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Nachricht vom 18.07.2020    

Kinderschutzbund wächst und ist innovativ

Gründungsmitglied Heidi Ramb führt den Kinderschutzbund Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen auch in die kommenden drei Jahre. Die Mitgliederversammlung fasste diesen Beschluss einstimmig und blickte zufrieden auf erfolgreiche Vereinsarbeit zurück. Dank neuer Angebote fiel auch die Vorausschau positiv aus.

Die wiedergewählte Vorsitzende Heidi Ramb und der zweite Vorsitzende Joachim Türk haben im Geschäftsführenden Vorstand des Kinderschutzbundes Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen den neuen Schatzmeister Gerd Meurer bereits in die Mitte genommen. Foto: privat

Höhr-Grenzhausen. Nachdem der ursprüngliche Termin im März wegen der Corona-Vorschriften nicht zu halten war, tagten die Mitglieder nun auf Abstand im großen Sitzungssaal des Rathauses – wegen des großen Andrangs sogar in Doppelreihen. Das Virus hat auch die Arbeit der Kinderschützer stark beeinflusst, berichtete die Vorsitzende. Während Angebote wie das Kinderkleiderlädchen, die Hausaufgabenhilfe und die Eltern-Kind-Gruppen ganz ausgesetzt wurden, hielten die „Mobilen Sorgenbüros“ an 15 Grundschulen und die Fachkräfte der Schulsozialarbeit an zwei Realschulen Plus per Mail, Telefon und durch Mitwirkung an der Notbetreuung engen Kontakt zu Lehrern, Kindern und Eltern. Dennoch war bei der schrittweisen Rückkehr der Schüler/innen ein erhöhter Gesprächs- und Beratungsbedarf zu spüren, der sich wahrscheinlich nach den Sommerferien fortsetzt. Die sozialpädagogischen Fachkräfte sind darauf eingestellt und werden ihre Präsenz in den Schulen flexibel anpassen.

Die Aufarbeitung dessen, was die Kinder in Zeiten des Lockdowns aushalten mussten, ist auch deshalb möglich, weil die meisten Schulträger in den vergangenen Jahren die Mittel für die „Mobilen Sorgenbüros“ deutlich aufgestockt und die alternativen, distanzierten Methoden während der Schulschließung verständnisvoll mitgetragen haben. Dafür dankte Heidi Ramb sowohl den Kommunen als auch dem eigenen Team und allen Unterstützer/innen.

Der Kinderschutzbund reagiert auf die steigende Nachfrage durch Neueinstellungen. Die Personalkosten sind auf 340.000 Euro gestiegen, gleichzeitig sind für die Schulsozialarbeit deutlich mehr Eigenmittel erforderlich. Dass Schatzmeisterin Cora Borowski dennoch einen solide finanzierten Haushalt präsentierte, ist auf treue Spender, Sponsoren, Zuwendungen des Landes, die Beiträge der 150 Mitglieder und die Zahnärzte zurückzuführen, die mit ihren Patient/innen Zahngoldspenden vereinbaren. Und auch das Kleiderlädchen trägt zur Finanzierung bei.

Zu den Ehrenamtlichen, die im vergangenen Jahr 4500 Stunden leisteten, gehört auch Ingrid Ickenroth, die die Abrechnung für das inzwischen auf mehr als ein Dutzend Mitarbeiter/innen angewachsene Sozialunternehmen vornimmt. Ihrer Arbeit und dem Team der Geschäftsstelle war es zu verdanken, dass die Kassenprüfer Christiane Schäfer und Lothar Ickenroth erneut keinen Grund für Beanstandungen hatten. Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig.

Das ist eine gute Basis für den neuen Schatzmeister Gerd Meurer, der das Amt von Cora Borowski übernimmt. Sie wird weiter im Vorstand als Beisitzerin tätig sein. Wiedergewählt wurden Joachim Türk als zweiter Vorsitzender und die Beisitzer/innen Karin Ress, Astrid Roos, Marianne Baumann-Warnke und Joachim Courtial. Neu im Vorstand ist Marthe Mareike Wolff aus Vallendar.

Einstimmig ernannte die Mitgliederversammlung den scheidenden Schulleiter der Goethe-Schule, Alfred Haas, zum Ehrenmitglied des Kinderschutzbundes. Gewürdigt wird damit der unermüdliche Einsatz für die Kinderrechte, sowohl im Schulalltag als auch bei den jährlichen Veranstaltungen am Weltkindertag. Dass Höhr-Grenzhausen als erste Stadt Deutschlands einen offiziellen Platz der Kinderrechte hat, geht im Ursprung auf ein Projekt der Goethe-Schule zurück.

Die Vorschau auf die kommenden Monate und das kommende Jahr fiel trotz aller Herausforderungen der Corona-Krise optimistisch aus: Joachim Türk erläuterte die Pläne für den Weltkindertag, an dem eine Streuobstwiese eingeweiht wird als Symbol für alle Kinder, dass Umwelt und Klima ihre Zukunft bestimmen. Außerdem möchte der Kinderschutzbund ein Netzwerk bürgerschaftlichen Engagements knüpfen, das sich für die Wiederaufforstung unseres Waldes einsetzt. Heidi Ramb stellte ein innovatives Projekt in Selters vor: Zusammen mit der Stadt Selters hat der Kinderschutzbund in der städtischen Kita ein „Mobiles Elternbüro“ eingerichtet. Hier erhalten Eltern einmal die Woche zu Abholzeiten niedrigschwelligen Zugang zu vielfältiger Unterstützung. Das reicht von Erziehungsberatung bis zu Hilfen bei Behördenfragen. Inzwischen liegen bereits Anfragen anderer Kitas vor. (PM)


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