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Nachricht vom 06.07.2020    

Stöffel Race brachte Mountainbiker 24 Stunden in Fahrt

Das 24-Stunden-Mountainbike-Rennen, das immerhin schon zum siebten Mal im Stöffelgelände in Enspel ausgetragen werden konnte, unterlag dieses Mal einer besonderen Härte: Wegen der Corona-Problematik wurde auf Abstand gesetzt: insgesamt weniger Menschen und keine Besucher! Und die fehlten den Teilnehmern natürlich von Anfang an. Dennoch: allenthalben entschlossene Minen, ein Lächeln im Gesicht, Optimismus ausstrahlend. Zuversichtlich gingen die Teilnehmer des Stöffel Race ihre Challenge an.

24 Stunden Rennen über Wurzel, Schotter und durch die Schmiede. Foto: Tatjana Steindorf

Enspel. Bergauf und bergab ging es schon vor dem Race
Wegen Corona war es lange nicht sicher, ob das Rennen in der vorgesehen Art durchgeführt werden kann, wie und mit welcher Teilnehmerzahl. Doch die Veranstalter blieben nervenstark, warteten die Verordnungen des Landes ab, und letztlich konnte das Rennen modifiziert über die Bühne gehen.

Zu Beginn riefen Organisator Hans-Christian Mager und der Sportliche Leiter Max Weißgerber zur Basaltbühne, um die Sportler zu begrüßen, sie einzuweisen und ihnen viel Glück zu wünschen. „Ich bin froh, dass das Event stattfinden kann“, sagte Mager erleichtert. Auch Martin Rudolph vom Stöffel-Park konnte da nur zustimmen.

Einstimmung auf der Basaltbühne
Auf Bodenunebenheiten, die auch im Dunkeln nicht verschwänden, wurde hingewiesen durch Weißgerber, um faires und rücksichtsvolles Fahren – besonders im Trail – bat er und rief in Erinnerung, dass die erste Runde eine Neutralisationsrunde sei, die man noch gelassen angehen könne. „Für viele ist es das erste Rennen in diesem Jahr – und gleichzeitig der Saisonhöhepunkt“, meinte Weißgerber und erntete Lacher. Denn die meisten Events wurden abgesagt. „Passt auf, dass wir uns gesund bei der Siegerehrung wiedersehen“, betonte Mager.

Auch Neue dabei
Die Teilnehmer/innen starteten einzeln sowie in 2er-, 4er-, 6er- und 8er-Teams. Mit am Start waren in diesem Jahr zum ersten Mal acht Sportler von Koch Robotersysteme. Einer unter ihnen war bereits mehrfach dabei. „Ist gut, dass es stattfindet. Nur die Zuschauer fehlen“, lautete ein Statement hier. Das erste Mal nahm auch das 6er-Team „Buschriders“ (Niederelbert) teil. Auch sie waren gut gelaunt und neugierig darauf, wie’s ausgehen würde. Es sei verraten: Die Männer wurden Zweiter in ihrer Kategorie.

Ehre, wem Ehre gebührt
Der Skiclub Altenkirchen macht im Stöffel-Park einen guten Eindruck auf den Schotterpisten. Und Jörg Weißgerber (der Vater des Sportlichen Leiters) ist eine herausragende Persönlichkeit unter ihnen und allen Teilnehmern. 72 Jahre ist er, was kaum zu glauben ist, so aufrecht und kraftvoll ist seine Ausstrahlung. Er selbst fährt noch eine Runde mit, hat aber vor allem ein Auge auf seine Kollegen. Denn das Taktieren, verrät er, sei beim Teamrennen besonders wichtig – etwa wer wann schläft. Miteinander das Beste auch für jeden Einzelnen zu erreichen, das scheint das Credo der Altenkirchener zu sein.

Jörg Weißgerber hebt das Stöffel Race als „großartiges Erlebnis“ hervor. „Auch die Besucher waren immer davon fasziniert.“ Er weiß aus Erfahrung: „Der Wettkampf ist nachts besonders herausfordernd.“ Es sei ein schönes Mannschaftserlebnis hier mitzumachen. Im Rahmen der Siegerehrung wird er dann 24 Stunden später auf der Basaltbühne für sein Engagement als Betreuer geehrt.

Anstrengender als es aussieht
Einige Schritte weiter haben die „HaldenHogs“ aus Moers neben den „Steimelstürmern“ aus Brachbach ihr Lager. Dazwischen steht ein Tisch, der mit Getränkeflaschen überladen ist. Nicht lange nach dem Start fährt schon ein Mountainbiker heran und lässt sich bereits das erste „Kraftfutter“ überreichen: ein Mandelhörnchen. Das macht dem eher untätigen Betrachter in einer scheinbar sehr entspannten Atmosphäre klar: Es handelt sich hier um eine kräftezehrende Angelegenheit – und das dann 24 Stunden lang...

Für die gute Sache
Ein Teilnehmer, Rasmus Lüthje, fuhr nicht nur mit, sondern sammelte auch Spenden für die gute Sache, für die VOR-TOUR der Hoffnung. Die Teilnehmer legten mehr als 500 Euro dafür zusammen. Rasmus freut sich in den nächsten Tagen, Organisator Jürgen Grünwald die Spende übergeben zu können. „Das wird ihn besonders freuen, ist doch der Teamlauf am Wiesensee in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen“, fügt Martin Rudolph hinzu. Das Sportevent Teamlauf am Wiesensee steht ganz im Zeichen des Benefizgedankens und findet Gründonnerstag wieder statt.

Fazit danach
„Es hat sich gezeigt, dass ganz viele wiederkommen wollen. Das Rennen ist zwar im Rennzirkus eines der kleinsten, jedoch das familiärste und von den Anforderungen eines der anstrengendsten, wie die Teilnehmer berichten“, sagt Martin Rudolph begeistert.

Ergebnisse
Am Ende hat André Kupig als Einzelstarter 107 Runden gefahren. Und Ann-Kathrin Peters 55 Runden. Ihnen und den anderen Finishern und Begleitern: Gratulation!

Hier finden Sie die Ergebnisse: www.baer-service.de/ergebnisse/S24/2020/. (Tatjana Steindorf)


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