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Nachricht vom 08.09.2020    

Schwalbenfreunde für Engagement ausgezeichnet

Mehl- und Rauchschwalben haben es bei uns nicht leicht. Denn sowohl ihre Nahrungsquelle in Form von Insekten als auch Lehmpfützen, die das Baumaterial für ihre Nester liefern, werden immer seltener. Zudem freut sich leider nicht jeder über die fliegenden Mitbewohner an der Hauswand oder im Kuh- oder Pferdestall. Jedoch werden die noch bestehenden Brutmöglichkeiten immer wertvoller, denn beide Schwalbenarten sind laut der Roten Liste von Rheinland Pfalz gefährdet und stehen zudem genau wie ihre Brutstätten nach den Paragraphen 39 und 44 des Bundesnaturschutzgesetzes unter Schutz.

Oben links: Familie Dümler, Ehepaar Kuschefski aus Oberelbert (oben rechts), Familie Hüsch aus Kausen (unten links) Klaus Sanner (unten rechts) und Familie Aller vom Wiesenhof in Maxsain (Mitte). Foto: NABU

Holler. Daher ist es ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Mehl- und Rauchschwalbe, wenn Haus- oder Stallbesitzer/innen sich für den Erhalt vorhandener Naturnester einsetzen oder sich um die Anbringung künstlicher Nisthilfen bemühen.

Der NABU Montabaur freut sich ganz besonders über das Engagement einiger Bürger/innen, die nun für ihre schwalbenfreundlichen Häuser oder Ställe ausgezeichnet wurden. Petra de Quintanilha Mantas vom NABU Montabaur besuchte die Schwalbenfreunde, um ihnen eine Urkunde sowie eine Plakette zu überreichen, die mit der Auszeichnung verbunden sind.

Geehrt wurde unter anderem die Familie Dümler aus Rückeroth, die in einem Kuhstall mehrere Rauchschwalbennester beherbergt. Familie Hüsch aus Kausen hat einige Mehlschwabennester an ihrem Wohnhaus, genau wie das Ehepaar Kuschefski aus Oberelbert. In den beiden Ställen von Klaus Sanner, der zusammen mit seinem Enkel die Plakette entgegennahm, haben sich in insgesamt 34 Nestern Rauchschwalben angesiedelt. Familie Aller vom Wiesenhof in Maxsain bietet mit 60 Nestern einer großen Zahl Rauchschwalben ein Zuhause und wurde ebenfalls ausgezeichnet. Insgesamt betreut der NABU Montabaur elf Haus- und Hofbesitzer/innen, die er auch teilweise mit Nisthilfen und Kotbrettern versorgt hat. (PM)


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