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Nachricht vom 02.07.2020    

Kolumne „Themenwechsel“: Die Wettermeckerei

Von Rabea Weller

GASTBEITRAG | Die Coronakrise ist allgegenwärtig, derzeit bleibt kein Bereich unseres Alltags davon unberührt. Jeden Tag gibt es neue Schlagzeilen, und das überall. Das ist gut so, denn Information ist wichtig. In unserer Kolumne wollen wir jedoch auch einen Blick auf die Themen werfen, die trotz Corona gerade aktuell sind, oder solche, die unsere Leser bewegen. Ein Gastbeitrag von Rabea Weller.

(Symbolbild: Pixabay)

Jeder von uns kennt es: Kaum schaut man morgens aus dem Fenster, stellt sich auch schon Unzufriedenheit ein. Sollte es nicht eigentlich sonnig sein? Die Wettervorhersage war ja mal wieder alles andere als akkurat… Und schon geht das Gemecker los. Bewaffnet mit dem Regenradar und dem Satz "Also meine Vorhersage hat gesagt…" ziehen wir in die weite Welt.

Der Wetterfrosch mag uns nicht
So könnte man es auch ausdrücken, wenn Deutsche über das Wetter reden. Unser beliebtestes Smalltalk-Thema, worin wir ja bekanntlich Meister und Nieten zugleich sind, ist auch gleichzeitig unser liebstes Nörgelthema. Das ist nur logisch - denn das Wetter ist immer da und lässt uns gefühlt fast immer in Stich. Sitzen wir im Büro, scheint die Sonne und wir wollen uns aus dem Langarmhemd befreien, das wir in einem Anflug von Pessimismus morgens angezogen haben, weil wir mal wieder der App auf dem Handy oder der Stimme in Radio vertraut haben. Haben wir eine Wanderung geplant, prasseln plötzlich riesige Regengüsse auf uns herab, obwohl es vor einer Stunde noch sonnig und angenehm war - will sich da jemand über uns lustig machen, indem er an ein paar Drehknöpfchen schraubt?



Wir meckern, aber denken nicht
Fazit ist: Wir können uns jeden Tag beliebig oft über das Wetter aufregen, egal wie es aussieht. Wir können zwanzig mal am Tag fordern, dass es wieder regnet, aber wenn der Wolkenbruch dann da ist, verfluchen wir ihn. Was wir aber nicht bedenken: Warum ist denn das Wetter so, wie es ist? Das Wetter hat es sich schließlich nicht ausgesucht, unsere liebste Nörgelei zu werden. Vielmehr haben wir auch ein Stückchen dafür gesorgt, dass wir uns im Sommer über starke Temperatur- und Wetterschwankungen aufregen können.

In diesem Sinne: Treten wir dem Wetter doch mal nicht nörgelnd entgegen - vielleicht hat es ja auch Gefühle. Oder vielleicht tun wir mal was gegen den Klimawandel, das wäre eine verrückte Idee, nicht wahr?

Wir lesen uns am Mittwoch!


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