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Nachricht vom 08.08.2020    

Geschnitzte Weinfässer von bleibendem Wert

Direkt an der Hauptstraße, gegenüber der Dorfschule in Hattert, war die Wirkungsstätte von Otto Weyer, der in seiner Schreinerei die Liebe zum Werkstoff Holz entdeckte. Dort stand auch das erste Weinfass, das er kunstvoll mit Schnitzerei verzierte und später mitnahm an seine neue Wirkungsstätte an die Berufsbildende Schule in Ingelheim. Als Lehrer der Fachpraxis Holztechnik bildete er Generationen von Schülern aus und weckte in ihnen die Liebe zum Werkstoff Holz.

Eines der viele geschnitzten Fässer. Fotos: Reinhard Panthel

Hattert-Hütte. Befährt man mit dem Auto von der Autobahn oder aus Ingelheim kommend die Rheinstraße, so fallen die Wahrzeichen des Weinlandes sofort auf. Unübersehbar auf einer Verkehrsinsel sind die verzierten Weinfässer inzwischen zum Symbol der Region geworden. „Des Weines Fass im Festtagskleide ist des Gastes Augenweide“ steht in geschnitzten Lettern zu lesen, direkt neben dem kur-mainzerischen Wappen.

Als im Jahr 2000 der Bereich der Winzergenossenschaft zur Bebauung freigegeben wurde, sicherte sich Otto Weyer alle erreichbaren Holzfässer, die dann als Rohstoff für die Schnitzereien dienten.

Sein unermüdliches Wirken hinterlässt Spuren in Gau-Algesheim, auch über seinen Tod in diesem Jahr hinaus. Wer demnächst in den Rheingau fährt und vielerorts geschnitzte Weinfässer entdeckt, erinnert sich dabei gerne an den talentierten Künstler aus dem Westerwald. repa


Lokales: Hachenburg & Umgebung
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