Werbung

Nachricht vom 16.08.2020    

Buchtipp: „Mord im Westerwald“ von Kerstin Lehmann

Von Helmi Tischler-Venter

Pater Andreas liegt mit einem Messer im Rücken auf dem Rasen der Zisterzienser-Abtei Marienstatt. Ausgerechnet hier, an dem idyllischen Ort der Kontemplation. Wer sollte den allseits beliebten Mönch und Lehrer töten wollen? Kommissar Meyer von der Kripo Koblenz kommt frustrierend langsam vorwärts bei seinen Ermittlungen.

Buchtitel. Foto: Verlag

Dierdorf. Doch er findet bei seinen Ermittlungen heraus, dass jeder eine Leiche im Keller hat, denn in der Vergangenheit des Opfers, in dem renommierten Gymnasium des Ordens und zwischen den konfessionellen Gruppierungen der Region gibt es Ungereimtheiten, Streit und Ärger.

Kerstin Lehmann recherchierte sehr genau: Man kann mit dem Buch in der Hand die Umgebung des Klosters an der Nister, das nahe gelegene Hachenburg, die Kreisstadt Montabaur und das historische Dillenburg erwandern und alles so vorfinden wie beschrieben. Auch die regionalen Konflikte mit fundamentalistischen Christen und Muslimen treffen zu.

Nebenbei erfährt der Leser eine Menge über die Abtei Marienstatt und das Leben ihrer Mönche, die katholischen Orden, alte Heilpflanzen, griechische Mythologie, Geographie und Geschichte des Westerwalds und die Damen in den Wohnmobilen. Letztere erweisen sich für den verzweifelt ermittelnden Kommissar als hilfreiche Informantinnen.



Die Gäste des Klosters beleben das Geschehen mit ihren eigenen Recherchen und ihren liebenswerten Eigenheiten. Von Seiten der Eltern des ermordeten Paters – der Vater besitzt einen florierenden Basaltbetrieb, der seine ganze Zeit und Kraft auffrisst - wird über den Vorgesetzten Druck auf den Kommissar ausgeübt. Mysteriöse Zettel mit kryptisch verschlüsselten Wörtern vernebeln die Ermittlungen zusätzlich.

Kurz bevor der Kommissar von dem Fall abgezogen und der Fall als unlösbar zu den Akten gelegt wird, wird der Koten in den verwirrenden vielen Spuren doch noch entwirrt, wenn auch nicht durch den Polizisten. Am Ende hängt alles mit allem zusammen.

Erschienen ist der Westerwald-Krimi bei der Kelebo Verlagsgesellschaft, ISBN 978-3-948978-02-0. htv


Mehr dazu:   Buchtipps  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

.: Neu bei Instagram :. => @kuriere_news

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Kultur


Orgeltriduum in der Abteikirche: Drei Konzerte im September 2025

ANZEIGE | Die Abteikirche lädt im September 2025 zu einem besonderen Orgeltriduum ein. An drei Terminen ...

MT-Kulturtreff diskutiert Zukunft der Kulturarbeit in Montabaur

Der MT-Kulturtreff lädt am Dienstag, 9. September 2025, ins Landesmusikgymnasium Montabaur ein. Kulturschaffende ...

Poesie und Musik für den Tierschutz: Tina Hüsch liest im Stöffel-Park

ANZEIGE | Am Donnerstag, 28. August 2025, präsentiert die "Wundertütenpoetin" Tina Hüsch ihr neues Werk ...

Literatur trifft Punk – Eckhart Nickel liest im Haus Felsenkeller

ANZEIGE | Die Westerwälder Literaturtage 2025 stehen unter dem Motto "Forever Young". Am 6. September ...

Musik und Solidarität: Charity-Konzert in Unnau-Korb

Am Samstag, 6. September 2025, verwandelt sich die Kirche in Unnau-Korb in einen Ort der besonderen Klänge ...

Politische Satire in Höhr-Grenzhausen: Die "Berliner DISTEL" zu Gast

Am Freitag, 5. September 2025, erwartet die Besucher des Jugend-, Kultur- und Bürgerzentrums "Zweite ...

Weitere Artikel


Open-Air-Konzert bei Traumwetter

Irische Weisen und Klänge in Countryart unterhielten die Zuschauer im Stöffel-Park. Die Sonne schien, ...

Wanderplan des WWV Bad Marienberg für September

Der Westerwaldverein Bad Marienberg e.V. hat wieder ein abwechslungsreiches Programm für den nächsten ...

Verkehrsunfall mit zwei verletzten Personen

AKTUALISIERT. Zwischen Hillscheid und Höhr-Grenzhausen kam es im morgendlichen Berufsverkehr zu einem ...

Deutsche Weidetierhalter berichten über Existenzbedrohung

Wenn am Aktionstag „Tag der offenen Weide", Am Sonntag, den 6. September von 11 bis 17 Uhr, Weidetierhalter ...

Feuerrot glühende und grau-gelb zerkratzte Industriegebäude

Das große Stöffel-Strahlen zog am 15. August viele Menschen an: Die Licht-Kunst in der von Röhren, Förderbändern ...

Feldvögel retten: Kiebitz & Co brauchen Insekten

Noch vor 40 Jahren gehörten sie ganz selbstverständlich zu unserer Natur. Heute haben Kiebitz, Feldlerche ...

Werbung