Werbung

Nachricht vom 24.07.2020    

„RescueGroup Westerwald e.V.“ rettet künftig Leben in der VG Bad Marienberg

Ab 1. August erfolgt die offizielle Beauftragung der „RescueGroup Westerwald e.V.“ (RGW) zum First- Responder in der VG Bad Marienberg, nachdem der Verbandsgemeinderat Bad Marienberg bereits am 29. Juni die Genehmigung erteilt hat. Die „RescueGroup Westerwald e.V.“ stellt somit ab August, als erste private Hilfsorganisation in Rheinland-Pfalz eine notfallmedizinische Erstversorgung in einer Verbandsgemeinde sicher.

Leitungsgruppe der RGW First-Responder-Einheit. Von l.n.r: Yannik Eul, Fabian Peter, Steven Lindlein, Stefanie Gerner und Dr. med. Matthias Grübl. Foto: privat

Bad Marienberg. Der Verein gründete sich 2018 als Kernbereich der Höhen- und Tiefenrettung, sowie der allgemeinen Notfallmedizin und setzte sich stets zum Ziel, den notfallmedizinischen Sektor weiter auszubauen. Zurzeit verfügt der Verein über 35 aktive Mitglieder/innen, die zu 90 Prozent meistens die Qualifikation zum Rettungssanitäter/ in besitzen, oder als Notfallsanitäter/in, oder gar als Notarzt ausgebildet sind. Durch die örtliche Nähe zum Notfallort kann die Zeit zwischen dem Eintreten des medizinischen Notfalls und dem Eintreffen des herbeigerufenen Rettungsdienstes (der so genannte therapiefreie Intervall) erheblich verkürzt werden – dies rettet letztendlich Leben!

Der öffentlich-rechtliche Rettungsdienst in Rheinland-Pfalz hat die Verpflichtung, innerhalb von 15 Minuten am Notfallort zu erscheinen. Eine Zeit, die gerade im ländlichen Raum wie im Westerwald nicht oft einzuhalten ist. Der Faktor Zeit spielt gerade im akuten Notfall eine übergeordnete Rolle. Im Falle einer erforderlichen Reanimation, zum Beispiel bei einem plötzlichen Herztod, sinkt die Überlebenschance eines Patienten um rund 10 Prozent pro Minute, in denen er nicht reanimiert wird. Die First-Reponder kommen also immer dann zum Einsatz, wenn sie den Notfallort schneller als der Rettungsdienst erreichen können, aber auch für den Fall, wenn der nächste Rettungswagen (RTW) sich noch in einem anderen Einsatz befindet.

Die medizinischen Hilfeleistungsaufgaben der First-Responder liegen hauptsächlich in der Beherrschung von akut lebensbedrohlichen Situationen durch eine schnelle und qualifizierte Einleitung von Erstmaßnahmen, zum Beispiel bei schweren äußeren Blutungen, oder Herz- und Atemstillstand und Bewusstlosigkeit. Die Mitglieder der First-Responder-Gruppe besitzen einen Dienstausweis und sind an einer einheitlichen Bekleidung erkennbar. Im Falle eines Einsatzes rücken die First Responder in der Regel mit ihrem Privat-PKW, ausgestattet mit medizinischem Equipment, zur Einsatzstelle aus. Der Leitungsdienst besitzt einen Einsatzwagen, dieser ist komplett mit erweitertem notwendigem medizinischem Gerät ausgestattet, unter anderem mit einem Defibrillator, sowie einem EKG-Gerät. Die First-Responder in Bad Marienberg werden durch die integrierte Leitstelle des DRK in Montabaur alarmiert, die unter der bekannten Notrufnummer 112 erreicht werden kann.

Große Unterstützung findet der Verein durch Dr. med. Matthias Grübl. Er ist Hausarzt in Neunkhausen sowie Leitender Notarzt des Westerwald-Kreises. Er selbst ist seit Gründung des Vereins Mitglied in der Rescue-Group Westerwald und unterstützt diese als Ärztlicher Leiter. Auch er fährt im Falle eines First-Responder-Einsatzes ehrenamtlich zum Notfallort, um Menschen schnellstmöglich ärztliche Hilfe zukommen zu lassen.

