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Nachricht vom 19.07.2020    

Nicole nörgelt…über übellaunige Nachbarn

Von Nicole

GASTBEITRAG | In jeder Nachbarschaft gibt es diese eine Person, die allen anderen ein bisschen seltsam vorkommt. Bisher war ich ja davon überzeugt, dass es in meiner Straße der knotterige Junggeselle in den ausgeleierten Cordhosen ist, der jeden Abend auf der Bank vor seinem Haus sitzt und die Autofahrer anpöbelt. Aber so langsam könnte sich bei den Menschen in den umliegenden Häusern ein anderer Verdacht manifestieren. Na, wollen Sie raten?

Da ist was schief gelaufen. Foto: Wolfgang Tischler

Region. Dabei habe ich doch nur gekocht! Es ist so gemein, diese Rezepte sehen in diversen Onlineforen immer so einfach aus. Ein paar Zwiebeln schnibbeln, Fleisch anbraten, Gewürze hinzufügen, ablöschen und so weiter – das kann doch so schwer nicht sein! Dachte ich zumindest, als ich neulich auf die Idee kam, meine Standard-Gerichte-Palette durch einen Internetfund zu bereichern.

Ich besorgte also alle Zutaten und legte los. Was sich da in meiner Pfanne bildete, roch auch gar nicht so schlecht. Zumindest eine Zeitlang. Und dann klingelte mein Telefon. Ja, natürlich bin ich rangegangen, ohne die Kochplatte abzustellen und das Gespräch unter Freundinnen hat auch nur ein paar Minuten gedauert, ehrlich! Aber als ich wieder in die Küche kam, roch das Essen schon nicht mehr so gut. Ziemlich rauchig, wenn Sie verstehen. Und diese Rauchschwaden zwischen Kühlschrank und Spülmaschine waren vorher irgendwie auch nicht da.

Einen Moment stand ich perplex da und konnte nur ein kurzes Husten von mir geben. Erstmal das Fenster auf. Gut, der versierte Koch hätte vielleicht zuerst die Pfanne von der Platte genommen, aber ich gebe zu, ich war temporär ein wenig verwirrt. Mein Rauchmelder anscheinend auch. Der machte sich nämlich plötzlich mit schrillem Piepen bemerkbar. „Ich koche doch nur!“, brüllte ich, aber anscheinend hat das Ding keinen Sprachsensor und interessierte sich überhaupt nicht für meine kulinarischen Nöte.

Und da stand ich nun, das rauchende Elend auf dem Herd, zahnschmelzerschütterndes Piepen über dem Kopf und pures Chaos im Kopf. Und so langsam wurde ich auch kleines bisschen wütend. Sowas kann doch nur mir passieren! Schnaubend stapfte ich zum Herd, packte die ganze Pfanne und kreischte mir einen kleinen hysterischen Anfall von der Seele, bevor ich das verfluchte Ding in hohem Bogen aus dem offenen Fenster hinaus in meine Hofeinfahrt schmiss. Oh, hat das gutgetan! „Da kannst du qualmen, bist du schwarz wirst!“, plärrte ich – bis ich von einem Kreischen erschreckt wurde, das noch schriller war als mein Feuermelder.

Ich stürmte ans Fenster und sah in das entsetzte Gesicht der Nachbarin, die grade mit ihren eigenen Küchenabfällen an der Biotonne stand. Kurz fragte ich mich, ob ich mich nicht einfach bei ihr zum Essen einladen könnte, denn aus ihrer Wohnung quollen immerhin keine Rauchschwaden. Aber mit fliegenden Pfannen hatte sie wohl nicht gerechnet und sie machte auch nicht den Eindruck, mit mir über ungewöhnliche Bioabfall-Entsorgungsmethoden diskutieren zu wollen. Dabei habe ich doch noch freundlich gewunken. Tsss.

Jedenfalls habe ich nun den leisen Verdacht, dass ich den pöbelnden Cordhosenträger ein paar Häuser weiter vom Thron des Nachbarschaftsschrecks geschubst habe. Was mache ich denn da? Die ganze Straße zum Essen einzuladen sollte ich mir wohl lieber verkneifen.

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund!
Ihre Nicole


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