Werbung

Nachricht vom 08.08.2020    

SGD Nord: Monitoringbericht zu Erneuerbaren Energien

Die Entwicklung der Erneuerbaren Energien im nördlichen Rheinland-Pfalz ist in einem aktuellen Bericht der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord veröffentlicht. Insgesamt stand Ende 2019 im Bereich der SGD Nord eine gesamte Nennleistung von 3.404 MW aus erneuerbaren Energien bereit, was dem dreifachen der Nennleistung des jüngst in Betrieb gegangenen Steinkohlekraftwerkes Datteln 4 oder dem zweieinhalbfachen der Nennleistung des stillgelegten Kernkraftwerkes Mülheim-Kärlich entspricht. Der Anstieg zum Vorjahr betrug 78 MW, weitere 200 MW waren genehmigt (siehe Grafik 3).

Photovoltaik. Symbolfoto

Koblenz/Region. Windenergie, Photovoltaik, Bioenergie und Wasserkraft sind in den Regionen Trier, Mittelrhein-Westerwald und Rheinhessen-Nahe wachsende Energielieferanten mit noch nicht ausgeschöpftem Wachstumspotential. Ende 2019 waren im nördlichen Rheinland-Pfalz 1.189 Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von rund 2.482 Megawatt (MW) am Netz oder genehmigt. Über die Jahre betrachtet hat sich die Zahl der am Netz befindlichen Windkraftanlagen seit 2004 von 463 auf 1.138 Anlagen etwas mehr als verdoppelt, während sich die installierte Nennleistung im selben Zeitraum von 429 MW auf 2.329 MW mehr als verfünffacht hat. Diese deutlich verbesserte Effizienz ist auf das sogenannte Repowering zurückzuführen, also den Ersatz bestehender Anlagen durch leistungsstärkere, die größere Abstände zueinander benötigen. Die Zahl der Planungen und der Genehmigungen ist weiterhin rückläufig (Grafiken 1 und 2).

Die Fläche, die über die Regionalplanung und die Flächennutzungsplanung für Windkraftanlagen genutzt werden kann liegt weiterhin bei 1,02 Prozent der Fläche der SGD Nord. Einige dieser Flächen sind noch immer ungenutzt und es bestehen nach wie vor Potentiale für die Errichtung von Windenergieanlagen. So sind in der Planungsregion Mittelrhein-Westerwald noch fünf Vorranggebiete mit einer Gesamtflächengröße von etwa 82 Hektar gänzlich unbelegt, in der Region Trier noch 83 Hektar. In den Landkreisen Birkenfeld und Bad Kreuznach, die zur Planungsregion Rheinhessen-Nahe gehören, sind noch vier Vorranggebiete mit einer Gesamtflächengröße von etwa 250 Hektar ganz frei von Anlagen. Zahlreiche Flächennutzungspläne sind zurzeit noch in der Aufstellung. Ende 2019 waren 10.308 Hektar Sonderbauflächen Windenergie in Planung. Deshalb ist davon auszugehen, dass sich die potentielle Fläche, die für Windkraftanlagen genutzt werden kann, weiter vergrößert.

Zum Thema Solarenergie waren Ende 2019 170 Freiflächen-Photovoltaikanlagen mit rund 429 MW Nennleistung und rund 970 Hektar Grundstücksgröße genehmigt und am Netz. Dies sind 17 Anlagen mit einer Leistung von acht MW mehr als im Vorjahr. Weitere 41 solcher Anlagen mit einer Größe von zusammen 259 Hektar sind geplant.

Zum Stichtag 31. Dezember 2019 waren insgesamt 192 Bioenergieanlagen mit einer installierten Gesamtnennleistung von rund 454 MW in Betrieb, weitere 15 Anlagen mit einer Gesamtnennleistung von 15 MW waren genehmigt.

Bedeutende Wasserkraftanlagen befinden sich an den größeren Flüssen wie Mosel, Lahn, Nahe und Saar. Hier sind 27 Anlagen mit einer Gesamtnennleistung von 225 MW erfasst. Bei den großen Anlagen gibt es keine Veränderungen zu den Vorjahren.

Die Geothermie spielt im nördlichen Rheinland-Pfalz weiterhin keine Rolle.

Insgesamt standen Ende 2019 im Bereich der SGD Nord eine gesamte Nennleistung von 3.404 MW aus erneuerbaren Energien bereit, was einen Zuwachs von 78 MW im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, weitere 200 MW waren genehmigt (Grafik 3).

Das Energieportal der SGD Nord informiert zu aktuellen Entwicklungen und stellt Fachdaten bereit unter Energieportal der SGD Nord.

Zum Hintergrund:
Der Monitoringbericht „Erneuerbare Energien" wertet im Rahmen der Raumbeobachtung die Themen Windenergie, Bioenergie, Photovoltaik, Wasserkraft und Geothermie in den Regionen Trier und Mittelrhein-Westerwald sowie in der nördlichen Teilregion Rheinhessen-Nahe statistisch und räumlich aus. Grundlage der Auswertung ist der Datenbestand des Raumordnungskatasters der Raumordnung und Landesplanung der SGD Nord (Stand: 31. Dezember 2019).


Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Westerwaldkreis erlässt Allgemeinverfügung – Inzidenzwert bei 84,2

Wie schon angekündigt wird es – wie bereits in unseren Nachbarkreisen Altenkirchen und Neuwied - auch für den Westerwaldkreis weitere einschränkende Maßnahmen aufgrund der rasant gestiegenen Infektionszahlen geben. Dazu hat sich die Corona-Task-Force aus Land und Kreis einvernehmlich entschlossen. Der aktuelle Inzidenzwert liegt gemäß aktueller Berechnung des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz nun bei 84,2.


Westerwaldkreis bleibt weiter in der Warnstufe „rot“

Am 27. Oktober meldet das Land für den Westerwaldkreis 888 bestätigte Corona-Fälle, davon inzwischen 610 wieder genesen. Inzidenzwert für den Westerwaldkreis liegt aktuell bei 81,7, also weiterhin im Warnbereich „rot“.


A 48 / B 9 – Verkehrseinschränkung in der AS Koblenz in Richtung Koblenz

Im Auftrag des Autobahnamtes Montabaur erfolgen am letzten Oktoberwochenende und in der ersten Novemberwoche Kanalsanierungsarbeiten im Bereich der Anschlussstelle (AS) Koblenz / B 9. Zum Auf- und Abbau von Schutzeinrichtungen im Baustellenbereich sowie zur Durchführung der Bauarbeiten muss an zwei Terminen die Verbindungsrampe von Trier kommend (A 48) nach Koblenz (B 9) gesperrt werden.


CDU-Vorschlag: Stefan Leukel soll VG-Bürgermeister werden

Vorstand und Fraktion der Christdemokraten der Verbandsgemeinde Hachenburg schlagen Stefan Leukel (36) als CDU-Kandidat für das Amt des Verbandsgemeindebürgermeisters vor. Nach übereinstimmender Meinung in Vorstand und Fraktion ist Stefan Leukel der richtige Mann, um mit frischem Elan neue Akzente in der Verbandsgemeinde zu setzen.


Wirtschaft, Artikel vom 26.10.2020

Marvin ist verliebt in Holz

Marvin ist verliebt in Holz

Handwerk hat nicht nur „goldenen Boden“ sondern auch eine gesicherte Zukunft für diesen Berufsstand. Die Schreinerei Leyendecker wird derzeit in der dritten Generation von Markus Windhagen mit Erfolg fortgeführt. Der Handwerksbetrieb beschäftigt mittlerweile zehn Mitarbeiter. Qualitätsmöbel werden deutschlandweit ausgeliefert.




Aktuelle Artikel aus der Politik


Corona war Thema im Jugend-, Schul-, Sport- und Sozialausschuss

Hachenburg. Eine so lange Sitzungspause, der Ausschuss kam zuletzt am 11. Februar.2020 zusammen, hatte es in der Vergangenheit ...

Förderung zur digitalen Ausstattung der Bad Marienberger Schulen

Bad Marienberg. Über das Sofortausstattungsprogramm stellt der Bund 500 Millionen Euro zur Beschaffung zusätzlicher Laptops, ...

CDU-Vorschlag: Stefan Leukel soll VG-Bürgermeister werden

Hachenburg. CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Karl-Heinz Boll und Fraktionsvorsitzender Johannes Kempf charakterisieren Stefan ...

Stadt Wirges: Aufforstung des Waldes bleibt Herausforderung der nächsten Jahre

Wirges. Die Entnahme des Schadholzes wird in Kürze abgeschlossen sein, jetzt steht das Wiederaufforsten mit klimastabilen ...

Landwirte und Stadtvertreter begehen gemeinsam die Gemarkung

Westerburg. Im vergangenen Herbst hatten sich die Landwirte erstmals auf Initiative des Kreisbauernverbandes mit dem damals ...

Öffnungszeiten im Rathaus Ransbach-Baumbach geändert

Ransbach-Baumbach. Sobald die Fallzahlen und der sogenannte Inzidenzwert es zulassen, werden wir selbstverständlich wieder ...

Weitere Artikel


Geschnitzte Weinfässer von bleibendem Wert

Hattert-Hütte. Befährt man mit dem Auto von der Autobahn oder aus Ingelheim kommend die Rheinstraße, so fallen die Wahrzeichen ...

Keine Angst vor Schlangen im Garten!

Dierdorf. Die schwarzgefleckte Ringelnatter (Natrix natrix) mit hellem Bauch und gelben Kopfflecken ist tagaktiv und auch ...

Boden, Ettinghausen, Moschheim, Nieder- und Oberahr ohne Strom

Hahn am See. Dadurch kann es im Umkreis des Gebiets auch zu Beeinträchtigungen im Telekommunikationsnetz kommen, die sowohl ...

Der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling im Westerwald

Quirnbach. Einen wesentlichen Anteil der europäischen Population gibt es in Rheinland-Pfalz. Dort ist er vor allem im Westerwald ...

Puppentheater Petra Schuff: Wie Findus zu Pettersson kam

Rennerod. Seinen Namen verdankt er schlicht und einfach einer Erbsensorte. „Findus“ heißt nämlich die Firma, deren Paket ...

Damenbesuch „Vier Hochzeiten und zwei Todesfälle“

Höhr-Grenzhausen. Und wie kommt man damit klar, dass es für manche Träume endgültig zu spät ist und geliebte Menschen einen ...

Werbung