Die Mitglieder/innen der „RescueGroup Westerwald. e.V.“ betrachten sich nicht als Konkurrenz zu anderen Hilfsorganisationen, sondern als sinnvolle Unterstützung der Rettungskette in akuten Notfällen. „Wir helfen nicht nur dem Patienten, sondern auch dem Rettungsdienst vor Ort“, so Fabian Peter, der 1. Vorsitzende der RGW. Denn auch falls der ehrenamtliche First-Responder einmal zugleich mit dem Rettungsdienst beim Notfallort eintrifft, kann meist jede helfende Hand, gerade in brenzligen Situationen, gebraucht werden. „Wir sind nur ein Teil der Rettungskette, niemand von uns will sich als „Held“ profilieren oder dem Rettungsdienst „die Arbeit wegnehmen. Wir arbeiten für das Leben der Patienten – nicht für den Profit“, so die Meinung des Vorstands. Der Vereinsvorstand legt großen Wert darauf, dass die Arbeit absolut zu 100 Prozent ehrenamtlich verrichtet wird.

Zudem erhält der Verein keinerlei finanzielle Beteiligung, weder von staatlicher, noch von privater Seite, daher sieht der Verein sich als gemeinnützige Hilfsorganisation. Um die bedeutungsvolle Arbeit allzeit zu gewährleisten, auch jederzeit die neuesten Geräte anzuschaffen, um stetig qualifiziert Leben zu retten, sind die First- Responder auf Spenden angewiesen. „Was ist Ihnen Ihr Leben wert?“, so lautet das Motto der Spendenaktion. Schließlich ist niemand dagegen gefeit, selbst urplötzlich einen akuten Notfall zu erleiden. Darum ist bei der Sparkasse Westerwald-Sieg ein Spendenkonto eingerichtet: IBAN DE76 5735 1030 0055 0240 95; BIC MALADE51AKI. Da dem Verein die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt zuerkannt wurde, erhalten alle Spender/innen auf Wunsch selbstverständlich eine Spendenquittung. Als Verwendungszweck bitte „Rettet die Retter“ sowie Name und Anschrift angeben.

Wer Lust und Laune hat, Teil einer wichtigen, sozialen Aufgabe zu sein, der kann sich jederzeit mit Fabian Peter, dem 1. Vorsitzenden der First-Responder, E-Mail fabian.peter@rescue-group.de oder jedes andere Mitglied des Vorstands in Verbindung setzen. Weitere Ansprechpartner aus der Leitungsgruppe des Vereins und die First- Responder-Einheit sind Yannik Eul und Steven Lindlein, beide Leiter First Responder-Einheit, Stefanie Gerner, stellvertretende Leiterin der First-Responder-Einheit, sowie Dr. med. Matthias Grübl,(Ärztlicher Leiter der RescueGroup).

Das Einsatzgebiet der First-Responder Bad Marienberg befindet sich innerhalb aller Ortschaften der Verbandsgemeinde Bad Marienberg. wear


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Bad Marienberg auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Westerwaldkreis meldet 32 neue Fälle – Inzidenzwert bei 104

Am Samstag, den 31. Oktober meldet der Westerwaldkreis 1.025 (+32) bestätigte Corona-Fälle. Inzidenzwert für den Westerwaldkreis liegt bei 104. Der Kreis verzeichnet aktuell 361 aktive Fälle. Mittlerweile sind alle Landkreise und Städte in Rheinland-Pfalz in der Warnstufe „rot“.


Inzidenzwert für den Westerwaldkreis steigt weiter an

Am 30. Oktober meldet der Westerwaldkreis 993 (+55) bestätigte Corona-Fälle. Inzidenzwert für den Westerwaldkreis liegt bei 109 und ist weiterhin angestiegen. Der Kreis verzeichnet aktuell 329 aktive Fälle.


