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Nachricht vom 29.08.2020    

Doppel-Erfolg für Frauenklinik

Geschafft: Nach zwei Tagen intensiven Check-ups in allen Bereichen wurde jetzt die Frauenklinik St. Vincenz erstmals als Gynäkologisch-Onkologisches Genitalkrebszentrum zertifiziert. Doppelter Erfolg: Die Gutachter von Onkozert stellten auch dem Brustzentrum ein gutes „Zeugnis“ aus und rezertifizierten das Brustzentrum St. Vincenz.

Zertifiziertes gynäkologisches Team. Foto: St. Vincenz

Limburg. Zwei unabhängige Experten der Zertifizierungsgesellschaft Onkozert bescheinigten dem Team unter Chefarzt Dr. Peter Scheler hohe Qualität der Patientenversorgung, hervorragende fachliche Expertise im ärztlichen und pflegerischen Bereich, sehr gute Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen und vor allem: außerordentlich großes Engagement der Mitarbeiter in allen Bereichen! Chefarzt Dr. Peter Scheler dankte seinem engagierten Team, allen Mitstreitern bei der Zertifizierung und vor allem auch der Leiterin des frisch zertifizierten Zentrums, seiner Leitenden Oberärztin Dr. Lena Spath. Besonderen Dank zollte er auch der Koordinatorin des Brustzentrums, Dr. Marina Guilherme, denn es galt einen doppelten Erfolg für die Frauenklinik zu verzeichnen: Die Gutachter von Onkozert stellten auch dem Brustzentrum ein gutes „Zeugnis“ aus und rezertifizierten das Brustzentrum St. Vincenz.

Für die erfolgreiche Auszeichnungen werden in beiden Bereichen strenge Qualitätsansprüche an Strukturen und Prozesse gestellt. Eine ganzheitliche Versorgung der Patienten, wie sie von den onkologischen Fachgesellschaften gefordert wird, ist nur durch ein Netzwerk von Spezialisten unterschiedlicher medizinischer und pflegerischer Fachrichtungen möglich. So gilt die externe Anerkennung nicht nur den Mitarbeitern der Frauenklinik, sondern auch den Radiologen, Nuklearmedizinern und Strahlentherapeuten, den Onkologen, Anästhesisten und Pathologen des St. Vincenz. Auch der Sozialdienst, die Physiotherapeuten und Psychoonkologen sind an der Limburger Klinik in die Behandlung eingebunden. In diesem Kontext bescheinigten die Experten dem St. Vincenz ein sehr gut abgestimmtes Netzwerk für eine bestmögliche Patientenversorgung.

Eine schöne Bestätigung für alle Beteiligten, auch für Qualitätsmanagementbeauftragten Peter Voss: „Zum ersten Mal können wir zwei Organ-Krebszentren vorweisen! Dieser Erfolg ist uns allen ein enormer Ansporn auf dem Weg zum Onkologischen Zentrum St. Vincenz!“ Auch Geschäftsführer Guido Wernert und seine Stellvertreterin Anett Suckau zollten dem Team der Frauenklinik großen Respekt: „Eine bemerkenswerte Leistung aller Mitarbeiter und Kooperationspartner und eine wunderbare Bestätigung für Behandlungsqualität auf hohem Niveau – das freut uns ganz besonders in diesen schwierigen Zeiten.“ Beide werteten die Auszeichnung als gute Botschaft für die Frauen der Region: „Sie können sicher sein, auf dem Schafsberg gute Struktur- und Behandlungsqualität anzutreffen in Kombination mit einer hohen Dosis von Empathie und Engagement.“

OnkoZert ist ein unabhängiges Zertifizierungsinstitut, das im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft die Umsetzung der fachlichen Anforderungen an onkologische Zentren überprüft. Um in den Kreis der zertifizierten Zentren aufgenommen zu werden, bedarf es nicht nur umfangreicher Qualifikationen bei den behandelnden Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten, sondern auch ständig trainierter, interdisziplinärer klinischer Routine. Absichtserklärungen allein reichen den Experten dabei nicht: Jedes Zentrum muss seine Arbeitsweise auch regelmäßig extern kontrollieren und auswerten lassen. Zu den fachlichen Anforderungen für den Erhalt des Zertifikats gehören neben enger interdisziplinärer Zusammenarbeit und einer modernen Geräteausstattung auch Mindestfallzahlen für Chemotherapien und Operationen. Voraussetzung für eine Zertifizierung ist es auch, dass nicht ein einzelner Arzt allein Therapieentscheidungen trifft, sondern diese im interdisziplinären Fachteam diskutiert werden. Die Therapie wird damit auf eine breite Grundlage gestellt, die Meinung vieler Spezialisten berücksichtigt. Diese Diskussionen im Expertenteam in Verbindung mit hohen Standards in der bildgebenden Diagnostik führen somit zu einer ganzheitlichen und individuell auf die persönlichen Bedürfnisse der Patientin zugeschnittenen Therapie. (PM)


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