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Nachricht vom 23.08.2020    

Nicole nörgelt… über Spieleabende mit folgender Ehekrise und mehr

Von Nicole

GLOSSE | Mögen Sie Ihre Freunde, Ihre Familie, ja vielleicht sogar Ihre Kollegen und Nachbarn? Dann lassen Sie mich Ihnen einen Rat geben: Es gibt da eine Sache, die hat mehr Freundeskreis zerstört und Beziehungen ruiniert als Fremdgehen unter Alkoholeinfluss und die fieseste Gerüchteküche zusammen. Wenn im Laufe eines geselligen Abends irgendwer die Uno-Karten auf den Tisch legt und zum lustigen Kartenspiel aufruft – laufen Sie! Uno ist Krieg! Und es hört nicht auf, bis einer weint!

An so einem Spieleabend kann es schon mal fliegende Karten geben. Foto: Wolfgang Tischler

Dierdorf. Ehrlich, ich dachte schon, mit dem Monopoly-Massaker vor ein paar Jahren habe ich alle Eskalationsstufen eines „Spieleabends“ schon miterlebt. Denn spätestens, als meine Freundin ihren Liebsten quer über den Tisch anbrüllte, dachte ich, es kann nicht mehr schlimmer werden: „Wenn du die Schlossallee kaufst, ermorde ich dich heute Nacht im Schlaf!“ Natürlich hat er gekauft. Und ein Hotel gebaut. Und natürlich ist sie darauf gelandet. Jedenfalls weiß ich jetzt, dass so ein Monopoly-Spielbrett ganz schön aerodynamisch ist. Das fliegt einen halben Straßenblock weit, wenn man es laut schreiend von einem Balkon im zweiten Stock schleudert, umweht von bunten Spielgeld-Zettelchen.

Und dann Uno. Als Kind habe ich immer Maumau mit meinen Freundinnen gespielt und es haben alle überlebt. Also dachte ich mir nichts dabei, als ich neulich im Freundeskreis an einem Tisch landete, an dem grade die Karten ausgeteilt wurden. Wie schlimm kann so ein harmloses Kartenspiel schon werden? Es geht ja nicht um Geld, man kann nicht bluffen und braucht keine große Strategie, man spielt einfach die Karten aus, die man auf der Hand hat und hofft, dass keiner schneller fertig ist. Ganz easy. Dachte ich. Hach, was bin ich manchmal naiv.

Das Ganze blieb ja noch harmlos, als die erste „Plus Vier“ fiel, es wurde ein bisschen gezetert, sich gegenseitig geneckt und auch mal ein Flunsch gezogen. Aber nach und nach wurde das gehässige Lachen lauter, die Blicke böser und das Geschrei spitzer, wenn jemand ziehen musste. Und gut, ich gebe zu, ich habe mich auch ein bisschen reingesteigert, als ich plötzlich nur noch mit meiner vermeintlich besten Freundin, die ich seit Schulzeiten kenne, in der Endrunde saß, alle anderen schon fertig und gebannt starrend um uns herum, denn verlieren und als letzte übrig bleiben wollte natürlich keiner. Und dann passierte es… „Plus Zwei“, „Plus Vier“ und so weiter und aufeinander und plötzlich habe ich nichts mehr auf der Hand und soll 14 Karten ziehen?

„Das ist der schlimmste Verrat seit dem Spickzettel-Vorfall in der siebten Klasse, als ich wegen dir eine Fünf gekriegt hab und monatelang zur Nachhilfe gescheucht wurde!“, kreischte ich über den Tisch, während mein Gegenüber sich schüttelte vor Lachen. „Du hattest meine Barbie rasiert, das hattest du verdient!“, rief sie zurück. Natürlich habe ich das Spiel verloren. Und ein paar Runden später Rache genommen. Das heißt, ich war auf dem besten Weg, bis irgendjemand vor lauter Wut den ganzen Kartenstapel vom Tisch wischte und sich die Spielrunde in wildem Gezeter auflöste.

Seitdem reden zwei Leute nicht mehr miteinander, ein Paar schläft in getrennten Betten und eine Cousine hat meine Freundin auf sämtlichen Social Media-Kanälen blockiert. Das finden Sie kindisch? Dann bitte helfen Sie mir! Ich bin nächste Woche zum Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen eingeladen und ich habe echt Angst. Soll ich eine schussfeste Weste anziehen oder reicht ein schneller Selbstverteidigungskurs? Bin ich froh, dass ich nur erwachsene Freunde habe…

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund!
Ihre Nicole


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