Schausteller beleben Selters mit einem „Pop-Up-Park“

In üblen Zeiten ist es nicht leicht den Menschen, und dabei insbesondere den Kindern, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, und zudem in der eher tristen Jahreszeit etwas Freude aufkommen zulassen. Da in diesem Jahr aus den bekannten Gründen die beliebte Kirmes in Selters abgesagt werden musste, kam die Schaustellerfamilie Klinge aus Koblenz auf die lobenswerte Idee, einige Fahrgeschäfte in den Westerwald zu schicken, die in Westerburg, Meudt, und zuletzt in Selters, etwas Rummelplatz-Atmosphäre vermitteln konnten.


Region, Artikel vom 31.10.2020

Sportflugzeug überschlägt sich bei Notlandung

Sportflugzeug überschlägt sich bei Notlandung

Am heutigen Samstag, den 31. Oktober gegen 14.43 Uhr wurde die Notlandung eines einmotorigen Sportflugzeuges gemeldet. Diese hat aufgrund des weichen Untergrundes nicht wie vorgesehen geklappt, das Flugzeug überschlug sich. Beide Insassen wurden leicht verletzt.


Metallbau Hölzemann aus Hachenburg erhält Deutschen Metallbaupreis 2020

VIDEO | Die Firma Metallbau Hölzemann aus Hachenburg gewinnt den Deutschen Metallbaupreis 2020 in der Kategorie „Treppen und Geländer“. Das Siegerobjekt, die Stahlwendeltreppe für den Gastrobereich eines Bürogebäudes in Frankfurt am Main erreicht trotz des engen Einbauraumes eine spannende Tiefenwirkung.




Aktuelle Artikel aus der Region


Sportflugzeug überschlägt sich bei Notlandung

Gackenbach. Der 66-jährige Pilot hatte aufgrund von technischen Problemen im Cockpit sich für eine Landung auf freiem Feld ...

Westerwaldkreis meldet 32 neue Fälle – Inzidenzwert bei 104

Montabaur. Seit gestern Abend ist die 12. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz - kurz CoBelVO – bekannt ...

Was tun, wenn das Nummernschild am Auto plötzlich weg ist?

Betzdorf. Mit welcher Absicht werden Nummernschilder gestohlen?
Außergewöhnliche Ziffern-Nummern-Kombinationen werden gerne ...

Schausteller beleben Selters mit einem „Pop-Up-Park“

Selters. Natürlich kann ein Pop-Up-Park nicht die teils überbordende Stimmung einer Kirmes ersetzen, dennoch ist es ein kleiner ...

1.500 Euro Spende an DRK-Kinderklinik Siegen

Siegen. Die Arbeit der fleißigen Damen ist inzwischen aber bekannt, so gibt es teilweise sogar Vorbestellungen und die Umsätze ...

Verkehrsunfall unter Alkohol und Drogen verursacht

Liebenscheid. Am 30. Oktober 2020, gegen 22.35 Uhr, verlor ein 24 Jahre alter Mann in einer Linkskurve in der Ortslage Liebenscheid ...

Weitere Artikel


Verkehrsunfall durch Herzanfall

Nentershausen. Mit im Fahrzeug befanden sich die 63 Jahre alte
Ehefrau sowie 29-jährige Tochter des Ehepaars. Die beiden ...

Wandertipp: Auf den Spuren unserer Vorfahren im Wald bei Oberdreis

Oberdreis. Inspiriert durch eine alte topografische Karte von Oberdreis, Roßbach und Berod bei Hachenburg haben wir eine ...

Ein neuer Corona-Fall in Westerburg

Montabaur. Die Kreisverwaltung Montabaur gibt aktuell folgende Zahlen bekannt:
Getestete Personen gesamt 5.900
Positiv ...

Uni Siegen: Hilfe für mehr als 100 Studierende in Not

Das Ergebnis ist beeindruckend: Mehr als 46.000 Euro sind durch Spenden zusammengekommen, sodass mehr als 100 Studierende ...

Anschlussstelle Ransbach-Baumbach A 3 kurzzeitig gesperrt

Ransbach-Baumbach. Für die genannten Arbeiten wird die Zufahrt zur A 3 in Fahrtrichtung Köln im zuvor genannten Zeitraum ...

Picknick mit Naturschutzjugend (NAJU) und Gästen

Rennerod. Die Wiesen auf der gemeinsamen Wanderung am Krimberg waren in diesem Jahr außergewöhnlich blütenreich. Es gab viel ...

Werbung