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Nachricht vom 05.07.2020    

Gelebte Ökumene statt Sommerfest auf dem Hachenburger Marktplatz

Rund 200 Besucher sind zu einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Hachenburger Marktplatz gekommen. Da das traditionelle Sommerfest und der verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen mussten, hatte der Werbering Hachenburg die Idee zu einem gemeinsamen Gottesdienst, um dennoch eine Möglichkeit des Zusammenseins anzubieten. Ein toller Einfall, den die Evangelische und die Katholische Kirchengemeinde Hachenburg sofort unterstützten.

Sie gestalteten den Gottesdienst (v.l.) Pfarrdiakonin Ulrike Weller, Pfarrer Benjamin Schiwietz, Pfarrer Winfried Roth und Diakon Michael Krämer. Fotos: Sabine Hammann-Gonschorek

Hachenburg/Kroppach/Alpenrod. Die Evangelischen Kirchengemeinden der Region Hachenburg nutzen die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Auftakt der Präsenz-Gottesdienste seit Beginn der Corona-Pandemie. Unter dem Wochenspruch aus Galater 6, Vers 2 „Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“, gestalteten der stellvertretenden Dekan des Evangelischen Dekanats Westerwald, Pfarrer Benjamin Schiwietz, der katholische Pfarrer Winfried Roth, Pfarrdiakonin Ulrike Weller aus Kroppach und Diakon Michael Krämer den Gottesdienst. Musikalisch unterstützt wurden sie durch Mitglieder des Musikvereins Blau Weiß Limbach und des MGV Eintracht Rosenheim.

Eine, auf dem Marktplatz aufgehängte, Waage, versinnbildlichte das Bibelwort aus Galater. Das windige Wetter machte den Ausschlag der Waage immer wieder deutlich. Es komme im Leben auf Ausgewogenheit an, sagte Pfarrer Roth. „Wenn das Leben aus dem Gleichgewicht gerät, dann beginnt ein solches Bibelwort zu greifen, die Waage des Lebens versucht sich wieder einzupendeln.“ Pfarrer Schiwietz machte darauf aufmerksam, dass es zwei Möglichkeiten gebe, die Belastungen des Lebens wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Einmal durch Entlastung, indem Aufgaben abgenommen werden oder durch Stärkung, wie mentale Unterstützung des Belasteten. Dies sei zum Beispiel durch Toleranz, Lob, Bestätigung oder Dank möglich.




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Diakon Michael Krämer nahm Bezug auf die Corona-Pandemie. Zahlreiche Gespräche hätten ihm gezeigt, dass die Beschränkungen mitunter schwer zu ertragen sind, aber viel Verständnis dafür da sei, dass es keine Alternativen gebe. Er wünschte, dass uns der Bibeltext von der Last, die man für andere trage, weiter begleiten möge, damit alles in der Waage bleibe.

Pfarrer Winfried Roth und Pfarrer Benjamin Schiwietz dankten dem Werbering für die Idee und organisatorische Vorbereitung des Gottesdienstes und stellten einen weiteren ökumenischen Freiluft-Gottesdienst in Hachenburg im August in Aussicht. (shg)


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