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Nachricht vom 11.09.2020    

Priorität Gesundheit: Fastnacht, wie wir es kennen, kann es nicht geben

In Rheinland-Pfalz haben Fastnacht und Karneval Tradition und eine große Bedeutung für viele Menschen. Daher hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer sich mit den Vertretern der Rheinischen Karnevals-Korporationen (RKK) und des Bundes Deutscher Karneval (BDK) ausgetauscht.

Karneval wird diese Session anders sein. Symbolfoto

Region. „Fastnacht und Karneval sind genauso wie Ostern, Weihnachten fest im Jahreskalender verankert. Trotzdem ist klar, dass es die fünfte Jahreszeit, so wie wir sie kennen, in der nächsten Kampagne nicht geben wird“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach ihren Gesprächen mit Vertretern der Rheinischen Karnevals-Korporationen (RKK) und des Bundes Deutscher Karneval (BDK). Sie war sich mit den Verbänden einig, dass Fastnacht in anderer Form stattfinden könne.

„Fastnacht hat sich schon oft neu erfunden und auf schwierige Zeiten eingestellt. Auch die zahlreichen Umfragen der vergangenen Tage hätten gezeigt, dass die ganz überwiegende Mehrheit der Fastnachter sich nicht vorstellen könne, Saal-Fastnacht oder närrische Großveranstaltungen zu besuchen. Mit Blick auf die Sitzungskampagne sei nicht vorstellbar, dass Menschen vier bis sechs Stunden auf engstem Raum gemeinsam singen und schunkeln. „Die Fastnacht ist kreativ und wird neue Formate finden“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Es gebe inzwischen zahlreiche Online-Angebote, Live-Streams von Veranstaltungen mit reduzierten Teilnehmerzahlen, aber auch wunderbare kleine Formate, zum Beispiel einzelne Auftritte in oder vor sozialen Einrichtungen, in Kindertagesstätten etc.



Gleichzeitig zeigte sie Verständnis dafür, wenn Vereine zu dem Ergebnis kommen, in diesen ungewissen Zeiten keine Veranstaltungen durchführen zu wollen. "Unsere Mitgliedsvereine wünschen sich Planungssicherheit, auch um finanzielle Risiken auszuschließen. Sie lieben und leben den Karneval. Wir müssen alles tun, um das vielfältige und tolle Ehrenamt in diesem Bereich zu stärken. Karneval ist toll, Gesundheit ist besser“, bekräftigte der Präsident der RKK Hans Mayer.

Der BDK dankte der Ministerpräsidentin für ihr Verständnis und wies darauf hin, dass sich Fastnacht und Karneval eben nicht im weinseligen Schunkeln in vollbesetzten Sälen und in Straßenumzügen erschöpft, sondern auch musikalische und politisch-literarische und Kokolores-Beiträge zu bieten hat, die nicht allein auf die herkömmlichen Feierformen angewiesen sind. „Fastnachter und Karnevalisten sind kreativ, sie finden neue Darbietungsformen und können so trotz Krise präsent sein“, betonte der Präsident des BDK Klaus-Ludwig Fess. (PM)


Mehr dazu:   Karneval  
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