Werbung

Nachricht vom 06.08.2020    

Revolutionäre Teststrecke machte Großseifen bekannt

Seit 23 Jahren ist Ortsbürgermeister Jürgen Steup aktiver Kommunalpolitiker und erinnert die Bürger seiner Gemeinde demnächst mit einem spannenden Bericht über die Versuchstrecke auf einer stillgelegten Bahnstrecke, die weltweit für Aufmerksamkeit sorgte.

So sah die Versuchsstrecke damals aus. Fotos: Reinhard Panthel

Großseifen. Es gab nur wenige Anlässe dafür, dass die kleine Gemeinde Großseifen Prominente aus nah und fern anlockte. Der 9. Januar 1976 war ein solcher Tag. Vom stillgelegten Bahnhof Großseifen aus gab es den Probelauf einer neuartigen Versuchsbahn zu bewundern. Prominente aus Politik und Wirtschaft gaben sich ein Stelldichein, um das zu bewundern, was kluge und ideenreiche Techniker in einer Bauzeit von nur eineinhalb Jahren auf die „Beine gestellt“, beziehungsweise auf die Schienen gebracht haben. Eine Versuchsstrecke einer neu konzipierten Transportanlage für Schüttgut. Gedacht für den schnellen und einfacheren Transport für Erze und anderes Schüttgut, das in der Dritten Welt schnell zu den Häfen transportiert werden musste.

Die stillgelegte Bahntrasse von 1,5 Kilometern Länge vom Bahnhof Großseifen in Richtung Fehl-Ritzhausen erwies sich als ideal. Diese Zweischienen-Hängebahn verschlang Kosten für Planung und Bau in Höhe von neun Millionen Mark. Die Hälfte davon durch Staatszuschüsse gedeckt. Beteiligt an der Verwirklichung dieses Projektes der Versuchsbahn „asbz“ (Arbeitsgemeinschaft schnellfahrende Bandzüge) waren: Continental, Demag, Rheinstahl Klönne, Weserhütte Dortmund, die TH Aachen, unter der Gesamtleitung des TÜV Rheinland.



Für den Start des elektrogetriebenen „Bandzugs“ sorgte per Knopfdruck der damalige Bundesminister für Forschung und Technologie, Hans Matthöfer. Die Bahn erreichte dabei eine Geschwindigkeit von etwa 95 Stundenkilometern. Der Bandzug bestand aus einem 84 Meter langen Gummiband, das mit Schüttgut beladen und auf gleichem Wege auch wieder im Reißverschluss-Verfahren vollautomatisch entladen werden konnte. Eine bewundernswerte Präsentation ohne Pannen sorgte für Beifall.

Der heutige Ortsbürgermeister Jürgen Steup war damals in seiner Eigenschaft als Beigeordneter anwesend. Jürgen Steup, ehemals Finanzbeamter im Finanzamt Hachenburg, wechselte 1991 als hauptamtlicher Beigeordneter zur Verbandsgemeinde Bad Marienberg, wo er zwei volle Legislaturperioden bis 2009 an der Seite von Bürgermeister Jürgen Schmidt eine teamorientierte Arbeit zum Wohle der VG Bad Marienberg gestaltete. Als engagierter Kommunalpolitiker hat er sich zusätzlich bemüht auch die Höhepunkte des dörflichen Lebens noch einmal in Erinnerung zu rufen. repa


Lokales: Bad Marienberg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Berufsinformationsbörse in Hachenburg: Praxisnaher Einblick in die Arbeitswelt

Die Berufsinformationsbörse der Verbandsgemeinde Hachenburg bot Jugendlichen eine einzigartige Gelegenheit, ...

"Das leere Pflegebett": Warnung vor den Folgen der Pflegereform

Die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz hat die Aktion "Das leere Pflegebett" ins Leben gerufen, um auf ...

Verlängerte Bauarbeiten an der A 3-Unterführung bei Ruppach-Goldhausen

Die Instandsetzungsarbeiten am Unterführungsbauwerk der K 101 bei Ruppach-Goldhausen dauern länger als ...

2. Aktualisierung: Sperrung der Kreisstraße 101 bei Ruppach-Goldhausen bis Mitte Oktober

Die Instandsetzungsarbeiten an einem Brückenbauwerk der A3 bei Ruppach-Goldhausen dauern länger als geplant. ...

Neues Wohngebiet "Im Röffel" in Hattert nimmt Gestalt an

Noch ist an manchen Stellen schwer vorstellbar, wie es hier einmal aussehen wird. Doch die ersten Arbeiten ...

Kultur und Natur: Radwanderung zur Alten Burg in Rotenhain

Am Sonntag, 13. September 2026, lädt der Kultur- und Verkehrsverein zu einer Radwanderung ein. Die Teilnehmer ...

Weitere Artikel


55 Auszubildende starten an Pflegeschule in Hachenburg

Unter strengen Hygienebedingungen und mit neuem Lehrplan sind am Montag 55 Auszubildende in die Ausbildung ...

Azubispots gehen am 15. August in die zweite Runde

Die Azubispots - die Vor-Ort-Beratung für alle, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, - werden im August ...

Auto eines Jägers verursachte selbständig Unfall

Am 6. August gegen 16 Uhr kam es auf der L309, zwischen Hillscheid und Neuhäusel zu einem Verkehrsunfall ...

Alarm: Der Wald verdurstet...

Alle freuen sich über das schöne Sommerwetter. Doch die Tiere und Pflanzen leiden sehr unter der Trockenheit. ...

Alle Prüfungen bestanden

Die Auszubildenden der Alloheim Senioren-Residenzen „Anna Margareta“ und „Am Kurpark“ in Bad Marienberg ...

Stahlhofen: Polizeieinsatz mit mehreren verletzten Polizeibeamten

Bereits in der Nacht zum Sonntag (2. August) ereignete sich in Stahlhofen ein Polizeieinsatz, bei dem ...

Werbung