EWM schon einige Herausforderungen gemeistert, so wie die Finanzkrise 2007. Das Jahr 2020 mit der Corona-Pandemie stellt das Familienunternehmen allerdings, wie alle Unternehmen, vor besondere Herausforderungen. „Wir erleben gerade, wie schnell sich Rahmenbedingungen – nicht nur für die Wirtschaft – ändern können. Innovativ und flexibel darauf zu reagieren, macht erfolgreiche Unternehmen aus“, weiß Susanne Szczesny-Oßing.

Und EWM reagiert: Dank kurzer Kommunikationswege und dem unbedingten Rückhalt der Belegschaft konnte das Unternehmen sehr schnell die Ausrichtung anpassen. Da kam die interne Entscheidung, die bereits im Sommer 2019 getroffen worden war, sich 2020 noch stärker auf den direkten Kundenkontakt zu fokussieren, einer Vorhersicht gleich. Der Plan ging auf – trotz Lockdown. Die digitalen Möglichkeiten dafür waren vorhanden. Videos und Chats ersetzten für kurze Zeit die Vorführungen von Schweißgeräten. Vertriebs- und Servicemitarbeiter waren und sind jederzeit ansprechbar und unter Einhaltung der Hygieneregeln für Kunden unterwegs. Videokonferenzen und Online-Schulungen werden bis heute intensiver und häufiger eingesetzt. Vorträge werden in Livestreams und online angeboten. Auch das Instrument der Kurzarbeit wird positiv genutzt.

Erste Erfolge sind sichtbar. Die Umsätze stabilisieren sich. „Wir arbeiten kontinuierlich daran, EWM von einer guten Gegenwartsfähigkeit in eine noch bessere Zukunftsfähigkeit zu führen. Das zahlt sich in solchen Zeiten, wie wir sie gerade erleben, aus“, weiß Angelika Szczesny-Kluge.

Die genannte Studie der Stiftung Familienunternehmen ist hier abrufbar: https://www.familienunternehmen.de/media/public/pdf/publikationen-studien/studien/Die-Bedeutung-der-Familienunternehmen-fuer-laendliche-Raeume_Studie_Stiftung-Familienunternehmen.pdf. (PM)


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