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Nachricht vom 22.07.2020    

Welchen Stellenwert haben Lehrer in Rheinland-Pfalz?

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass es am Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur zu einer Verabschiedung einer dortigen Lehrerin kam, die jedoch daraus erfolgt, dass das Land den Vertrag nicht verlängerte - Kettenverträge, Berufsverbot und das unsägliche Thema der sachgrundlosen Kündigung.

Symbolfoto

Montabaur. Dies alles wird im Land seit Jahren geduldet und viele junge Lehrerinnen und Lehrer leiden massiv darunter, dass sie nach einer in Rheinland-Pfalz erfolgreich absolvierten Prüfung (2. Staatsexamen) hier nur temporär in Vertretungsverträgen arbeiten dürfen und dann gezwungen sind, das Bundesland zu wechseln oder an Privatschulen zu gehen, sofern dort Bedarf besteht.

„Rheinland-Pfalz investiert in die Ausbildung der Lehrer, aber es wird nicht in die spätere berufliche Verwendung investiert. Gute Lehrer verlassen ihr Bundesland, da sie hier keine Perspektive bekommen und vertröstet werden von einer Vertretungsschule zur nächsten, dies sorgt zurecht für Frust und vor allem für eine massive Planungsunsicherheit an den Schulen,“ bemängelt die Landtagsabgeordnete Jenny Groß, die die Lage auch als Lehrerin kennt. „Hessen und Nordrhein-Westfalen sind die Bundesländer, die gerne und oft Kollegen Angebote machen, die sie mangels Perspektive in Rheinland-Pfalz dankend annehmen. Welches Bild gibt man hier in Mainz ab, wenn man als Arbeitgeber so mit seinen Mitarbeitern umgeht?“, fragt sie zu Recht.

In dem Fall am Mons-Tabor-Gymnasium geht es um eine junge Lehrerin mit der Fächerkombination Französisch und Spanisch, die nach fast fünf Jahren ihren Vertrag nicht verlängert bekommt und zusätzlich auch in Rheinland-Pfalz nicht mehr arbeiten darf, dies komme einem Berufsverbot gleich, so wird die Lehrerin zitiert.

Die sachgrundlose Befristung eines Vertrages rührt daher, dass es auf Bundesebene von Seiten der SPD gefordert wurde. Das Land setzt hier etwas um, das es aufgrund des Föderalismus eigentlich nicht muss. „Es ist unbegreiflich wie man wissentlich, dass wir im Land Lehrermangel haben und die Schulen nach ausgebildeten Lehrern rufen, wider besseres Wissen dennoch solche Befristungen nutzt und jährlich Schulen vor ein personelles Wagnis setzt und in den Kollegien für Unruhe sorgt bei denen, die täglich an der Schulfront stehen und sich um unsere Kinder kümmern,“ so Jenny Groß MdL.

In einem Brief, den die Abgeordnete direkt zum Wochenbeginn an Ministerin Hubig schickte, forderte sie eine zügige Klärung der Angelegenheit und fragte ganz deutlich: „Welchen Stellenwert haben Lehrerinnen und Lehrer in Rheinland-Pfalz? Wie soll an den Schulen Profilbildung weiterentwickelt werden, wie sollen Schüler wie Eltern und Schulen planen, wenn das Land sich nicht mit einer angemessenen Frist um die Verträge kümmert und für große Unruhe an den Schulen sorgt, wenn Kündigungen kurzfristig eintreffen? Wie soll dann noch geplant werden?“

Die Abgeordnete zeigt mit ihrem Brief einmal mehr auf, wo die bildungspolitischen Lücken im Land sind und erwartet rasche Antwort aus Mainz. (PM)


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